Ich hoffe, Sie haben sich gut von unserem Spaziergang durch Linden erholt und Lust, auch den zweiten Teil der “MixTour” mitzuwandern.
Die achte Station befindet sich nur wenige Meter vom Lindener Turmgarten entfernt. Es ist ein Aussichtsplatz, von dem aus Sie bis zum Deister schauen können.

Im Vordergrund sehen Sie einen Kleingartenverein, von denen es hier einige gibt und die neunte Station unserer Route ist. Ich bin ja nicht so ein Fan von Kleingartenvereinen, weil ich kein Vereinsmensch bin und mir bei der Gestaltung meines Gartens ungern Vorschriften machen lasse. Aber ich muss zu geben, viele Gärtchen mit ihren kleinen Häuschen waren wirklich nett. Kein bisschen spießig oder strebsam, sondern individuell und teilweise sehr naturnah.

Der zehnte Ausflugspunkt ist ein Teich, in dem bedrohte Amphibienarten und Erdkröten leben. Wir hörten das Quarken der Kröten, auch wenn wir sie durch das hohe Schilf nicht sahen.

Station elf ist die “Ruderalfläche” Diese Bezeichnung leitet sich ab von ruderal = latheinisch rudus: Schutt. Hier wurde 1974 die Erde vom U-Bahn-Bau aufgebracht. Seitdem wird dieses Arreal sich selbst überlassen, damit sich die Pflanzenwelt allein weiterentwickeln kann (=Sukzession).

Der zwölfte Ausflugspunkt ist der “Botanische Schulgarten” , der leider auch nicht zu besichtigen ist.

Also geht es gleich weiter zur dreizehnten Station, dem Lindener Bergfriedhof. Dieser Friedhof wurde 1862 errichtet, verloraber 1908 an Bedeutung, nachdem der Ricklinger Friedhof als “Zentralfriedhof Linden” angelegt wurde. Seit 1965 finden hier nur noch ganz vereinzelt aufgrund bestehender Beisetzungsrechte Bestattungen statt.
Auf dem Gelände des Bergfriedhofs befindet sich der “Küchengartenpavillon” Dieser Pavillon stand früher in einem der großen Obst- und Gemüsegärten der Welfen und wurde 1913 hierhin umgesetzt.

Wir werden auf jeden Fall im nächsten Frühjahr noch einmal wiederkommen. Denn dann verwandeln viele, viele Scilla-Blüten den Bergfriedhof in ein blaues Blütenmeer. Ein Foto davon war am Pavillon zu bestaunen.
Die letzte Station der MixTour ist der Eiskeller. Wieder eine Attraktion, die nicht zu sehen ist. Es handelt sich um Keller, in der 1850 die Lindener Brauerei Eis lagerte. Von 1934 bis 2000 wurden in diesen Kellern Champigons gezüchtet. Während des zweiten Weltkrieges suchten bis zu 3000 Lindener Bürger dort Schutz.

Tja, und mit dem Blick auf diese Schautafel endet die MixTour. Ich hoffe, Ihnen hat die Tour gefallen, auch wenn es insgesamt nicht so viel für Sie zu sehen gab. Für die MixTour haben wir ca. 90 Minuten benötigt, inklusive Picknick und Fotopausen.
Der Michelmann und ich, wir werden noch öfter nach Linden fahren, um es noch besser kennenzulernen. Wir waren auch noch ein wenig in den Geschäftsstraßen und auf dem Markt unterwegs und der erste Eindruck ist sehr positiv. Deshalb ich freue mich auch einmal mehr, in dieser schönen Stadt arbeiten zu dürfen. Wer hätte vor 13 1/2 Monaten gedacht, dass die große Stadt so vielseitig ist? Schön das.


3 Kommentare
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April 19, 2011 um 17:37
freidenkerin
Danke für’s Mitnehmen auf diese interessante und kurzweilige Tour! :-D
Liebe Grüße!
April 19, 2011 um 19:57
juniwelt
Interessante Ecken hast Du da endeckt :-)
April 19, 2011 um 20:25
Frau Landgeflüster
Freut mich, wenn es Euch gefallen hat. :-)