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Und weil das so ist, hören der Michelmann und ich heute wieder Schallplatten und tanzen dazu! Wenn wir nicht gerade eine Pause brauchen.

Als liebende Ehefrau habe ich mir den Traum vom Michelmann sehr zu Herzen genommen. Nach unserem Nachmittagsbesuch bei unseren neuen Fastnachbarn und der anschließenden Einkaufstour versprach ich dem Michelmann ein richtiges Männeressen. Nach den vielen vegetarischen Speisen der letzten Woche sollte es endlich mal wieder Fastfood geben. Also holten wir auf der Rückfahrt noch ein wenig Fleisch von der Fleischtheke unseres Vertrauens und packten auch noch ein paar Kartoffeln mit ein. Das sind Produkte, die nicht in der heute gelieferten Biokiste zu finden sind.

Für den Michelmann gab es also Pommes mit Gyros und Tzaziki und für Frau Landgeflüster Pommes mit zwei übriggebliebenen Rote Beete-Petersilienwurzel-Möhren-Kartoffel-Knoblauch-Puffer und Tzaziki. Und damit auch der Michelmann genug Vitamine zu sich nimmt, gab es für uns beide auch noch Buttermöhren dazu.

Sehen Sie sich mal meinen Teller an:

Meine Puffer sehen bei diesem Licht fast wie panierte Schnitzel aus. Seien Sie also misstrauisch, wenn ich Sie während der Fastenzeit zum Schnitzelessen einlade! Sie könnte vitaminreicher sein, als sie aussehen!

Unsere Reise geht nun weiter. Brigitte ist unsere Reiseleiterin und sie stellt uns ein Rezept aus der Cajun-Küche vor. Lesen Sie also nun den Eintrag von Brigitte:

Flusskrebs-Etouffèe

Zutaten:
45 g Butter
180 g Cajun-Gemüse (s. unten)
1 Rote Paprikaschote (in feinen Streifen)
1 Tl Cajun-Gewürze (s. unten)
1 TL Selleriesalz
½ TL getrocknetes Basilikum
1 rote Chili
500 ml Meeresfrüchtefond
3 EL braune Roux (s. unten)
500 g Hummerschwänze (oder Flusskrebse)
3 Frühlingszwiebeln

Cajun-Gemüse:
1 große Gemüsezwiebel
1 grüne Paprikaschote
2 kurze Stangen Staudensellerie (ich kaufe eine Staude, putze und schneide sie und friere den Rest ein für Saucen aller Art oder Suppen)

Cajun-Gewürz
1 EL Knoblauchpulver
1 EL Zwiebelpulver
2 TL weißer Pfeffer
2 TL groß gemahler schwarzer Pfeffer
1 ½ TL Cayennepfeffer
2 TL getrockneter Thymian
½ TL getrockneter Oregano

Alle Zutaten vermischen und in einem Gewürzglas aufbewahren; statt Pulver kann auch Zwiebel- und Knoblauchsalz verwendet werden

Roux
Für die Roux benötigt man zu gleichen Teilen Öl und Mehl. Das Öl in einer schweren Pfanne erhitzen. Wenn es sehr heiss ist, ein Viertel des Mehls darüberstreuen und kräftig unterrühren, am besten mit einem Schneebesen mit einem langen Stiel. Nach und nach das restliche Mehl zugeben und weiterrühren, bis es die gewünschte Farbe angenommen hat. Die Mischung muss ständig leichte Blasen werfen Eine helle Roux, bei großer Hitze gerührt, braucht ca. 2 Minuten, eine rotbraune ca. 5 Minuten. Die Roux muss ständig gerührt werden, damit sie nicht anbrennt. Vorsicht: das Öl spritzt und kann zu Verbrennungen führen.

Aus diesem Grund bevorzuge ich eine klassische Mehlschwitze für das Gericht.

Zubereitung:

Cajun-Gemüse und Paprikastreifen 5 Minuten in Butter andünsten. Mit Cajun-Gewürzen, Selleriesalz und Basilikum sowie Chili würzen. Fond zum Kochen bringen, Roux einrühren und bei mittlerer Hitze 5 Minuten köcheln lassen (hier bereite ich eine Mehlschwitze zu, die ich mit dem Fond ablösche), Gemüse zugeben und 15 Minuten mitköcheln. Hummerstücke (Flusskrebse) und Frühlingszwiebeln und 3-4 Minuten gar kochen. Abschmecken. Auf gedämpftem weißem Reis servieren.

Etouffèe bedeutet wörtlich etwa „überhäuft“ und bezeichnet Gerichte mit viel Sauce. Statt den Flusskreben /Hummerschwänzen kann auch kleingeschnittenes Huhn verwendet werden.

Unter diesem Rezept bitte Ihre Kommentare für Brigitte.

Und hier geht es nun weiter nach Griechenland!

Der Michelmann hat mir heute am Frühstückstisch seinen Traum erzählt. Der war toll! Schade, dass ich nicht dabei war!!

Er träumte davon, dass wir unseren Dachboden aufräumten und ich dort ein Geschäft für ökologisch wertvolle Lebensmittel einrichten wollte. Daraus entwickelte sich dann ein Schnickeldiladen mit Dingen, wie sie ich selbst so gerne mag. Außerdem gab es zumindest ökologisch wertvolle Torten zu kaufen. Unterstützt wurde ich dabei von der liebsten Freundin und einer ehemaligen Kollegin.

Der Traum ging noch weiter: bei einem Fest im Heimatdorf vom Michelmann betreute die liebste Freundin einen Stand mit unseren Waren und besonders die Torten gingen weg wie warme Semmel. Der Michrlmann beobachte das Treiben und wurde plötzlich von seinem Freund aus Kindertagen angesprochen. Dieser meinte, es wäre doch besser statt Schnickeldikram und Torte lieber Döner im Wendland zu verkaufen! Es entbrannte eine heftige Diskussion, mit dem Ergebnis, dass Beide beschlossen, ökologisch wertvolle Sultaninen im Wendland zu verkaufen.

Ich erkenne an diesem Traum, dass der Michelmann in seinem Traum unsere Lebensmittelumstellung verarbeitet, unseren AKW-Protest, der sich in diesem Traum im Wendland widerspiegelt, und den Verzicht auf Fleisch während der Fastenzeit! Er verzichtet selbst zwar nicht unbedingt auf Fleisch, aber durch die vielen vegetarischen Speisen, die wir kochen, ist sein Fleischverbrauch extrem reduziert.

Ein wahrlich sehr faszinierender Traum, finde ich!

Herzlichen Glückwunsch und alles, alles Liebe zum Geburtstag

wünschen Dir von ganzen Herzen

der Michelmann und ich!

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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