Du durchsuchst gerade das Tagesarchiv für den März 19, 2011.

Nach Surinam geht es nun nach Mallorca! Unsere Reiseleiterin ist wieder Miss Zwopi, die uns ja bereits einmal nach Kanada geführt hat. Für die Verspätung bin ich verantwortlich, denn die Etappe hätte gestern schon erscheinen sollen. Entschuldigung, aber vielleicht haben Sie es bemerkt, gestern habe ich gar nicht gebloggt. Aber jetzt! Lesen Sie nun den Eintrag von Miss Zwopi:

Unsere kulinarische Reise geht heute nach Spanien, auf die Balearen-Insel Mallorca…Reist man außerhalb der deutschen Ferienzeiten und fernab desBallermann, ist diese Insel wirklich ein Traum. Das Gericht, dass ichvorstellen wollte, passt dazu: sommerlich leicht und sehr aromatisch, ebenMallorca.

Wie komme ich zu diesem Rezept? Als wir vor 10 Jahren auf Mallorca waren,wollten wir, wie immer bei solchen Anlässen, unseren Freunden von unserenErlebnissen erzählen… nein, nicht endlos Videos anschauen und Fotosbetrachten, sondern einfach unsere Reiseerlebnisse erzählen… Dasmachen wir gern und dazu gibt es abends ein leckeres Essen, eine schöneFlasche Wein – und möglichst findet das dann auch an einem lauenSommerabend statt…

Ein landestypisches Essen, wie Paella, wollten wir aber nicht kochen, hateh schon jeder irgendwann gegessen – und genau in diesem Moment habeich in einer Illustrierten das „Mallorquinische Hähnchen“entdeckt. Das Essen war ein großer Erfolg – und seitdem wird es oftvon unseren Gästen gewünscht, mindestens einmal im Sommer ist Pflicht,meistens wird es aber zweimal pro Sommer gekocht.

Mallorca verbinden die meisten mit Sommer und Sonnenschein– und ein Sommeressen ist es auch, denn so richtig fein schmeckt es nur mit frischen Kräutern: Das Essen bekommt den richtigen Pep durch die Mittelmeerkräuter Basilikum, Rosmarin und Thymian.

(Alle Zutaten für 4 Personen – und für Frau Landgeflüster habe ich die fluxe Variante gewählt):

  • 1 Dose (425 ml) geschälte Tomaten
  • 1 Bund Basilikum
  • 2 kräftige Zweige Rosmarin
  • 5-8 Zweige Thymian
  • 100 g Schalotten
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 unbehandelte Zitronen
  • 3-4 EL gutes Olivenöl (das aber erhitzt werden kann!)
  • Salz
  • Pfeffer
  • schwarze Oliven (75 g)
  • 8 bis 12 Hähnchenfilets

(ich nehme immer 12 Filets für 4 Personen, das Essen lässt sich gut aufwärmen und man muss beim Essen nicht Angst haben, dass es knapp wird)

Für das Originalrezept nimmt man übrigens 1 küchenfertiges Hähnchen (1-2 kg); man kann auch Hähnchenschenkel oder – unterschenkel verwenden – die Haut sollte aber auf jeden Fall entfernt werden!

  • ½ Liter Hühnersuppe instant

Zubereitung:

1. Tomaten in einem Sieb abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen, Tomaten in Stücke schneiden und wieder in den Saft geben

2. Je die Hälfte von Basilikum, Rosmarin und Thymian hacken, Schalotten und Knoblauch schälen und beides in Scheiben schneiden, eine Zitrone waschen, abtrocknen und in Spalten schneiden

3. Hähnchenfilets abwaschen, trocknen und evtl. „putzen“, Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen und die Hähnchenteile darin kräftig anbraten. Schalotten und Knoblauch zufügen und kurz mit braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Hühnersuppe, Tomatenstücke und –saft, Oliven, Zitrone und Kräuter zufügen. Zugedeckt 40 bis 45 Minuten schmoren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Auf einer tiefen Platte anrichten, mit frischen Kräuterzweigen und frischen Zitronenspalten (zubereitet wie oben) dekorieren.

Dazu schmeckt selbstgebackenes Roggenbrot , das Weißbrot „Parisienne“ oder Stangenbaguette sehr gut.

(Hinweis für Tomatenhasser: das Gericht schmeckt auch ohne Tomaten, dann muss man aber die Hühnerbrühe verdoppeln – und es ist dann leider auch nicht so farbenfroh).

Für Kalorienzähler: 540 Kcal

Guten Appetit!

Unter diesen Eintrag bitte Ihre zahlreichen Kommentare für Miss Zwopi! Und hier geht es zur nächsten Etappe!

Den heutigen Tag habe ich im Garten verbracht und auch jetzt, um kurz vor 5, sitze ich noch in meinem Gartenwohnzimmer und freue mich über diesen traumhaft schönen Tag hier zu hause.

Der Michelmann hat das Haus kurz nach neun verlassen, weil er an diesem Wochenende die Welt retten muss. Nachdem ich noch ein bisschen gebügelt und im Haus gewerkelt habe, bin ich um zehn in den Garten gegangen, um unseren Bauerngarten für das Gartenjahr vorzubereiten. Das war mein Plan für heute.

Dass ich das erste Mal in diesem Monat ganz schmerzfrei aufgewacht bin, hat mich so dermaßen motiviert, dass ich vier Stunden im Bauerngarten gewerkelt habe. Unterbrochen nur von einem Mittagessen…

… und einer recht kurzen Apfel-Pause, ….

… die lesenderweise im Gartenwohnzimmer verbrachte. Windgeschütz.

Für jedes der vier Beete des Bauerngartens brauchte ich eine Stunde. Mich hatte der Ehrgeiz gepackt, alles ganz sauber zu machen. Ich werde später im Gartengeflüster das Ergebnis präsentieren. Nachdem ich mit dem Bauerngarten zufrieden war, habe ich mir ein paar Zeitschriften geschnappt und mich ein wenig erholt.

In der ersten Zeitung las ich einen netten Artikel über den Frühling im Garten und wie man das Gartenjahr beginnen könnte. Irgendwie zog es mich wieder magisch in die Beete. Es haben sich eine Menge Gräser in den Beeten im großen Gartenteil breit gemacht und auf die habe ich mich gestürzt. Die richtige Arbeit, um den Gedanken freien Lauf zu lassen. Mein Gedanke schweiften zu dem gestrigen Artikel von der Freidenkerin und darüber hinaus dachte ich darüber nach, wie sich die Welt nach der furchtbaren Katastrophe in Japan verändert hat.

Während ich versuchte meine kleine private Welt zu verschönern, kam mir der Gedanke, welche Chance sich uns allen in diesen Tagen auftut. Der Michelmann und ich haben ja keine Kinder, denen wir unser Haus und den Garten vererben können. Aber dennoch bin ich jeden Tag bestrebt, dieses kleine Stückchen Heimat zu verschönern und in aller Linie uns, aber damit ja auch demjenigen, der nach uns hier einmal wohnen wird, einen Ort zu bereiten, an dem er hoffentlich genauso glücklich und zufrieden leben kann, wie wir.

Es sollte unser aller Anliegen sein, nicht nur die eigene kleine Welt zu verbessern, sondern auch die große Erde, die wir unseren Nachfahren vererben werden. Ich freue mich sehr, dass ich täglich 1-2 Mails erhalte, in denen mir Leser schreiben, dass sie angeregt durch den ein oder anderen Eintrag im Landgeflüster ihren Stromanbieter gewechselt haben. Als ich im letzten November über den Castortransport und der Demo in Dannenberg schrieb, meldeten sich auch der ein oder die andere. Aber da war die Situation noch eine andere, deshalb waren es nicht so viele. Trotzdem machte es mich schon damals total glücklich und auch ein ganz bisschen stolz, weil ich das Gefühl hatte, zumindest ein ganz klein bisschen dazubeizutragen, dass unsere Welt vielleicht ein bisschen besser wird.

Seitdem ich mich mit 14 nach meiner Konfirmation der Friedensgruppe unserer Kirche anschloss, mache ich mir Gedanken über den Beitrag, den ich als einzelner Mensch für diese Welt leisten kann. Ich komme aus einer Generation, in der Sätze wie “Jute statt Plastik” usw. geprägt wurden. Und dieser Wunsch ein Weltverbesserer zu sein, ist seitdem in meinem Herzen verankert.

Ich bin froh, dass der Michelmann genauso tickt wie ich. In den 15 1/2 Jahren, die wir nun zusammen sind, haben wir unsere Lebensweise gemeinsam ganz konsequent verändert. Klar, manche Dinge sind schon immer ganz selbstverständlich. Einkauf nie ohne Einkaufskorb oder -kiste, Mülltrennung, Licht ausschalten, kein Gerät auf standby,  Joghurt und Milch wenn möglich in Mehrwegglasflaschen kaufen, usw. usf. Da ich seit Jahren Mitglied bei greenpeace bin, lag es nahe, auch den Strom von greenpeace energy zu beziehen.

Aber einige Dinge haben wir erst in den letzten Jahren richtig konsequent geändert. So ernähren wir uns seit dem letzten Herbst komplett nur noch mit Bioland- und Demeter- Produkten. Sie wissen ja, dass wir beide sehr gern kochen und noch lieber essen. Unabhängig davon, dass uns diese Lebensmittel wesentlich besser schmecken, es macht einfach Spaß, sich mit so hochwertigen Produkten zu beschäftigen. Wir kochen wesentlich kreativer und abwechslungsreicher als früher. Und ein Einkauf im Hofladen oder kleinen Biosupermarkt macht einfach viel mehr Spaß als sich beim Discounter durch die Billigmassenprodukte zu wühlen.

Die Herstellung dieser Lebensmittel dient auch der Umwelt. Natürlich macht es Sinn soweit wie möglich auf regionale Produkte zurückzugreifen. Schade, dass nicht jeder die Möglichkeit hat, wie wir hier mit unseren Hofläden und Bioproduzenten im Landkreis. Ich bin dankbar, dass wir beide diesen Luxus haben, der uns unsere Lebenweise so vereinfacht. Vielleicht ist dies auch überhaupt der Grund, warum wir sie gewählt haben. In einer großen Stadt ist es leider nicht so einfach. Aber es gibt so viele ganz kleine Dinge, mit denen wir die Welt verbessern können. Und viele kleine Teilchen zusamengesetzt, ergeben ein großes Puzzle. Wollen wir gemeinsam die Welt verbessern? Ich finde, es ist eine schöne Aufgabe, gemeinsam dafür zu sorgen, dass die nachfolgenden Generationen ohne Angst in die Zukunft schauen können.

Wenn Sie bereits länger im Landgeflüster lesen, wissen Sie, dass unser kleines Häuschen um die 130 Jahre alt ist. Und wie es in alten Häusern so ist, spukt es bei uns. Auch davon habe ich Ihnen das ein oder andere Mal berichtet. Manchmal sind es ganz kleine Signale, die unser Hausgeist sendet.

Seit einigen Monaten hat sich unser Hausgeist unsere Esszimmerlampe als Medium ausgesucht. Meine schöne Lieblingslampe mit den kleinen Eiswürfeln, die auf Berührung heller oder dunkler geregelt werden kann.

An irgendeinem Tag im letzten Herbst begann der Spuk in eben dieser Lampe. Wenn man den Lichtschalter anklickt, geht die Lampe an, wird heller, wird dunkler, geht aus, geht wieder an, wird heller, wird dunkler und immer so weiter. Ich glaube, ich schrieb auch schon einmal davon. Der Michelmann tauschte die elektrischen Innereien der Lampe aus, kaufte sogar ein neues Steuerungsnetzgerät. Aber nichts da, der Geist ließ sich nicht vertreiben. Auch ein Anruf bei dem Hersteller dieser nicht ganz billigen Lampe brachte keinen Erfolg. Funkstrahlen sollen für dieses Phänomen verantwortlich sein. Hm, nun ja. Es folgte der Winter und wir machten es uns mit vielen Kerzen und den kleinen Lampen gemütlich, die zusätzlich im Esszimmer stehen. So konnten wir das Licht verschmerzen, auch wenn die Esszimmerlampe die einzige Deckenlampe im Hause Landgeflüster ist, die wirklich helles Licht wirft. Einer der Gründe, warum es mit meiner Näherei noch nicht wirklich vorangegangen ist und meine Fotos oft unscharf sind, weil ich ja nicht gern blitze.

Gestern rief ich den Michelmann von der Arbeit aus an und er erzählte mir, dass er die Lampe abgebaut hätte und im Kaminzimmer angeschlossen hätte. Und, was soll ich sagen? Der Hausgeist ist nicht mitgezogen. Im Kaminzimmer funktioniert die Lampe einwandfrei. Das erfreut mein Herz sehr, denn nun hoffe ich, kann uns der nette Elektriker im Dorfe ganz fix helfen, den Stromkreis im Esszimmer so zu richten, dass meine Eiswürfel bald wieder leuchten.

Bin gespannt, was sich unser Hausgeist als nächstes ausdenkt…

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

März 2011
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

Geflüsterauswahl

vergangenes Geflüster

unvergessen

Ich bedanke mich für

  • 1,572,117 Besuche