Sie wissen ja, dass ich “meine” große Stadt schon ziemlich ins Herz geschlossen habe und gern auf Entdeckungstour gehe. Gespannt war ich auf den Stadtteil Linden, über den ich vor einigen Monaten eine schöne Reportage im regionalen Fernsehen sah. Damit wir nicht ganz ziellos durch die Straßen laufen, habe ich mir auf der Lindener Homepage die Route der MixTour ausgedruckt. “ein Lehrpfad, der kulturhistorische und stadtökologische Themen verbindet” , das klingt doch ziemlich interessant.

Wenn Sie mögen, folgen Sie mir auf unserem Spaziergang durch Linden. Nicht jede Station kann man wirklich besichtigen. Aber für alle gibt es eine Schautafel und die zeige ich Ihnen bei den Sehenswürdigkeiten, die nicht zu sehen sind. Ausführlichere Informationen zu den allen Stationen finden Sie hinter dem o.a. Link “MixTour”
Beginnen wir unseren Spaziergang bei der Martinskirche:

Wir haben von dort aus gleich einen Abstecher zum “Von-Alten-Garten” gemacht, der nach seinen früheren Besitzern, der Familie von Alten benannt ist. Diese Statue haben wir am Rand des Gartens gefunden.

Dies ist die Von-Alten-Buche, ein 35 Meter hohe Rotbuche. Vor ungefähr 200 Jahren wurden drei Jungbäume in ein Pflanzloch gesetzt, die im Laufe der Zeit zu diesem Baum verwuchsen.

Die zweite Station ist der ehemalige Standort des Kalkbrennerhäuschen. Leider wurde es 1969 abgerissen und die IGS Linden dort errichtet, ein gar hässlicher 70er-Jahre-Bau.

Hier amüsierte ich mich das erste Mal darüber, dass ich auf der Tour etwas ansehen sollte, was es gar nicht gibt. Auf der anderen Straßenseite genau gegenüber liegt eines der ältesten Fachwerkhäuser Lindens. Es ist der dritte Anlaufpunkt der MixTour.

Ein Stückchen weiter ist die nächste Sehenswürdigkeit, die “Villa Osmers” . Sie wird auch “das Lindener Schlösschen” genannt und ist jetzt in Privatbesitz.

Station fünf ist der Wasserhochbehälter, auf dem sich Teleskope der Volkssternwarte befinden. Hier stand früher ein Berggasthaus, denn dies ist der höchste Punkt Lindens (89 Meter). 1878 wurde der Wasserhochbehälter errichtet, der noch heute Wasser liefert. 1968 wurde die Volkssternwarte gegründet. Der Wasserhochbehälter ist wahrlich kein attraktives Gebäude, deshalb habe ich diesen Ausschnitt gewählt:

Ganz in der Nähe befindet sich die sechste Sehenswürdigkeit, der Jazz-Club Linden, der sich das Gebäude mit dem “Mittwochs-Theater” teilt. In diesem Gebäude treffen sich seit der Kaiserzeit Jugendliche. Seit Mitte der 60er Jahre befindet sich der Jazz-Club im Keller. Im Obergeschoss ist das Theater, das ursprünglich nur mittwochs geöffnet hatte.

Die siebte und letzte Station diesen ersten Teils ist der “Lindener Turmgarten” Hier befindet sich hier ein Biergarten, in dem im Sommer eine Menge los sein soll. 1392 wurde hier ein Wehrturm errichtet, der. 1650-52 zu einer Mühle umgebaut wurde, die 1927 den Betrieb einstellte.

Nun haben wir die Hälfte geschafft und damit Sie sich ein wenig ausruhen können, machen wir jetzt eine Pause. Morgen werden wir die nächsten sieben Stationen besuchen. Ich hoffe, Sie sind dann wieder mit dabei!


7 Kommentare
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April 18, 2011 um 16:47
Jule
Kleine korrigierende Anmerkung: Die von Dir beschriebene “Marktkirche” heißt “Martinskirche”!
April 18, 2011 um 17:54
Frau Landgeflüster
Oh, wo war ich nur mit meinen Gedanken? Danke, ich habe es gleich berichtigt.
April 18, 2011 um 17:51
Brigitte
und da denkt man immer, Hannover wäre so eine dröge Beamtenstadt. Das sind ja wirklich ganz lauschige Ecken!
LG Brigitte
April 18, 2011 um 18:09
Frau Landgeflüster
Hallo liebe Brigitte,
schön, dass Du wieder da bist. Wie war der Urlaub?
April 18, 2011 um 19:59
Brigitte
Stürmisch, aber unendlich erholsam! Und natürlich Krabben und Fisch satt
Ich hätte noch so zwei bis drei Monate bleiben können!
LG Brigitte
April 18, 2011 um 20:06
Frau Landgeflüster
April 18, 2011 um 20:55
freidenkerin
Danke für’s Mitnehmen auf diese Tour auf und um den Lindener Berg!
Herzlichst!