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Ab und zu schreibt mir der ein oder die andere von Ihnen, dass Ihnen unser Garten gefällt. Das freut mich immer sehr, denn ich liebe ihn auch. Soll ich Ihnen mal einen guten Trick verraten, wie so ein Garten mehr scheint als seint äh ordentlicher wirkt als er wirklich ist? Denn ganz ehrlich, dieser Garten überfordert mich total. Auch wenn ich mit dem Michelmann einen sehr fleißigen Unterstützungsgärtner habe. Neun Stunden bin ich jeden Tag unterwegs, donnerstags sogar 12. Da habe ich manchmal keine Zeit und manchmal noch weniger Lust, den Garten in Schuss zu halten. Ich habe Ihnen ja schon öfter geschrieben, dass ich mit großer Leidenschaft eine Lust- und Laune-Gärtnerin bin. Um meinen Gästen dies aber nicht so deutlich zu zeigen, haben wir für unseren Garten ein pfiffige Kombination gewählt. Es gibt zu viele sehr leicht naturnahe Beete und im Kontrast dazu streng mit Buchsbaum eingefasste Beete, die nicht weniger stark naturbelassen sind. Unsere Besucher sind dann oft sehr beeindruckt ob der meterlangen Buchshecken, besonders wenn sie hören, dass ich die alle selbst gezogen habe. Darüber übersehen sie dann oft, was sich in den Beeten verbirgt. Hahaha, guter Trick, oder?

Das wollte ich Ihnen aber gar nicht schreiben, sonst hätte ich ja eine andere Überschrift gewählt. Nein, wenn Sie mögen, basteln Sie sich doch eine Buchsbaumhecke. Kommen Sie doch einfach auf eine Tasse Kaffee oder ein Glas Apfelschorle vorbei und sammeln Sie sich so viele Buchsbaumstecklinge zusammen, wie Sie für Ihren Garten benötigen. Gefühlte 38726215173939277 Stück liegen hier für Sie bereit, mit einer Länge bis zu 30 Zentimetern. Die brauchen Sie dann nur in ihre Beete zu stecken und täglich fleißig gießen. So einfach geht das. Und ich muss die Dinger dann auch nicht einzusammeln. Diese Aufgabe finde ich nämlich immer ganz doof.

Ich habe Ihnen ja bereits öfter davon berichtet, dass der Michelmann und ich uns an Tagen, an denen wir uns zwischendurch nicht sehen, über kleine Zettelchen verständigen. Heute musste ich schon sehr lachen, als ich nach Hause kam. Nicht nur, dass ich auf der Arbeitsfläche in der Küche einen Hinweis fand, nein, er war auch mit einer eindeutigen Botschaft in grün verziert:

Als ich dann den Kühlschrank öffnete, um zu schauen, was der Michelmann heute eingekauft hat, fand ich zwei weitere Zettelchen.

Wir werden also grillen und damit ich nicht verhungere, bis der Michelmann heute nach Hause kommt, gibt es für mich Gemüsepuffer.

Die hat der Michelmann für sein Mittagessen heute zubereitet, bevor er losgefahren ist, die Welt zu retten. Das ist sehr praktisch für mich, weil ich dann küchenfrei habe und gleich in den Garten kann, Buchsbaumhecken schneiden. Es regnet bei uns nicht, aber ist ziemlich trübe. Also das beste Wetter zum Buchs schneiden.

Abends werden wir dann die Würstchen grillen. Netterweise hat ihm seine neue Chefin erlaubt, seine Arbeitszeit heute und morgen etwas zu verschieben. Und so kommt er nicht erst nachts, sondern schon um kurz nach acht nach Hause. Das ist toll, toll, toll.

Und damit wir in einem hübschen Garten speisen können, gehe ich jetzt in den Garten zu meinen Hecken!

Ich sitze im Garten auf der Bank im Schatten und schlürfe Apfelschorle. Und freue mich ob der vielen Blumen, dem Blätterrauschen und Vogelgezwitscher. Schön das.

Heute Abend spenden wir Blut. Als dieser Termin festgelegt wurde, ahnte niemand, wie sehr Blutplasma gebraucht werden würde.

Morgens bereits ein wolkenloser Himmel, milde Themperaturen und das Wissen, dass die Arbeitswoche bei den Meisten nur drei Tage dauern wird, sorgt bei vielen Mitreisenden, die gewöhnlich montags um sechs noch nicht so gut gelaunt sind, für ein Lächeln im Gesicht.

Ich bin ein Morgenmensch und (fast) immer gut gelaunt. Und heute freue ich mich auch über diese kurze Woche, obwohl ich immer gern in die große Stadt fahre. Sogar der Michelmann hat ein langes Wochenende vor sich und das in einer Woche, in der er wieder zu ganz doofen Zeiten die Welt retten muss. Das erfreut ihn natürlich doppelt und dreifach.

Es braucht gern nicht ganz so heiß werden und morgen keine Unwetter geben. Aber das bestimme nicht ich, sondern der Wettermann. Vielleicht liest er heute aber zufällig im Landgeflüster, deshalb sollen meine Wetterwünsche nicht unerwähnt sein.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in eine schöne und fröhliche Woche! “Fröhlich” ist übrigens gerade mein Lieblingswort. Ich finde, es beschreibt meinen derzeitigen Zustand ganz perfekt.

Wenn der Michelmann am Sonntag die Welt retten muss, ist das doof.  Viel lieber würde er zu ganz normalen Zeiten arbeiten und am Wochenende das Leben genießen. Aus Solidarität erledigt Frau Landgeflüster an diesen Sonntagen, wenn das Wetter nicht zu gut ist und die liebste Freundin auch keine Zeit für einen Frauentag hat, Hausarbeiten wie Staub saugen, putzen und so weiter. Das macht ja auch nicht so viel Spaß und so ist geteiltes Leid dann halbes Leid.

Den Rest des Tages darf der Michelmann dann Bestimmer sein und bestimmen, was wir spielen. Heute hat er sich erst Kaffee & Kuchen, dann eine Fahrradtour, später Pommes und Hähnchenflügel zum Abendessen und Fußball im Fernsehen gewünscht. So leicht ist der Michelmann glücklich zu machen.

Natürlich wird auch so ein fast food schnelles Futter mit viel Liebe zubereitet.

Den frischen Salat, den wir normalerweise hierzu gegessen hätten, den habe ich vermisst. Aber zur Zeit ist uns der Appetit darauf einfach vergangen und deshalb haben wir keinen im Haus. Die Hähnchenflügel gibt es beim Bauern unseres Vertrauens. Suchen Sie sie nicht auf dem Foto. In dem Augenblick waren sie noch im Ofen.

Lecker war es, das heutige Lieblingsessen vom Michelmann und jetzt freut er sich auf das Fußballspiel. Ich mache nebenbei einen Wohlfühlabend mit Haarpackung und Gesichtsmaske, damit ich morgen hübsch in die Woche starte.

Einen schönen Abend für Sie alle, egal wie Sie ihn verbringen. Und starten Sie morgen gut in die Woche! Alles Liebe, Ihre Frau Landgeflüster.

Ich liebe Mohn. Aber das wissen Sie ja.

Geplant hatten wir heute zur Demo in die große Stadt zu fahren. Allerdings musste der Michelmann noch die Welt retten und wir wären erst zwei Stunden später dabei gewesen. Aber heute fiel dem Michelmann das Welt retten sehr schwer, schließlich musste er damit anfangen, als die Meisten von Ihnen noch tief und fest schliefen. Und so kam er ganz kaputt und fertig wieder nach Hause. Also verzichteten wir auf die öffentliche Demonstration. Dass wir gegen Atomkraft sind, bestätigt uns unser Stromanbieter seit Jahren auf jeder Rechnung.

Die Fahne blieb also dort hängen, wo der Michelmann sie aufgehängt hat, seitdem wir vor zehn Tagen den Efeu von der Häuserwand genommen haben. Während der Michelmann die Welt rettete, habe ich die beiden Buchsbäume an der Küchentür geschnitten. Das dauerte länger als geplant, weil die beiden Akkuscheren zwischendurch wieder aufgeladen werden mussten. Zwanzig Zentimeter sind durchschnittlich heruntergekommen. Jetzt kommen wir wieder mit unserer Einkaufskiste in unsere Küche und mit dem Wäschekorb in den Garten.

Als der Michelmann mir eine Mail auf mein IwiPhone schickte, dass er ein wenig Hals und Kopf hätte und lieber nicht in die große Stadt möchte, bin ich gleich in die Küche gegangen. Einen kleinen Kuchen, den wollte ich backen, damit der Michelmann schnell wieder heile wird. In unserer Gemüsekiste war Rharbarber und den mag mein bester Freund gar sehr so sehr.

Mutter Landgeflüster schenkte mir einst diese süße kleine Backform. Gerade die richtige Größe für unsere kleine Familie. Als der Michelmann nach Hause kam, sind wir erst einmal durch den Garten spaziert.

Aber dann machten wir es uns am Kaffeetisch gemütlich. Der Michelmann hatte Einiges zu berichten. Schließlich hatten wir uns acht Stunden nicht gesehen.

Der Kuchen mit einem Quark-Öl-Teig und Baiser. Sehr lecker, findet der Michelmann. Das freut mich sehr. So leicht wie der zuzubereiten ist, wird es den Kuchen öfter geben, auch mit anderem Obst.

Den Nachmittag haben wir im Garten verbracht. Der Michelmann konnte sich erholen und ein bisschen herumwerkeln, so wie er es am liebsten mag. Glücklicherweise war sein Kopf und auch der Hals schnell wieder gut, nachdem er so viel frische Luft bekommen hat. Unser Abend wird ruhig bleiben, schließlich muss er morgen wieder ganz früh die Welt retten. Und dann spielen wir wieder “Und täglich grüßt das Murmeltier” . Es gibt die zweite Hälfte des Kuchens und bestimmt auch frische Luft im Garten.

Weil der Michelmann an diesem Wochenende wieder die Welt retten muss, hat er heute einen freien Tag. Damit wir uns einen schönen Tag machen können, habe ich heute eine Stunde früher Feierabend gemacht. Begrüßt wurde ich mit leckerem Kuchen vom Lieblingsbäcker und Kaffee. Den ganzen Tag wechseln sich Regen und Sonne ab und es ist sehr stürmisch, also haben wir es uns im Hause gemütlich gemacht. Später sind wir aber doch noch in den Garten gegangen, weil der Michelmann den Rasen mähen wollte. Ich habe angefangen die Buchskugeln an der Küchentür zurückzuschneiden. Da kommen nämlich nur noch Magermodells mit Kleidergrößen < 32 durch. Leider war es aber sehr, sehr stürmisch und da wurde es schwierig gleichmäßig zu schneiden.

Also habe ich mich doch lieber um meine Hausdeko gekümmert. Nun steht die alte Küchenwaage, die zuletzt eingestaubt im Stall stand, auf der kleinen Küchenkomode, geschmückt mit drei “Sangershäuser Jubiläumsrosen”.

Die Rosen habe ich frisch geschnitten, weil sie ziemlich versteckt über dem Boden hingen und hier viel besser zu Geltung kommen.

Ich bin ja immer ein wenig geizig mit meinen Blumen im Garten, aber wenn sie sowieso nicht zu sehen sind, dann hole ich sie mir lieber ins Haus und erfreue mich an ihnen.

Diese Rosensorte liebe ich sehr und ich freue mich, dass die Pflanze jedes Jahr größer und voller wird.

Inzwischen regnet es wieder und ich werde gleich in die Küche gehen, um einen Vanillepudding zu kochen. Sie erinnern sich vielleicht an den Vanillepudding aus der LaLu, der mich so begeistert hat. Ich habe schon aus unserem Rhabarber ein Kompott gekocht. Das wir noch einen sehr kleinen Rhabarber haben, ist es nur ein Esslöffel voll geworden. Den wird der Michelmann bekommen, weil es ja seine Pflanze ist. Für mich gibt es nur Vanillepudding und das ist auch ganz fein. Erst ab dem nächsten Sommer wird ein wenig mehr Rhabarber geerntet und dann reicht es bestimmt auch für mich.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start ins Wochenende und einen schönen Abend.

Das antwortete mir heute Mutter Landgeflüster auf meine Frage, ob etwas passiert sei. Schon als sie sich am Telefon meldete, spürte ich, dass sie nicht so fröhlich war wie sonst. Sie erzählte mir, dass der große Fisch aus ihrem kleinen Teich entführt wurde und sie dies mehr berührt als sie es erwartet hätte. Darauf fragte ich, ob es der Fisch wäre, den ich meinem Vater vor fünf Jahren geschenkt habe. Ja, er war es. Fies, da hat sich irgendein Vogel wohl sattgegessen. Glücklicherweise haben meine Eltern noch mehr Fische, da werden sie über diesen Verlust bestimmt hinwegkommen. Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen ganz vorwurfsvoll zu sagen: “Waaaas, so geht Ihr mit meinen Geschenken um?!??” Wir unterhielten uns noch eine Weile und als wir unser Gespräch beendeten, kam der Michelmann aus dem Garten. Ich erzählte ihm von dem entführten Fisch und fügte hinzu, dass es unser Geschenk war. Und was sagte darauf der Michelmann? Ja, nee, schon klar: “Waaas so gehen sie mit unseren Geschenken um?!??”

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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