Unser gestriger Frauentag verlief ganz anders als geplant. Er wurde noch viel toller! Denn gerade, als ich mein Dessert für das Abendessen vorbereitete, klingelte das Telefon und Vater Landgeflüster fragte, wie es denn mit einem spontanen Besuch wäre. Na, dafür ist Frau Landgeflüster doch immer zu haben. Wildkräuter zupfen und alles andere, was sie sich für den frühen Nachmittag vorgenommen hatte, geht auch an einem anderen Tag.
Also machte ich Dessert fertig…

… hängte danach die Wäsche auf und bereitete auch noch den Teig für die Quiche zu. Und weil ich dabei so herumtrödelte, dauerte es auch gar nicht mehr lange, bis die Eltern Landgeflüster auftauchten. Und wie es immer so ist, wenn man sich recht selten sieht, gab es eine Menge zu erzählen und natürlich auch der obligatorische Spaziergang durch den Garten. Ganz viel Trost für den Kohlrabi, Mangold und Kürbisse, die die Wetterumschwünge der letzten Woche gar nicht gut überstanden haben und Komplimente für den Garten insgesamt, machten mich wieder fröhlicher und zufriedener mit meinem Garten. Gestern war ich ziemlich genervt, weil mein Gemüse das Zeitliche gesegnet hat, obwohl ich mir in diesem Jahr besonders viel Mühe gegeben habe. Ganz schnell verging die Zeit, aber spontan wie wir alle so sind, blieben die Eltern Landgeflüster auch noch zum Kaffee trinken mit der liebsten Freundin.

Als sie uns dann mit 20 Buchsbaumstrecklingen und einer Bibernelle wieder verließen, folgte der nächste Gartenrundgang und die obligatorischen Frauengespräche am Frauentag. Ehe wir es uns versahen, kam auch schon der Michelmann wieder nach Hause. Zeit, das Abendessen vorzubereiten.

Die liebste Freundin durfte sich mit dem Michelmann unterhalten, denn der sollte es sich erst einmal ganz gemütlich machen. Wer am Wochenende die Welt rettet, obwohl es gar nichts zu retten gibt, der verdient besonders viel Aufmerksamkeit.

Der Michelmann kam erst nach sechs nach Hause und trotzdem gab es ganz viele Kohlenhydrate. Das darf auch mal so sein, auch im Hause Landgeflüster. Doch zuerst gab es eine feine Spargelcremesuppe.

Der Hauptgang, ich verriet es bereits, war eine Sparglequiche mit Schinken. Selbst loben ist immer doof, aber die Quiche war ein Traum. Schinken ist immer eine etwas delikate Zutat, denn zu salzig, zerstört er die ganze Speise, zu lasch, fehlt ein entscheidenes Detail. Aber da der Michelmann der weltbeste Einkäufer ist und nur beim besten Fleischbauern im Landkreis direkt auf dem Hof kauft, hat er am Freitag beim obligatorischen Wocheneinkauf eine Schinkenverköstigung gemacht und den perfekten Schinken mit nach Hause gebracht.

Nun gut, ich hätte noch ein wenig Eigelb auf den Teig streichen können, dann sähe die Quiche schöner aus, aber geschmacklich war sie sehr gut.

Da wir nicht nur gerne kochen, sondern auch gerne essen, dauern unsere Dinner immer sehr lange. Ganz nach dem Motto: aus Respekt gegenüber der Küche sollte ein Essen mindestens so lange dauern wie die Zubereitung, besser doppelt solange. Und so war es schon nach weit neun, als wir zum Dessert kamen. Im Garten war es bereits so frisch, dass wir ins Esszimmer umzogen. Der Michelmann kredenzte dazu einen Espresso.

Es war ein ganz wundervoller Tag, der viel zu schnell vorbei ging. Für heute ist schlechtes Wetter mit Gewitter und Starkregen angekündigt. Glücklicherweise ist davon noch nichts zu sehen. Wir konnten im Garten frühstücken und während der Michelmann schon über eine Stunde die Welt rettet, sitze ich mit Läppi im Gartenwohnzimmer und berichte Ihnen von unserem Familien-Frauen-Gartentag.
Solange das Wetter so schön ist, werde ich noch ein wenig im Garten wirbeln. Sollte das Unwetter uns noch erreichen, erwartet mich ein Haufen Bügelwäsche und bestimmt noch die ein oder andere Sache, die ich im Haus erledigen könnte. Wir werden sehen.
Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Sonntag und morgen einen guten Start in die Woche! Machen Sie es fein.


13 Kommentare
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Mai 22, 2011 um 12:37
Frau Gartenkranich
Oh, das sieht alles lecker aus, liebe Frau Landgeflüster.
Um Ihre Gemüsepflanzen tut es mir sehr leid. Seien sie nicht all zu traurig.
Ich wünsche Ihnen und auch mir ein nicht all zu böses Unwetter und einen
wunderschönen Nachmittag (auch wenn der Michelmann die Welt retten muß). Ach übrigens, ich bin Ihr (e) 1033333 Besucher (in).
Mai 22, 2011 um 19:15
Frau Landgeflüster
Oh, da sind Sie ja eine ganz besondere Besucherin. Eine schöne Zahl finde ich. Ich freue mich ja immer sehr über schöne Zahlen
Glücklicherweise wurden wir von dem Unwetter verschont und eben gab es einen schönen Landregen.
Mai 22, 2011 um 13:51
Sandiego
Das hört sich nach einem sehr, sehr schönen Tag an. Und das Essen sieht echt lecker aus. Schade, dass es mit den Gemüsepflanzen nicht geklappt hat
Bei uns hat es auch Unwetter gemedet, es ist sehr starker Wind und es donnert schon. Aber das hat es gestern auch schon gemacht, aber geregnet hat es nicht. Mal sehen, ob noch was kommt heute. Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag und einen guten Anfang für die neue Woche.
Liebe Grüße
Sandiego
Mai 22, 2011 um 19:16
Frau Landgeflüster
Na ja, sollte wohl nicht sein.
Ich wünsche Dir einen schönen Abend und morgen einen guten Start in eine schöne Woche.
Mai 22, 2011 um 13:58
GZi
Ach, das muss ein gar wundervoller Samstag gewesen sein, den ich in einem Buchführungsseminar verbracht habe (was aber weniger ätzend als erwartet war). heute morgen hat es gegen 6 Uhr kurz geregnet, und eben waren wir zu einer Fotosession unterwegs an der alten Eiderschleuse, als das Gewitter aufzog. Wir sind dann nach kurzer zeit eilends vor den großen Tropfen zurück zum Auto gelaufen, aber es hat höchstens 15 Minuten geregnet. Vielleicht gehe ich nun doch noch mal in den Garten… Euch noch einen schönen Ausklang des Sonntags, liebe Grüße in die Heide!
Mai 22, 2011 um 19:19
Frau Landgeflüster
Ich hoffe, Du hattest noch einen schönen Sonntag im Garten. Bei uns regnete es erst am Abend. Ich war also sehr lange im Garten. Gebügelt habe ich aber auch noch. Dir einen schönen Abend und liebe Grüße in den Norden!
Mai 22, 2011 um 15:58
katerwolf
ein glück habe ich schon etwas feines gegessen, bevor ich das hier gelesen habe. wäre sonst bei dir vorbeigekommen und hätte reste erbettelt. wie LECKER
liebe grüße, katerwolf
Mai 22, 2011 um 19:20
Frau Landgeflüster
Die restliche Quiche habe ich zum Mittag gesessen
Mai 22, 2011 um 17:57
Frau Momo
Die Quiche sieht gar köstlich aus und ich vermute, Ihr kauft Euren Schinken da, woher ich gerne meinen Speck beziehe, leider hier in Hamburg schwer zu kriegen, aber unübertroffen gut. So war er gestern wertvolle Zutat für Spaghetti Carbonara.
Leider ist das Hoffest nächste Woche ein bißchen weit für uns…. sonst würde ich gerne hinfahren.
Mai 22, 2011 um 19:21
Frau Landgeflüster
Danke für’s erinnern. Ich hätte es glatt wieder vergessen!!!
Mai 22, 2011 um 21:41
ohnevorwaesche
Diese schönen Bilder wecken Hunger und Urlaubsgefühle!
Schönen Abend
Mrs.Jones
Mai 23, 2011 um 9:00
Ilsa
Dass dir als erfahrener Gärtnerin das selbstgezogene Gemüse eingegangen ist, beruhigt mich fast, auch wenn es mir wirklich leid tut für dich. Ich hatte nämlich den selben Frust und bin mal wieder überzeugt, dass mir der grüne Daumen komplett fehlt. Zum ersten Mal habe ich mich an ein wenig selbst Gezogenem versucht – und nichts hat überlebt. Das einzige, was prächtig gedeiht, ist der Salat, den ich als Setzling aus der Gärtnerei gekauft habe, den können wir jetzt schon ernten und essen jeden Mittag davon. Das tröstet mich. Aber mir wurde dabei bewusst, wie schwierig es ist, sich von dem zu ernähern, was man selbst zieht. Wir können dann einfach in den Supermarkt gehen – die Menschen früher oder viele Menschen in anderen Ländern stehen vor dem Nichts und müssen hungern, wenn ein plötzlicher Frost oder lange Trockenheit oder plötzlicher Starkregen mit Hagel die ersten zarten Pflänzchen vernichtet.
Mai 23, 2011 um 19:56
Frau Landgeflüster
Müssten wir uns aus unserem Garten ernähren,würden wir kläglich verhungern! Immerhin, meine Zucchini sieht gut aus.