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Ich wollte Ihnen ja noch die Geschichte von meinem Fast-Herzinfarkt erzählen. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Frau Landgeflüster entspannt sich im GWZ. Sie liest ein bisschen, schläft ein bisschen und liest dann wieder. Auf einmal kommt eine heftige Windböe, ich meine eine richtig heftige Böe, begleitet von einem sehr lauten Knall. Hab ich mich verjagt! Genauso schnell wie die Windböe kam, war sie wieder vorbei und es wurdenwieder windstill als ob nicht gesehen wäre.

Der Knall kam von unser Windschutzwand, die um die 40 Kil0 wiegt! Sie stand total sicher auf den festgestellten Rollen und hatte sich an den stürmischen Tagen vorher nicht einen Millimeter bewegt. Heute war es ja bis zu diesem Windstoß fast windstill im Garten Landgeflüster.

Unglaublich, welche Kraft diese einzelne Böe hatte! Sofort fiel mir die Windrose ein, die vor einigen Jahren eine Schleise durch unseren Garten gefegt und ein Beet total verwüstet hatte. Die Natur ist und bleibt eben der Bestimmer!

Ich mag französische Filme, liebe Gärten und bin gern in Südfrankreich. Klar, dass ich heute diesen Film gucke. Wir werden sehen, ob ich danach diese drei Dinge auch noch so großartig finde…

Weil die privaten Bahnen heute in Norddeutschland wieder bestreikt werden, dachte sich Frau Landgeflüster, dass es schlau wäre, eine Stunde früher ins Wochenende zu starten, um dem größten Chaos zu entgehen. Freitags sind die Züge sowieso immer viel voller und wenn dann die blau-gelben Züge nicht fahren… Also wählte sie einen Zug, der in der großen Stadt eingesetzt wird und nicht schon viele Reisende aus dem Süden mitbringt. Das war eine weise Entscheidung, denn auf dem Bahnhof war es sehr voll. Als erfahrende Pendlerin weiß Frau Landgeflüster ganz genau, wo sie stehen muss, um als Erste einsteigen und in Ruhe einen Platz wählen zu können. Das klappt zu 90 % und wenn es einmal nicht klappt, dann liegt es sicherlich daran, dass der Zugführer eben nicht so erfahren ist wie Frau Landgeflüster.

An so einem Tag wie heute, möchte Frau Landgeflüster natürlich noch lieber früh einsteigen, damit sie es sich im Zug so richtig gemütlich machen kann und nicht stehen muss. Denn heute waren nicht nur die „normalen“ früh ins Wochenende startenden Pendler und Wochenendheimreisenden unterwegs, sondern auch viele Reisende, die zu Beginn der Osterferien in den Urlaub fahren wollen. Für mich ganz ungewohnt, weil es um diese Zeit wochentags am Bahnsteig immer sehr leer und freitags zwar voller, aber nie so voll ist. Dieses Mal hat der Zugführer wieder sehr gut eingeparkt und so hatte ich schnell einen schönen Platz und konnte das Treiben um mich herum beobachten. Sie glauben gar nicht, wie agressiv Menschen werden können, wenn es um die Wahl der Sitzplätze geht. Und wie unbeholfen. Alle Plätze im Abteil waren sehr schnell belegt und von beiden Seiten drängten weitere Reisende mit großen Koffern und Taschen herein. Es ging nicht mehr vorwärts und nicht mehr zurück. War das ein Gekeife und Geschimpfe. Ich habe mir davor ein bisschen Ruhe mit Herrn Grönemeyers grandioser neuer CD gegönnt und nur noch zugesehen. Schade, dass ich keine Kamera dabei hatte, es wäre ein wahrlich ulkiger Film geworden. Irgendwann, da waren wir schon einige Zeit unterwegs, hatte sich das Chaos aufgelöst und Ruhe kehrte ein. Das war der Augenblick, in dem ich mich von Herrn Grönemeyer verabschiedete und mein Zugbuch herausholte.

Der Michelmann musste gerade zu der Zeit anfangen die Welt zu retten, als ich in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes ankam. Das war sehr praktisch, denn so konnten wir uns noch einmal treffen und küssen konnte er meinen Parkplatz haben. Zuhause bin ich gleich ins GWZ gegangen, gut versorgt mit zwei fetten Scheiben frischem Landbrot mit Butter und Käse. Mein Zugbuch habe ich liegenderweise gut gepolstert auf der Bank weitergelesen und auf einmal wurde ich ganz müde. Und so schlief ich ein und erwachte erst wieder nach einer Stunde. So entspannend ist es im Gartenwohnzimmer! Das Buch habe ich noch zu Ende gelesen, bevor ich ins Haus gegangen bin. Es waren heute nur 12,7 ° C im Garten Landgeflüster, aber gefühlt war es wärmer und das ist gut so.

Wenn der Michelmann kurz nach zehn nach Hause kommt, werden wir Lieblingstag feiern. Vor uns liegt ein freies Wochenende ohne Termine und Verpflichtungen. Geplant haben wir für morgen eine Entdeckungsreise in Linden, einem Stadtteil der großen Stadt, der ganz toll sein soll. Darauf freue ich mich schon sehr. Ich werde meinen Fotoapparat mitnehmen und Ihnen hoffentlich schöne Fotos mitbringen. Der Michelmann freut sich noch mehr auf unseren Ausflug, weil er ja so gerne Zug fährt. Für ihn ist es viel aufregender, weil er ja nicht jeden Tag fahren darf.

Heute habe ich Ihnen noch ein paar Fotos aus dem GWZ mitgebracht. Das IwiPhone-Foto von heute Nachmittag ist leicht unscharf, deshalb zeige ich Ihnen diese:

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Und warum ich heute Nachmittag fast einen Herzinfarkt bekommen habe, erzähle ich Ihnen später.

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Die 24. Etappe leitet Annemie, die uns von Griechenland nach Südafrika entführt. Sehen Sie hier das Rezept mit ihren Fotos:

Bobotie ~ Südafrikanischer Hackfleischauflauf für 8 Personen

Ich habe das Gericht 2001 zum ersten Mal in Südafrika gegessen und zwar bei Freunden in der Nähe von Kapstadt am letzten Abend unseres Besuches dort. Ich muss dazusagen, dass es mir damals nicht so sehr geschmeckt hat wegen der gekochten Bananen, die im Auflauf waren. In der Nacht bekam ich furchtbare Bauchschmerzen und ich dachte zuerst, diese kämen vom Auflauf. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war die Ursache der Schmerzen eine light Cola (unbekannte Marke) mit einem Süßstoff, den ich nicht vertragen habe. Letztes Jahr waren mein Mann und ich bei einer früheren Kollegin und Freundin eingeladen und sie hatte Bobotie für uns zubereitet. Ich war begeistert davon, denn sie hatte das Rezept in anderer Form zubereitet, nämlich die Bananen frisch aufgeschnitten und kalt als Beilage gereicht. Das fand ich sehr lecker.

Zutaten:

2 altbackene Brötchen
1/4 l Milch
2 große Zwiebeln
8 Zehen Knoblauch (evtl. auch weniger je nach Größe)
neutrales Speiseöl
1 kg Rinderhack (Lamm- und gemischtes Hack gehen aber auch)
schwarzer Pfeffer
Salz
1 EL Curry
1 EL Garam Massala

50g Rosinen
100 g Mandelplättchen oder gehackte Mandeln
50 g getrocknete Aprikosen oder Datteln
6 EL Mango-Chutney

1 Zitrone
2 EL gehackte Petersilie
4 Eier
Lorbeerblätter

Das Brötchen in der Milch einweichen, gut ausdrücken (Milch aufbewahren!). Die Zwiebeln fein hacken, die Knoblauchzehen durch die Presse drücken, in einer Pfanne etwas Öl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch hinein geben, kurz andünsten. Hackfleisch und ausgedrücktes Brötchen hinzugeben, alles anbraten. Dann mit Salz, Pfeffer, Curry und Garam Massala würzen und bei mittlerer Hitze braten lassen. Rosinen, Trockenobst, Nüsse, Chutney, Saft der Zitrone und die Petersilie unterrühren und kurz aufköcheln lassen.


Eine flache Auflaufform ausbuttern, Hackfleischmasse in die Form geben, die Eier mit der Einweichmilch der Brötchen verquirlen und über die Hackmasse gießen. Die Lorbeerblätter obendrauf legen.

Im Backofen bei 180 Grad auf der mittleren Schiene 30 Minuten backen.


Dazu Reis (Safranreis) reichen und frisch aufgeschnittene Bananen!

Vielen Dank, liebe Annemie, für dieses schöne Rezept. Ich finde, es sieht fantastisch aus!

In 1-3 Tagen finden Sie hier die Link zur nächsten Etappe.

An einem schönen, etwas bewölkten, aber doch sonnigen Tag ergab es sich, dass ein hübsches blondes Mädchen Frau Landgeflüster zu Fuß von dem Bahnhof in der Kleinstadt vor den Toren ihres Dorfes nach Hause spazierte. Sie marschierte froh gelaunt und erreichte als bald den Weg am Waldesrand, der sie nach Hause führen würde. Und während sie sich sich noch an den blühenden Waldblumen und den ersten Blättern an den Bäumen erfreute, erspähte sie die drei entgegenkommenden Musketiere auf ihren wilden Pferden drei gestandene Männer auf dem Fahrrad. Zwei Männer radelten hintereinander, der Dritte versetzt daneben. Auf der Seite, an der Frau Landgeflüster ungestört zu flanieren gedachte.

Die Fahrradfahrer kamen immer näher und Frau Landgeflüster nahm Blickkontakt mit dem auf ihrer Seite fahrenden Mann auf. Sie war zwar bereit für einen Sprung auf den Grünstreifen, aber trotzdem ging sie todesmutig ganz entschlossen weiter. Der Mann konnte seinen Blick nicht von diesem gar zauberhaften Wesen lösen blickte sie mit starrem Blick an und hielt direkt auf sie zu.

Seine beiden Sekundanten Kameraden begannen zu feixen und so begann das Duell. Frau Landgeflüster kniff die Augen zu schmalen Sehschlitzen zusammen und guckte dem Mann tief in die Augen. Sie setze einen Fuß vor den anderen und kam immer näher. Ihre Finger bildeten unauffällig eine Pistole und sie zählte langsam bis drei. Und dann, bei „drei“, also im letzten Moment, zog der Mann nach rechts auf die andere Seite des Weges.

Blöd nur, dass da zufällig gerade zwei andere Fahrräder fuhren. Glücklicherweise so langsam, dass alle Drei nicht stürzten und sich schnell wieder ordnen konnten. Die beiden Umgefahrenen schimpften ein bisschen mit dem Verlierer, bevor alle Drei zu lachen anfingen. Frau Landgeflüster drehte sich natürlich nicht um pustete auf den rauchenden Pistolenlauf und ging mit einem breiten Grinsen erhobenen Kopfes weiter ihres Weges.

Und die Moral von der Geschicht: auch drei Kerle schaffen’s nicht!

Das ist etwas ganz Besonderes. Jedenfalls für mich, weil ich noch nie Post aus China bekommen habe.

Der Brief ist von Lina und in dem Umschlag fand ich diese Kalligraphie:

Und wenn Sie jetzt wissen möchten, warum Lina mir eine Kalligraphie geschickt hat, dann verrate ich es Ihnen gern. Ich habe bei dieser Japan-Spendenaktion mitgemacht, von der ich bei Jana gelesen habe.

Ich finde diese Schriftzeichen sehr faszinierend! Können Sie die Zeichen deuten?

Bei uns ist es noch immer zu kalt und zu windig. Natürlich nur gefühlt, für einen Tag im April mag die Temperatur von 12,9 °C warm genug sein. Aber der Wind ist wirklich unangenehm, dass es mir vorkommt als wäre es viel kühler. So macht der Garten nicht wirklich Spaß, also habe ich mir einen ruhigen Nachmittag auf dem Sofa gegönnt. Aber auch wenn ich heute nicht den Garten genießen wollte, konnte ich mich an schönen Pflänzchen erfreuen. Ich hatte ja schon gestern von meiner Säuglingsstation berichtet. Jeden morgen, wenn ich nach unten in die Küche gehe, schaue ich zuerst in mein Zimmer. Dort zähle ich meine Zöglinge und freue mich, sobald ich Neue entdecke. Das Gleiche mache ich, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Von heute auf morgen hat sich die Anzahl der Bohnen verdoppelt. Sie mögen jetzt fragen: „Na und?“ , aber ich finde es ganz famos, wie viele tolle Gemüsepflanzen dort wachsen. Blumen habe ich fast jedes Jahr ausgesät, Gemüse weniger und meist auch ziemlich erfolglos. Im letzten Jahr hatte ich dafür leider gar keine Energie. Zu sehr hatte ich noch mit meinen langen Arbeitstagen zu kämpfen. Jetzt aber, als Teilzeitschnecke, habe ich Zeit und auch ganz viel Lust, mir meinen eigenen kleinen Gemüsegarten zu pflanzen. In diesem Jahr habe ich mir das erste Mal richtig hochwertige Demeter-Saat gegönnt und auch die Plätzchen für meine Anzuchthäuschen. Die sind viel bequemer zu handhaben und die Pflanzen einfacher weiterzubehandeln. So macht mir das richtig viel Spaß. Natürlich habe ich viel zu viele Kürbisspflanzen für meine kleinen Beete, aber irgendwo werde ich sie schon unterbekommen oder verschenken.

Der Michelmann rettet noch eine Stunde die Welt, deshalb habe ich nicht nur allein auf dem Sofa gesessen, sondern auch allein gespeist. Dreimal dürfen Sie raten was. Richtig! Einen kleinen feinen Gemüseauflauf. Heute gab es einen mit Basmatireis, Möhren, Pastinake, Chicoree, Kiwi und Zwiebeln. Die Sauce bestand aus passierten Tomaten, Sahne, Olivenöl, Eier, Salz, frischem Ingwer, Pfeffer. Viele Zutaten, die sehr gut miteinander harmonieren.

Wenn Sie sich wieder über die gewagte Zutatenliste amüsieren, darf ich Sie vielleicht an eines erinnern: Inzwischen habe ich 33 Tage kein Fleisch gegessen. 33 Tage also nur Obst und Gemüse, da braucht es schon abwechslungsreiche Kombinationen, damit es nicht langweilig wird. So kreativ haben wir noch nie gekocht. Schade eigentlich, denn jetzt weiß ich, dass es sich lohnt die wildesten Zusammenstellungen zu testen.

Trotzdem freue ich mich schon auf das Osterwochenende, da werde ich zum ersten Mal und das ganz genussvoll Fleisch essen.

Und Kaffee trinken und Kuchen essen und Schokolade essen und Pudding essen und Torte essen  …..

und jetzt werde ich den Michelmann von der Arbeit abholen! *)  Tschüß, bis bald, Ihre Frau Landgeflüster!

*) daran sehen Sie, dass ich den Eintrag nicht durchgehend geschrieben habe. Ich erwähne das nur mal, damit Sie nicht denken, dass ich für die wenigen Sätze eine ganze Stunde brauchte!

schau mal, ich habe ihn gestern auch fotografiert.

Liebe Grüße aus dem Norden in den Süden!

P.S. beim zweiten Lesen habe ich gesehen, dass Dein Foto schon ein Tag älter ist. Schade, ich dachte, wir hätten zur gleichen Zeit die selbe Idee.

  • es regnet
  • es stürmt
  • es ist kalt
  • Frau Landgeflüster friert
  • Gemüsepuffer mit Kräuter-Gurken-Quark zum Abendessen
  • Der Michelmann rettet noch immer die Welt
  • Eine Menge los ist der Säulingsstation
  • alles gut im Hause Landgeflüster unter der Decke auf dem Sofa
  • Ende!

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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