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in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes. Ansprache, Schweigeminute, Zug durch die Innenstadt zum Wegweiser, Abschlußrede. Klein und familiär, aber doppelt so viele Teilnehmer wie am letzten Montag.

Bereits um 6 Uhr wurde es hell und trotz morgentlicher Kälte kündigte sich ein wunderschöner Tag an. Schöner kann der Frühling nicht beginnen!
Der Michelmann hat heute frei und deshalb hat Frau Landgeflüster spontan beschlossen, eine Stunde früher Feierabend zu machen und zum Michelmann in den Garten zu fahren. Diesen schönen Tag möchte ich richtig genießen. Heute Abend fahren wir gemeinsam zur Mahnwache in die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes.

Und jetzt, lieber Zug, fahr’ los! Bring mich Heim!

Achtung, heute gibt es wieder ein Essenseintrag im Landgeflüster mit viel zu vielen Fotos! Aber erst erzähle ich Ihnen noch von meinem Tag.

Der Michelmann hat an diesem Wochenende 16 Stunden die Welt gerettet und Frau Landgeflüster hat immerhin 10 Stunden im Garten gewerkelt. Teilzeittucke eben. Nachdem ich heute morgen zwar keine Schmerzen, aber doch Muskelkater verspürte, dachte ich, es wäre am schlausten, gleich wieder in den Garten zu gehen und weiterzumachen. Und so habe ich heute noch einmal vier Stunden gegen die doofen Gräser in den Beeten gekämpft. Ich muss zugeben, so fleißig bin ich noch nie in ein Gartenjahr gestartet. Das sieht schon richtig toll bei uns aus.

Das Wetter hat heute wieder richtig gut mitgespielt. Bis zum Nachmittag fast wolkenloser Himmel. Erst pünktlich zum Feierabend vom Michelmann bewölkte es sich. Die Sonne schien zwar weiterhin, aber es wurde deutlich frischer. Trotzdem haben wir noch unseren Nachmittagstee am Sitzplatz unter dem Apfelbaum zu uns genommen. So konnte der Michelmann gut sehen, was ich heute geschafft hat. Er erblickte es sogar ohne, dass ich ihn darauf hinweisen musste!

Heute hat der Michelmann ganz früh begonnen, die Welt zu retten und deshalb war er auch schon früh wieder zuhause. Also hatten wir auch eine Menge Zeit unser Abendessen vorzubereiten. Es gab ein ganz einfaches 3-Gänge-Menue. Einfach vorzubereiten, einfach lecker. Hmmm. Für das Entree haben wir für jeden eine Scheibe Brot vom Lieblingsbäcker mit passierten Tomaten bestrichen und darüber kleingewürfelten Knoblauch und geriebenen Käse gestreut und im Ofen gebacken. Das ist eine tolle Variante, nicht mehr frisches Brot zu verbrauchen. Es schmeckt einfach köstlich. Wichtig ist dabei, nur Oberhitze einzuschalten.

Die Hauptspeise habe ich in meinen Cocottes zubereitet. Ich habe sie mir aus einem meiner vielen Frankreichbesuche mitgebracht. Ich glaube, ich habe Ihnen schon einmal berichtet, dass ich mir gern praktische Urlaubsandenken mitbringe und so hat schon so manches Küchenutensiel aus Frankreich Einzug in meine Küche gehalten. Im letzten Sommer wurden die Cocottes dann auch in unserem Lande modern und überall zum Kauf angeboten.

Ich habe die Cocottes mit Chicoréeblättern ausgelegt, gefüllt mit gedünstetem Gemüse und übergossen mit einer Ei-Sahne-Masse. (Wenn Sie das Rezept möchten, melden Sie sich bitte.)

Leider ist das tolle Pink auf den Fotos nicht so toll zu erkennen. Der Michelmann meint zwar, wir könnten die Hauptspeise „Cocotte à la Greys Anatomie“ nennen, aber ich finde es sieht gar nicht blutig aus.

Während die Cocottes im Ofen waren, haben wir unseren Salat vorbereitet. Unsere Gemüsekiste hatte wieder einen wunderbaren Feldsalat für uns, den wir mit Orangen, Champigons, Zwiebeln und gerösteten Sonnenblumenkernen anrichten.

Sie wissen ja, ich liebe Salate mit warmen Beilagen, und so hat mir dieser Salat, gewürzt nur mit Olivenöl und Balsamico, ganz famos geschmeckt.

Bevor wir aber den Salat verspeisten, servierte uns der Michelmann die Cocottes direkt aus dem Ofen.

Der Deckel sorgte dafür, dass die Ei-Sahne richtig fluffig wurde und das Essen ein bisschen wie ein Soufflé wirkte. Geschmacklich hat es uns beiden sehr gut geschmeckt.

Sie sehen, ein 3-Gänge-Menue im Hause Landgeflüster ist manchmal ganz einfach. Von den Zutaten, aber auch von der Zubereitung. Zu zweit ist es ganz flux fertig und dann hat man ganz viel Zeit, es gemeinsam zu genießen.

Heute abend werden wir wieder Schallplatten hören. Die Erste habe ich ganz gezielt ausgewählt und zwar für Sie. Es ist der Titelsong dieser LP. Weil Sie alle mitspielen! Vielen Dank dafür!

Nach Surinam geht es nun nach Mallorca! Unsere Reiseleiterin ist wieder Miss Zwopi, die uns ja bereits einmal nach Kanada geführt hat. Für die Verspätung bin ich verantwortlich, denn die Etappe hätte gestern schon erscheinen sollen. Entschuldigung, aber vielleicht haben Sie es bemerkt, gestern habe ich gar nicht gebloggt. Aber jetzt! Lesen Sie nun den Eintrag von Miss Zwopi:

Unsere kulinarische Reise geht heute nach Spanien, auf die Balearen-Insel Mallorca…Reist man außerhalb der deutschen Ferienzeiten und fernab desBallermann, ist diese Insel wirklich ein Traum. Das Gericht, dass ichvorstellen wollte, passt dazu: sommerlich leicht und sehr aromatisch, ebenMallorca.

Wie komme ich zu diesem Rezept? Als wir vor 10 Jahren auf Mallorca waren,wollten wir, wie immer bei solchen Anlässen, unseren Freunden von unserenErlebnissen erzählen… nein, nicht endlos Videos anschauen und Fotosbetrachten, sondern einfach unsere Reiseerlebnisse erzählen… Dasmachen wir gern und dazu gibt es abends ein leckeres Essen, eine schöneFlasche Wein – und möglichst findet das dann auch an einem lauenSommerabend statt…

Ein landestypisches Essen, wie Paella, wollten wir aber nicht kochen, hateh schon jeder irgendwann gegessen – und genau in diesem Moment habeich in einer Illustrierten das „Mallorquinische Hähnchen“entdeckt. Das Essen war ein großer Erfolg – und seitdem wird es oftvon unseren Gästen gewünscht, mindestens einmal im Sommer ist Pflicht,meistens wird es aber zweimal pro Sommer gekocht.

Mallorca verbinden die meisten mit Sommer und Sonnenschein– und ein Sommeressen ist es auch, denn so richtig fein schmeckt es nur mit frischen Kräutern: Das Essen bekommt den richtigen Pep durch die Mittelmeerkräuter Basilikum, Rosmarin und Thymian.

(Alle Zutaten für 4 Personen – und für Frau Landgeflüster habe ich die fluxe Variante gewählt):

  • 1 Dose (425 ml) geschälte Tomaten
  • 1 Bund Basilikum
  • 2 kräftige Zweige Rosmarin
  • 5-8 Zweige Thymian
  • 100 g Schalotten
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 unbehandelte Zitronen
  • 3-4 EL gutes Olivenöl (das aber erhitzt werden kann!)
  • Salz
  • Pfeffer
  • schwarze Oliven (75 g)
  • 8 bis 12 Hähnchenfilets

(ich nehme immer 12 Filets für 4 Personen, das Essen lässt sich gut aufwärmen und man muss beim Essen nicht Angst haben, dass es knapp wird)

Für das Originalrezept nimmt man übrigens 1 küchenfertiges Hähnchen (1-2 kg); man kann auch Hähnchenschenkel oder – unterschenkel verwenden – die Haut sollte aber auf jeden Fall entfernt werden!

  • ½ Liter Hühnersuppe instant

Zubereitung:

1. Tomaten in einem Sieb abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen, Tomaten in Stücke schneiden und wieder in den Saft geben

2. Je die Hälfte von Basilikum, Rosmarin und Thymian hacken, Schalotten und Knoblauch schälen und beides in Scheiben schneiden, eine Zitrone waschen, abtrocknen und in Spalten schneiden

3. Hähnchenfilets abwaschen, trocknen und evtl. „putzen“, Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen und die Hähnchenteile darin kräftig anbraten. Schalotten und Knoblauch zufügen und kurz mit braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Hühnersuppe, Tomatenstücke und –saft, Oliven, Zitrone und Kräuter zufügen. Zugedeckt 40 bis 45 Minuten schmoren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Auf einer tiefen Platte anrichten, mit frischen Kräuterzweigen und frischen Zitronenspalten (zubereitet wie oben) dekorieren.

Dazu schmeckt selbstgebackenes Roggenbrot , das Weißbrot „Parisienne“ oder Stangenbaguette sehr gut.

(Hinweis für Tomatenhasser: das Gericht schmeckt auch ohne Tomaten, dann muss man aber die Hühnerbrühe verdoppeln – und es ist dann leider auch nicht so farbenfroh).

Für Kalorienzähler: 540 Kcal

Guten Appetit!

Unter diesen Eintrag bitte Ihre zahlreichen Kommentare für Miss Zwopi! Und hier geht es zur nächsten Etappe!

Den heutigen Tag habe ich im Garten verbracht und auch jetzt, um kurz vor 5, sitze ich noch in meinem Gartenwohnzimmer und freue mich über diesen traumhaft schönen Tag hier zu hause.

Der Michelmann hat das Haus kurz nach neun verlassen, weil er an diesem Wochenende die Welt retten muss. Nachdem ich noch ein bisschen gebügelt und im Haus gewerkelt habe, bin ich um zehn in den Garten gegangen, um unseren Bauerngarten für das Gartenjahr vorzubereiten. Das war mein Plan für heute.

Dass ich das erste Mal in diesem Monat ganz schmerzfrei aufgewacht bin, hat mich so dermaßen motiviert, dass ich vier Stunden im Bauerngarten gewerkelt habe. Unterbrochen nur von einem Mittagessen…

… und einer recht kurzen Apfel-Pause, ….

… die lesenderweise im Gartenwohnzimmer verbrachte. Windgeschütz.

Für jedes der vier Beete des Bauerngartens brauchte ich eine Stunde. Mich hatte der Ehrgeiz gepackt, alles ganz sauber zu machen. Ich werde später im Gartengeflüster das Ergebnis präsentieren. Nachdem ich mit dem Bauerngarten zufrieden war, habe ich mir ein paar Zeitschriften geschnappt und mich ein wenig erholt.

In der ersten Zeitung las ich einen netten Artikel über den Frühling im Garten und wie man das Gartenjahr beginnen könnte. Irgendwie zog es mich wieder magisch in die Beete. Es haben sich eine Menge Gräser in den Beeten im großen Gartenteil breit gemacht und auf die habe ich mich gestürzt. Die richtige Arbeit, um den Gedanken freien Lauf zu lassen. Mein Gedanke schweiften zu dem gestrigen Artikel von der Freidenkerin und darüber hinaus dachte ich darüber nach, wie sich die Welt nach der furchtbaren Katastrophe in Japan verändert hat.

Während ich versuchte meine kleine private Welt zu verschönern, kam mir der Gedanke, welche Chance sich uns allen in diesen Tagen auftut. Der Michelmann und ich haben ja keine Kinder, denen wir unser Haus und den Garten vererben können. Aber dennoch bin ich jeden Tag bestrebt, dieses kleine Stückchen Heimat zu verschönern und in aller Linie uns, aber damit ja auch demjenigen, der nach uns hier einmal wohnen wird, einen Ort zu bereiten, an dem er hoffentlich genauso glücklich und zufrieden leben kann, wie wir.

Es sollte unser aller Anliegen sein, nicht nur die eigene kleine Welt zu verbessern, sondern auch die große Erde, die wir unseren Nachfahren vererben werden. Ich freue mich sehr, dass ich täglich 1-2 Mails erhalte, in denen mir Leser schreiben, dass sie angeregt durch den ein oder anderen Eintrag im Landgeflüster ihren Stromanbieter gewechselt haben. Als ich im letzten November über den Castortransport und der Demo in Dannenberg schrieb, meldeten sich auch der ein oder die andere. Aber da war die Situation noch eine andere, deshalb waren es nicht so viele. Trotzdem machte es mich schon damals total glücklich und auch ein ganz bisschen stolz, weil ich das Gefühl hatte, zumindest ein ganz klein bisschen dazubeizutragen, dass unsere Welt vielleicht ein bisschen besser wird.

Seitdem ich mich mit 14 nach meiner Konfirmation der Friedensgruppe unserer Kirche anschloss, mache ich mir Gedanken über den Beitrag, den ich als einzelner Mensch für diese Welt leisten kann. Ich komme aus einer Generation, in der Sätze wie „Jute statt Plastik“ usw. geprägt wurden. Und dieser Wunsch ein Weltverbesserer zu sein, ist seitdem in meinem Herzen verankert.

Ich bin froh, dass der Michelmann genauso tickt wie ich. In den 15 1/2 Jahren, die wir nun zusammen sind, haben wir unsere Lebensweise gemeinsam ganz konsequent verändert. Klar, manche Dinge sind schon immer ganz selbstverständlich. Einkauf nie ohne Einkaufskorb oder -kiste, Mülltrennung, Licht ausschalten, kein Gerät auf standby,  Joghurt und Milch wenn möglich in Mehrwegglasflaschen kaufen, usw. usf. Da ich seit Jahren Mitglied bei greenpeace bin, lag es nahe, auch den Strom von greenpeace energy zu beziehen.

Aber einige Dinge haben wir erst in den letzten Jahren richtig konsequent geändert. So ernähren wir uns seit dem letzten Herbst komplett nur noch mit Bioland- und Demeter- Produkten. Sie wissen ja, dass wir beide sehr gern kochen und noch lieber essen. Unabhängig davon, dass uns diese Lebensmittel wesentlich besser schmecken, es macht einfach Spaß, sich mit so hochwertigen Produkten zu beschäftigen. Wir kochen wesentlich kreativer und abwechslungsreicher als früher. Und ein Einkauf im Hofladen oder kleinen Biosupermarkt macht einfach viel mehr Spaß als sich beim Discounter durch die Billigmassenprodukte zu wühlen.

Die Herstellung dieser Lebensmittel dient auch der Umwelt. Natürlich macht es Sinn soweit wie möglich auf regionale Produkte zurückzugreifen. Schade, dass nicht jeder die Möglichkeit hat, wie wir hier mit unseren Hofläden und Bioproduzenten im Landkreis. Ich bin dankbar, dass wir beide diesen Luxus haben, der uns unsere Lebenweise so vereinfacht. Vielleicht ist dies auch überhaupt der Grund, warum wir sie gewählt haben. In einer großen Stadt ist es leider nicht so einfach. Aber es gibt so viele ganz kleine Dinge, mit denen wir die Welt verbessern können. Und viele kleine Teilchen zusamengesetzt, ergeben ein großes Puzzle. Wollen wir gemeinsam die Welt verbessern? Ich finde, es ist eine schöne Aufgabe, gemeinsam dafür zu sorgen, dass die nachfolgenden Generationen ohne Angst in die Zukunft schauen können.

Wenn Sie bereits länger im Landgeflüster lesen, wissen Sie, dass unser kleines Häuschen um die 130 Jahre alt ist. Und wie es in alten Häusern so ist, spukt es bei uns. Auch davon habe ich Ihnen das ein oder andere Mal berichtet. Manchmal sind es ganz kleine Signale, die unser Hausgeist sendet.

Seit einigen Monaten hat sich unser Hausgeist unsere Esszimmerlampe als Medium ausgesucht. Meine schöne Lieblingslampe mit den kleinen Eiswürfeln, die auf Berührung heller oder dunkler geregelt werden kann.

An irgendeinem Tag im letzten Herbst begann der Spuk in eben dieser Lampe. Wenn man den Lichtschalter anklickt, geht die Lampe an, wird heller, wird dunkler, geht aus, geht wieder an, wird heller, wird dunkler und immer so weiter. Ich glaube, ich schrieb auch schon einmal davon. Der Michelmann tauschte die elektrischen Innereien der Lampe aus, kaufte sogar ein neues Steuerungsnetzgerät. Aber nichts da, der Geist ließ sich nicht vertreiben. Auch ein Anruf bei dem Hersteller dieser nicht ganz billigen Lampe brachte keinen Erfolg. Funkstrahlen sollen für dieses Phänomen verantwortlich sein. Hm, nun ja. Es folgte der Winter und wir machten es uns mit vielen Kerzen und den kleinen Lampen gemütlich, die zusätzlich im Esszimmer stehen. So konnten wir das Licht verschmerzen, auch wenn die Esszimmerlampe die einzige Deckenlampe im Hause Landgeflüster ist, die wirklich helles Licht wirft. Einer der Gründe, warum es mit meiner Näherei noch nicht wirklich vorangegangen ist und meine Fotos oft unscharf sind, weil ich ja nicht gern blitze.

Gestern rief ich den Michelmann von der Arbeit aus an und er erzählte mir, dass er die Lampe abgebaut hätte und im Kaminzimmer angeschlossen hätte. Und, was soll ich sagen? Der Hausgeist ist nicht mitgezogen. Im Kaminzimmer funktioniert die Lampe einwandfrei. Das erfreut mein Herz sehr, denn nun hoffe ich, kann uns der nette Elektriker im Dorfe ganz fix helfen, den Stromkreis im Esszimmer so zu richten, dass meine Eiswürfel bald wieder leuchten.

Bin gespannt, was sich unser Hausgeist als nächstes ausdenkt…

Vielen Dank für diese wunderschöne Überraschung! Da ist es gar nicht schlimm, dass kurz vor dem Frühlingsanfang der Novemberregen Einzug gehalten hat. Ich werde mir die CD am Wochenende anhören, wenn der Michelmann die Welt rettet. So richtig gemütlich werde ich es mir machen. Hach, ich freue mich darauf. Gartenglück klingt ganz wunderbar!

Gefreut habe ich mich auch über eine Entdeckung im Hofladen meines Vertrauens. Diesen gar sehr so leckeren Käse habe ich in Bio-Qualität noch nie in unserem Lande gesehen und jetzt brauche ich nur ins Nachbardorf zu radeln. Ich mag den wirklich sehr gern, seitdem ich ihn vor vielen Jahren in Frankreich verspeiste.

Wunderbare Erinnerungen an viele schöne Sonnenuntergänge am Strand mit Rotwein und Käse.

Das erste Mal habe ich mich heute aber schon gleich nach dem Aufwachen gefreut. Natürlich freue ich mich jeden Tag gleich nach dem Aufwachen, weil ich ja immer als erstes den Michelmann sehe, aber das meine ich nicht. Nein, ich konnte mich gleich noch einmal freuen: Der Radiomann erzählte uns nämlich, dass die Zugführer erstmal aufhören mit ihren Streiks. Das ist ganz famos, weil ich dadurch eine Menge Zeit habe für schönere Dinge als auf Züge warten oder im Stau stehen. Hoffentlich sind sie die ganze nächste Woche so nett. In der Woche rettet der Michelmann nämlich früh am Tage die Welt und kann mich jeden Tag vom Bahnhof abholen. Wir haben also ganz viel Zeit füreinander und dann wäre es ja doof, wenn ich erst viel später nach Hause käme. Zumindest heute hat diese Meldung bewirkt, dass ich froh in den Tag gestartet bin.

Ich hoffe, Sie hatten heute auch den ein oder anderen Glücksmoment. Wenn nicht, freuen Sie sich vielleicht darüber, dass der Fernsehmann gerade Sonne für Sonntag und Montag angekündigt hat. Das wäre doch wunderbares Wetter für den Frühlingsanfang.

Nachtrag: Die nächste Etappe ist eingestellt!! Auch das Rezept klingt ganz wunderbar!

  • Heute noch kein Zugführerstreik. Dafür sorgte eine Person dafür, dass zwei Stunden keine Züge aus der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes in die große Stadt fuhren, in dem sie sich vor einen Zug stürzte.
  • Morgen hoffentlich auch kein Streik. Hoffen wir, dass sich beide Parteien aufgrund der aktuellen Weltsituation auf eine Schlichtung am Verhandlungstisch ohne Streik einigen.
  • Mich überfordern die vielen unsortierten und ungefilterten Informationen aus Japan. Zuverlässige Informationen gibt es keine und trotzdem lese, höre, sehe ich ununterbrochen irgendwelche neuen Meldungen über wahrscheinliche, vermutliche und eventuelle neue Ereignisse und Auswirkungen. Ich schränke diese Informationsflut bewusst ein.
  • Der Michelmann arbeitet in dieser Woche ja wieder bis spät in die Nacht und hatte deshalb vor der Arbeit die Zeit, den Tisch aufzubauen, den wir gestern gekauft haben.
  • Als wir gestern auf den schwedischen Parkplatz fuhren, dachten wir, dass Geschäft wäre geschlossen. Ein fast leerer Parkplatz vor einem blau-gelben Schweden am Nachmittag mitten in der Woche. Das ist ein Widerspruch in sich. Der Schwede aber empfing uns und da keine Autos auch keine Kunden bedeutet, waren wir nach 15 Minuten wieder im Auto.
  • Der Besuch bei der Lieblingsschwester war so nett. Wir haben Tee geschlürft und hatten uns ganz viel zu erzählen. Sie hat so tolle Jungs, die uns köstlich unterhalten haben.
  • Heute einen langen Arbeitstag, weil der Chef mich darum gebeten hat. Mache ich gern, weil die ein oder andere Überstunde kann ich auch gebrauchen. Wer weiß, ob noch gestreikt wird…
  • Dafür habe ich nach der Arbeit in der großen Stadt einen Bekannten aus der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes getroffen, der mich mit dem Auto mitgenommen und bis vor die Haustür gefahren hat. So war ich genauso früh zuhause wie mit dem Zug, konnte aber viel bequemer sitzen und mich auch noch nett unterhalten.
  • Kurz vor dem Frühlingsbeginn wird es wieder winterlicher und sehr trübe. Schade.
  • Zum Abendessen Curry-Streckrübensuppe und zwei Scheiben Landbrot.
  • Wenn die Bewegungsmelder im Garten angehen, kann es ein mordener Einbrecher sein oder ein Vogel. Eben war es ein Vogel. Das freut mich sehr.
  • Mein aktuelles Buch ist wieder eine Empfehlung meiner Lieblingsbuchempfehlerin. „Sams Briefe an Jennifer“ von James Patterson liest sich wirklich gut, liebe Frau Sandiego!
  • Eben blättere ich durch die Fernsehzeitung, weil der Fernseher heute mir gehört. Wissen Sie, was am Samstag auf ErTeEllZwo kam? „Atomic Twister: In einem Atomkraftwerk fällt der Strom aus, es droht eine Kernschmelze…“ und „10.5 Apokalypse: Die Folgen eines Erdbebens der Stärke 10,5 stürzen die USA in ein Chaos….. auf der Bruchkante steht ein Atomkraftwerk…“ Unglaublich.
  • Heute kommt kein Fernsehfilm für mich. Aber bestimmt habe ich noch eine ungesehene Folge von „Inas Nacht“ und „Inspector Barnaby“ sowieso. Vielleicht lese ich aber auch.
  • zuhause ist schön. Sofa, ich komme.

Geht es Ihnen auch so? Bei allem, was ich mache oder plane, frage ich mich, ob es der aktuellen Situation angemessen ist oder nicht. Ich bin so erschüttert, dass ich ununterbrochen an Japan und die möglichen Folgen denke. Manchmal muss ich mir regelrecht auf die Lippen beißen, um nicht loszuheulen. Gleichzeitig denke ich, dass niemanden geholfen ist, wenn ich den Kopf in den Sand stecke und regungslos zuhause auf dem Sofa sitze. Also mache ich doch Dinge, die mir zwar keinen Spaß machen, aber mir anderseits dennoch wichtig sind. Wir sind heute Nachmittag zum Beispiel mit der Lieblingsschwester und ihrer Familie verabredet. Meine Schwester sehe ich nur alle paar Wochen, weil sie nicht in der Nähe wohnt und deshalb freue ich mich auch auf unser Wiedersehen. Aber freudig erregt wie sonst bin ich nicht. Wir möchten diesen Besuch auch mit einem Einkauf beim blau-gelben Schweden verbinden, weil der ganz in der Nähe von ihr ist. Von uns aus sind es fast 100 Kilometer, daher ist eine Fahrt zum Schweden immer ein bisschen aufwendiger. Mir ist natürlich kein bisschen nach Shopping, aber wir möchten uns ja einen Tisch für das Gartenwohnzimmer kaufen. Also werden wir ganz kurz anhalten, den Tisch rausholen und dann weiter zu meiner Schwester fahren. Irgendwie habe ich ein schlechtes Gefühl dabei, mir mein GWZ herzurichten, aber anderseits ist mein Garten und mein Haus nun mal nach dem Michelmann meine größte Leidenschaft. Alles doof.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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~japanische Weisheit~

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