Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Mai 2011.
Ab und zu schreibt mir der ein oder die andere von Ihnen, dass Ihnen unser Garten gefällt. Das freut mich immer sehr, denn ich liebe ihn auch. Soll ich Ihnen mal einen guten Trick verraten, wie so ein Garten mehr scheint als seint äh ordentlicher wirkt als er wirklich ist? Denn ganz ehrlich, dieser Garten überfordert mich total. Auch wenn ich mit dem Michelmann einen sehr fleißigen Unterstützungsgärtner habe. Neun Stunden bin ich jeden Tag unterwegs, donnerstags sogar 12. Da habe ich manchmal keine Zeit und manchmal noch weniger Lust, den Garten in Schuss zu halten. Ich habe Ihnen ja schon öfter geschrieben, dass ich mit großer Leidenschaft eine Lust- und Laune-Gärtnerin bin. Um meinen Gästen dies aber nicht so deutlich zu zeigen, haben wir für unseren Garten ein pfiffige Kombination gewählt. Es gibt zu viele sehr leicht naturnahe Beete und im Kontrast dazu streng mit Buchsbaum eingefasste Beete, die nicht weniger stark naturbelassen sind. Unsere Besucher sind dann oft sehr beeindruckt ob der meterlangen Buchshecken, besonders wenn sie hören, dass ich die alle selbst gezogen habe. Darüber übersehen sie dann oft, was sich in den Beeten verbirgt. Hahaha, guter Trick, oder?
Das wollte ich Ihnen aber gar nicht schreiben, sonst hätte ich ja eine andere Überschrift gewählt. Nein, wenn Sie mögen, basteln Sie sich doch eine Buchsbaumhecke. Kommen Sie doch einfach auf eine Tasse Kaffee oder ein Glas Apfelschorle vorbei und sammeln Sie sich so viele Buchsbaumstecklinge zusammen, wie Sie für Ihren Garten benötigen. Gefühlte 38726215173939277 Stück liegen hier für Sie bereit, mit einer Länge bis zu 30 Zentimetern. Die brauchen Sie dann nur in ihre Beete zu stecken und täglich fleißig gießen. So einfach geht das. Und ich muss die Dinger dann auch nicht einzusammeln. Diese Aufgabe finde ich nämlich immer ganz doof.
Ich habe Ihnen ja bereits öfter davon berichtet, dass der Michelmann und ich uns an Tagen, an denen wir uns zwischendurch nicht sehen, über kleine Zettelchen verständigen. Heute musste ich schon sehr lachen, als ich nach Hause kam. Nicht nur, dass ich auf der Arbeitsfläche in der Küche einen Hinweis fand, nein, er war auch mit einer eindeutigen Botschaft in grün verziert:

Als ich dann den Kühlschrank öffnete, um zu schauen, was der Michelmann heute eingekauft hat, fand ich zwei weitere Zettelchen.

Wir werden also grillen und damit ich nicht verhungere, bis der Michelmann heute nach Hause kommt, gibt es für mich Gemüsepuffer.

Die hat der Michelmann für sein Mittagessen heute zubereitet, bevor er losgefahren ist, die Welt zu retten. Das ist sehr praktisch für mich, weil ich dann küchenfrei habe und gleich in den Garten kann, Buchsbaumhecken schneiden. Es regnet bei uns nicht, aber ist ziemlich trübe. Also das beste Wetter zum Buchs schneiden.
Abends werden wir dann die Würstchen grillen. Netterweise hat ihm seine neue Chefin erlaubt, seine Arbeitszeit heute und morgen etwas zu verschieben. Und so kommt er nicht erst nachts, sondern schon um kurz nach acht nach Hause. Das ist toll, toll, toll.
Und damit wir in einem hübschen Garten speisen können, gehe ich jetzt in den Garten zu meinen Hecken!
Ich sitze im Garten auf der Bank im Schatten und schlürfe Apfelschorle. Und freue mich ob der vielen Blumen, dem Blätterrauschen und Vogelgezwitscher. Schön das.
Heute Abend spenden wir Blut. Als dieser Termin festgelegt wurde, ahnte niemand, wie sehr Blutplasma gebraucht werden würde.
Morgens bereits ein wolkenloser Himmel, milde Themperaturen und das Wissen, dass die Arbeitswoche bei den Meisten nur drei Tage dauern wird, sorgt bei vielen Mitreisenden, die gewöhnlich montags um sechs noch nicht so gut gelaunt sind, für ein Lächeln im Gesicht.
Ich bin ein Morgenmensch und (fast) immer gut gelaunt. Und heute freue ich mich auch über diese kurze Woche, obwohl ich immer gern in die große Stadt fahre. Sogar der Michelmann hat ein langes Wochenende vor sich und das in einer Woche, in der er wieder zu ganz doofen Zeiten die Welt retten muss. Das erfreut ihn natürlich doppelt und dreifach.
Es braucht gern nicht ganz so heiß werden und morgen keine Unwetter geben. Aber das bestimme nicht ich, sondern der Wettermann. Vielleicht liest er heute aber zufällig im Landgeflüster, deshalb sollen meine Wetterwünsche nicht unerwähnt sein.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in eine schöne und fröhliche Woche! “Fröhlich” ist übrigens gerade mein Lieblingswort. Ich finde, es beschreibt meinen derzeitigen Zustand ganz perfekt.
Wenn der Michelmann am Sonntag die Welt retten muss, ist das doof. Viel lieber würde er zu ganz normalen Zeiten arbeiten und am Wochenende das Leben genießen. Aus Solidarität erledigt Frau Landgeflüster an diesen Sonntagen, wenn das Wetter nicht zu gut ist und die liebste Freundin auch keine Zeit für einen Frauentag hat, Hausarbeiten wie Staub saugen, putzen und so weiter. Das macht ja auch nicht so viel Spaß und so ist geteiltes Leid dann halbes Leid.
Den Rest des Tages darf der Michelmann dann Bestimmer sein und bestimmen, was wir spielen. Heute hat er sich erst Kaffee & Kuchen, dann eine Fahrradtour, später Pommes und Hähnchenflügel zum Abendessen und Fußball im Fernsehen gewünscht. So leicht ist der Michelmann glücklich zu machen.
◊
Natürlich wird auch so ein fast food schnelles Futter mit viel Liebe zubereitet.

◊

◊

Den frischen Salat, den wir normalerweise hierzu gegessen hätten, den habe ich vermisst. Aber zur Zeit ist uns der Appetit darauf einfach vergangen und deshalb haben wir keinen im Haus. Die Hähnchenflügel gibt es beim Bauern unseres Vertrauens. Suchen Sie sie nicht auf dem Foto. In dem Augenblick waren sie noch im Ofen.
Lecker war es, das heutige Lieblingsessen vom Michelmann und jetzt freut er sich auf das Fußballspiel. Ich mache nebenbei einen Wohlfühlabend mit Haarpackung und Gesichtsmaske, damit ich morgen hübsch in die Woche starte.
Einen schönen Abend für Sie alle, egal wie Sie ihn verbringen. Und starten Sie morgen gut in die Woche! Alles Liebe, Ihre Frau Landgeflüster.

Ich liebe Mohn. Aber das wissen Sie ja.
Das antwortete mir heute Mutter Landgeflüster auf meine Frage, ob etwas passiert sei. Schon als sie sich am Telefon meldete, spürte ich, dass sie nicht so fröhlich war wie sonst. Sie erzählte mir, dass der große Fisch aus ihrem kleinen Teich entführt wurde und sie dies mehr berührt als sie es erwartet hätte. Darauf fragte ich, ob es der Fisch wäre, den ich meinem Vater vor fünf Jahren geschenkt habe. Ja, er war es. Fies, da hat sich irgendein Vogel wohl sattgegessen. Glücklicherweise haben meine Eltern noch mehr Fische, da werden sie über diesen Verlust bestimmt hinwegkommen. Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen ganz vorwurfsvoll zu sagen: “Waaaas, so geht Ihr mit meinen Geschenken um?!??” Wir unterhielten uns noch eine Weile und als wir unser Gespräch beendeten, kam der Michelmann aus dem Garten. Ich erzählte ihm von dem entführten Fisch und fügte hinzu, dass es unser Geschenk war. Und was sagte darauf der Michelmann? Ja, nee, schon klar: “Waaas so gehen sie mit unseren Geschenken um?!??”












Ihr Geflüster