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Weil der Michelmann an diesem Wochenende wieder die Welt retten muss, hat er heute einen freien Tag. Damit wir uns einen schönen Tag machen können, habe ich heute eine Stunde früher Feierabend gemacht. Begrüßt wurde ich mit leckerem Kuchen vom Lieblingsbäcker und Kaffee. Den ganzen Tag wechseln sich Regen und Sonne ab und es ist sehr stürmisch, also haben wir es uns im Hause gemütlich gemacht. Später sind wir aber doch noch in den Garten gegangen, weil der Michelmann den Rasen mähen wollte. Ich habe angefangen die Buchskugeln an der Küchentür zurückzuschneiden. Da kommen nämlich nur noch Magermodells mit Kleidergrößen < 32 durch. Leider war es aber sehr, sehr stürmisch und da wurde es schwierig gleichmäßig zu schneiden.

Also habe ich mich doch lieber um meine Hausdeko gekümmert. Nun steht die alte Küchenwaage, die zuletzt eingestaubt im Stall stand, auf der kleinen Küchenkomode, geschmückt mit drei “Sangershäuser Jubiläumsrosen”.

Die Rosen habe ich frisch geschnitten, weil sie ziemlich versteckt über dem Boden hingen und hier viel besser zu Geltung kommen.

Ich bin ja immer ein wenig geizig mit meinen Blumen im Garten, aber wenn sie sowieso nicht zu sehen sind, dann hole ich sie mir lieber ins Haus und erfreue mich an ihnen.

Diese Rosensorte liebe ich sehr und ich freue mich, dass die Pflanze jedes Jahr größer und voller wird.

Inzwischen regnet es wieder und ich werde gleich in die Küche gehen, um einen Vanillepudding zu kochen. Sie erinnern sich vielleicht an den Vanillepudding aus der LaLu, der mich so begeistert hat. Ich habe schon aus unserem Rhabarber ein Kompott gekocht. Das wir noch einen sehr kleinen Rhabarber haben, ist es nur ein Esslöffel voll geworden. Den wird der Michelmann bekommen, weil es ja seine Pflanze ist. Für mich gibt es nur Vanillepudding und das ist auch ganz fein. Erst ab dem nächsten Sommer wird ein wenig mehr Rhabarber geerntet und dann reicht es bestimmt auch für mich.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start ins Wochenende und einen schönen Abend.

Das antwortete mir heute Mutter Landgeflüster auf meine Frage, ob etwas passiert sei. Schon als sie sich am Telefon meldete, spürte ich, dass sie nicht so fröhlich war wie sonst. Sie erzählte mir, dass der große Fisch aus ihrem kleinen Teich entführt wurde und sie dies mehr berührt als sie es erwartet hätte. Darauf fragte ich, ob es der Fisch wäre, den ich meinem Vater vor fünf Jahren geschenkt habe. Ja, er war es. Fies, da hat sich irgendein Vogel wohl sattgegessen. Glücklicherweise haben meine Eltern noch mehr Fische, da werden sie über diesen Verlust bestimmt hinwegkommen. Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen ganz vorwurfsvoll zu sagen: “Waaaas, so geht Ihr mit meinen Geschenken um?!??” Wir unterhielten uns noch eine Weile und als wir unser Gespräch beendeten, kam der Michelmann aus dem Garten. Ich erzählte ihm von dem entführten Fisch und fügte hinzu, dass es unser Geschenk war. Und was sagte darauf der Michelmann? Ja, nee, schon klar: “Waaas so gehen sie mit unseren Geschenken um?!??”

In unserer Kiste nur Gemüse zum Aufwärmen.

Ich habe bei unserer Abokiste zwar nicht so die Bedenken, aber so ist auch gut. Obst wie immer.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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