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Achtung, heute gibt es wieder ein Essenseintrag im Landgeflüster mit viel zu vielen Fotos! Aber erst erzähle ich Ihnen noch von meinem Tag.

Der Michelmann hat an diesem Wochenende 16 Stunden die Welt gerettet und Frau Landgeflüster hat immerhin 10 Stunden im Garten gewerkelt. Teilzeittucke eben. Nachdem ich heute morgen zwar keine Schmerzen, aber doch Muskelkater verspürte, dachte ich, es wäre am schlausten, gleich wieder in den Garten zu gehen und weiterzumachen. Und so habe ich heute noch einmal vier Stunden gegen die doofen Gräser in den Beeten gekämpft. Ich muss zugeben, so fleißig bin ich noch nie in ein Gartenjahr gestartet. Das sieht schon richtig toll bei uns aus.

Das Wetter hat heute wieder richtig gut mitgespielt. Bis zum Nachmittag fast wolkenloser Himmel. Erst pünktlich zum Feierabend vom Michelmann bewölkte es sich. Die Sonne schien zwar weiterhin, aber es wurde deutlich frischer. Trotzdem haben wir noch unseren Nachmittagstee am Sitzplatz unter dem Apfelbaum zu uns genommen. So konnte der Michelmann gut sehen, was ich heute geschafft hat. Er erblickte es sogar ohne, dass ich ihn darauf hinweisen musste!

Heute hat der Michelmann ganz früh begonnen, die Welt zu retten und deshalb war er auch schon früh wieder zuhause. Also hatten wir auch eine Menge Zeit unser Abendessen vorzubereiten. Es gab ein ganz einfaches 3-Gänge-Menue. Einfach vorzubereiten, einfach lecker. Hmmm. Für das Entree haben wir für jeden eine Scheibe Brot vom Lieblingsbäcker mit passierten Tomaten bestrichen und darüber kleingewürfelten Knoblauch und geriebenen Käse gestreut und im Ofen gebacken. Das ist eine tolle Variante, nicht mehr frisches Brot zu verbrauchen. Es schmeckt einfach köstlich. Wichtig ist dabei, nur Oberhitze einzuschalten.

Die Hauptspeise habe ich in meinen Cocottes zubereitet. Ich habe sie mir aus einem meiner vielen Frankreichbesuche mitgebracht. Ich glaube, ich habe Ihnen schon einmal berichtet, dass ich mir gern praktische Urlaubsandenken mitbringe und so hat schon so manches Küchenutensiel aus Frankreich Einzug in meine Küche gehalten. Im letzten Sommer wurden die Cocottes dann auch in unserem Lande modern und überall zum Kauf angeboten.

Ich habe die Cocottes mit Chicoréeblättern ausgelegt, gefüllt mit gedünstetem Gemüse und übergossen mit einer Ei-Sahne-Masse. (Wenn Sie das Rezept möchten, melden Sie sich bitte.)

Leider ist das tolle Pink auf den Fotos nicht so toll zu erkennen. Der Michelmann meint zwar, wir könnten die Hauptspeise “Cocotte à la Greys Anatomie” nennen, aber ich finde es sieht gar nicht blutig aus.

Während die Cocottes im Ofen waren, haben wir unseren Salat vorbereitet. Unsere Gemüsekiste hatte wieder einen wunderbaren Feldsalat für uns, den wir mit Orangen, Champigons, Zwiebeln und gerösteten Sonnenblumenkernen anrichten.

Sie wissen ja, ich liebe Salate mit warmen Beilagen, und so hat mir dieser Salat, gewürzt nur mit Olivenöl und Balsamico, ganz famos geschmeckt.

Bevor wir aber den Salat verspeisten, servierte uns der Michelmann die Cocottes direkt aus dem Ofen.

Der Deckel sorgte dafür, dass die Ei-Sahne richtig fluffig wurde und das Essen ein bisschen wie ein Soufflé wirkte. Geschmacklich hat es uns beiden sehr gut geschmeckt.

Sie sehen, ein 3-Gänge-Menue im Hause Landgeflüster ist manchmal ganz einfach. Von den Zutaten, aber auch von der Zubereitung. Zu zweit ist es ganz flux fertig und dann hat man ganz viel Zeit, es gemeinsam zu genießen.

Heute abend werden wir wieder Schallplatten hören. Die Erste habe ich ganz gezielt ausgewählt und zwar für Sie. Es ist der Titelsong dieser LP. Weil Sie alle mitspielen! Vielen Dank dafür!

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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