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Es ist ein wenig schade, dass ausgerechnet in dieser Woche das Wetter so ist wie es ist. Der Michelmann rettet nämlich wieder früh die Welt und wir hatten geplant, zum Sommeranfang unser neues Projekt ferig zu stellen. Ein Blick aus dem Fenster auf die Dorfstraße verrät, es ist kein Gartenwetter.

Wie jetzt den Michelmann bei Laune halten? Er soll ja auch bei diesem Wetter Spaß am Sommeranfang haben. Meinen Vorschlag, sich Gummistiefel anzuziehen und durch die Pfützen zu springen, hat er abgelehnt. Mit meinem Rebellen darf ich so lustige Dinge ja nicht mehr tun und alleine wollte er nicht. Also musste etwas anderes her. Und weil der Michelmann eine Kaffeetante ist und gern Kuchen isst, dachte ich mir, eine sommerliche Torte wäre jetzt genau das Richtige.
Natürlich hatte ich keine Zutaten für eine künstlerisch wertvolle Torte im Haus. Aber eine fluxe Torte, für die hatte ich alles da. Achten Sie bitte nicht auf die Äußerlichkeiten, in 10 Minuten ist nicht mehr herauszuholen. Trotzdem zeige ich Ihnen die Torte, vielleicht kommen Sie ja auch einmal in eine Situation, in der es ganz schnell gehen muss.

Ich hatte leider nur noch zwei Platten Blätterteig von gestern über. Die habe ich etwas ausgerollt und dann nacheinander im Waffeleisen gebacken. Der Bioland-Blätterteig ist leider recht klein, deshalb konnte ich ihn nicht teilen und so habe ich nur zwei Böden backen können. Normalerweise sollten es 4 oder 5 sein, damit die Torte auch nach Torte aussieht. Für die Füllung habe ich Quark mit Sahne und Holundersirup angerührt und auch oben eine Schicht verteilt. Darauf geschnittene Aprikosen und fertig.

Weil die heutige Torte ja nun so flach war, gab es gleich für jeden eine Hälfte. Dazu knallige Kerzen und Kaffeetassen für das sommerliche Gefühl und der Michelmann ist zufrieden.
- Seit gestern streiken die blau-gelben Bummelzüge im Norden. Die benutze ich nur, wenn die Doitsche Barn streikt oder aus irgendwelchen anderen Gründen ausfällt. Ein blau-gelber Lokführer streikte nicht mit und fuhr verspätet aus der großen Stadt in die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes. So blieben mir 45 Minuten Wartezeit auf den ganz schnellen Zug erspart und ich war 20 Minuten eher zuhause.
- Für die Verspätung dieses Bummelzuges waren geklaute Oberleitungen verantwortlich. Diesen Grund habe ich im letzten Jahr öfter gehört. Schon immer habe ich mich gefragt, wie kann man am hellichten Tage Oberleitungen klauen?
- Zum ersten Mal habe ich mitbekommen, dass ein sich schlafendstellender Reisender „geweckt“ wurde und keinen Fahrschein dabei hatte. Die Ausreden waren schlecht und die schlechtgelaunte Zugbegleiterin gnadenlos.
- Die blau-gelbe Zugbegleiterin war danach so schlecht drauf, dass ihr andere Mitreisende erst einmal ihren Job erklären mussten. Verspätung und Streiks der anderen Züge haben sie wohl überfordert. Unfreundlichkeit, Unwissenheit und Ungeduld passen einfach nicht zu diesem Job. Noch nie habe ich so viele sich bis dato unbekannte Reisende unterhalten hören.
- Lesen konnte ich dabei nicht, aber ich habe aus dem Fenster geschaut und Wolken beobachtet.
- Weil die Zugbegleiterin keine Ahnung hatte, half ich einer verzweifelten Reisenden mit Auskünften aus der Bahn-App des IwiPhones aus. Die einzige App, die ich jeden Tag nutze. Ich habe natürlich keinen schnellen Anschlusszug für sie in meinen Heimatbahnhof gezaubert. Das brauchte ich auch nicht, denn der fährt sowieso planmäßig in die schönste Stadt Deutschlands. Aber immerhin konnte ich sie beruhigen, dass sie pünktlich zu ihrem ganz wichtigen Termin kommen würde, trotz Streik der Bummelbahnen. Die Mitreisende war so erleichtert und hat sich so gefreut, dass ich mich auch gefreut habe.
- Im Bahnhof in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes herrschte Chaos. Richtig Chaos. Stau auf allen Bahnsteigen, aber auch auf der Zufahrtsstraße zum Bahnhof. Aber weil der Michelmann pfiffig ist, hat er die richtigen Lücken gefunden und ich konnte ins fahrende Auto springen. So kamen wir ganz fix wieder weg.
- Das war eine lustige Zugfahrt. Jedenfalls für mich als Unbeteiligte. Morgen fahre ich dann wieder mit dem ganz schnellen rot-weißen Zug. Mal gucken, ob es da auch mal wieder ein erwähnenswertes Zuggeflüster gibt.
Ich hoffe, Sie feiern fröhlich den Sommerbeginn. In Ihren Kommentaren las ich, dass Ihnen das Wetter nicht so gefällt. Davon dürfen Sie sich aber nicht abschrecken lassen. Der Sommer ist noch jung und wenn das Wetter bei Ihnen gar schaurig sein sollte, dann freuen Sie sich, es kann ja dann nur noch besser werden. Bei uns hat es püntklich zum Feierabend geregnet. Deshalb haben wir nur kurz an unserem Projekt weitergearbeitet. Danach haben wir die größten Tassen mit Kaffee befüllt und es uns im Kaminzimmer gemütlich gemacht. Das war wirklich nett. Es steht ja nirgends geschrieben, dass die Sommerbegrüßungsparty nur im Garten gefeiert werden darf. Inzwischen scheint bei uns auch wieder die Sonne. Der Himmel ist wunderschön blau und es ist auch wieder sommerlich warm.
Das Sommerbegrüßungsessen wird selbstverständlich auch sommerlich sein. Ich habe eine Champigon-Spinat (eigene Ernte!)-Tarte vorbereitet, die im Ofen vor sich hinbackt. Dazu werden wir eine spritzige Holunderwunderschorle trinken. Sie wissen ja, ich liebe Essensfotos und deshalb konnte ich es auch heute nicht lassen. Aus dem:

mach dies:

◊

Und wenn heute nichts Sensationelles im Fernsehen kommt, wünsche ich mir einen fröhlichen Film. Oder vielleicht auch Schallplattenmusik. Schließlich feiern wir ja. In diesem Sinne: Hallo Sommer, wie schön, dass Du da bist!!
Ich hab’s Ihnen doch versprochen! Damals, als Sie glaubten, der Winter würde nie zu Ende gehen. Ich wünsche Ihnen den tollsten Sommer Ihres bisherigen Lebens! Machen Sie ihn zu dem!

Gestern war es bei uns ganz schön nass und stürmisch, also kein schönes Wetter für einen Ausflug über das Land. Deshalb haben wir uns ganz spontan mit meiner Cousine und ihrem Mann zum Kaffee verabredet. Das war sehr nett, gerade das Richtige für einen Nachmittag im Regen. Abends wurde es wieder sonnig, so dass wir zumindest einen Spaziergang im Garten machen konnten. Immerhin.
Dafür sind wir heute nach der Arbeit gleich in den Garten gegangen. Der Michelmann hat die große Hainbuchenhecke geschnitten und ich habe den Stall bepflanzt.

Natürlich nicht den ganzen Stall, aber das Fenster und das Blumengitter daneben.

Auch in diesem Jahr sind es Ballonblumen. Allerdings gab es keine weißen, also sind sie zartrosa.

Selbstverständlich habe ich als perfekte Hausfrau erst das Stallfenster geputzt, bevor der Blumenkasten davor durfte
Und weil dann schon der nächste Regen einsetzte, ging es direkt in die Küche. Für die Arbeit morgen einen Nudelsalat vorbereiten und für das heutige Abendessen einen gemischten Salat und mit Ziegenkäse überbackene Tomatenhäppchen.
Ein paar Fotos aus dem Garten habe ich Ihnen noch mitgebracht, die finden Sie heute Abend dann im Gartengeflüster. Bis später dann.
Ja, Sie lesen richtig! Frau Landgeflüster hat das herb… äh nicht mehr ganz so sommerliche Wetter genutzt und ihre Nähmaschine aufgebaut. Die liebe Heike hatte mir damals, als ich meine neue Nähmaschine kaufte, so ein liebes Päckchen mit Stoff und Nähanleitung für Kissenhüllen geschickt. Und aus diversen Gründen habe ich mich bisher nicht daran getraut. Heute aber war es soweit. Gut gestärkt nach einem leckeren Frühstück mit Pfannkuchen und Brötchen und dem Blick in den regnerisch-stürmischen Garten, hatte ich auf einmal richtig Lust, etwas Neues zu wagen!

Gesagt, getan. Und ehrlich, ich habe kaum geflucht. Es gab auch nur einen Grund dazu, weil der doch sehr weiche und daher rutschige Stoff einmal doof zu mir war. Ansonsten hat alles wunderbar geklappt. Nun gut, eine Naht habe ich falsch rum genäht. Aber das sieht man nur, wenn man danach sucht.

Aber so fies wird ja wohl keiner sein und anfangen, danach zu suchen. Das zweite Kissen hat diesen persönlich-individuellen Fehler nicht. Natürlich habe ich keine Hüllen mit Knöpfen oder Reißverschluß genäht. Das kann ja jeder. Nein, elegante Kissen mit „Hotelverschluss“ sind es geworden. Wenn schon, denn schon. (psst, is’ wieder Ironie! Ich habe gelernt, das sollte man dann und wann für neue Leser besser noch mal erwähnen.)

Liebe Heike, noch einmal vielen, vielen Dank für den Stoff und die Anleitung. Die Kissen sind wirklich pupsieinfach zu nähen und gerade das macht mir riesig viel Spaß. Ich brauche keine Herausforderung beim Nähen, dazu bin ich ein viel zu ungeduldiger Mensch. Aber so – hinsetzen, zuschneiden, nähen, fertig – so ist das genau das Richtige für mich. Und weil ich noch Stoff übrig hatte, habe ich auch gleich noch einen passenden Läufer für den Tisch im Gartenwohnzimmer genäht.

Ich bin ein ganz klein wenig stolz auf mich. Weil ich meinen „ich-trau-mich-nicht-Schweinehund“ überwunden, aber auch weil ich mich gar nicht ganz ungeschickt angestellt habe.
Ich wünsche Ihnen allen so einen erfolgreichen Sonntag, bei allem was Sie tun. Liebe Grüße, das Handarbeitsmonsterwunder Frau Landgeflüster.
Glauben Sie bitte nicht, dass im Leben von Frau Landgeflüster alles heiteitei ist. Manchmal muss sie richtig schufften. Und so war heute stundenlange Gartenarbeit angesagt!
Wer fleißig arbeitet, der braucht viel Energie und deshalb starteten wir gut ausgeschlafen mit einem ausgiebigen Frühstück. Danach ging es dann in den Garten. Die Aufgabe des Tages:

Schreddern!
Irgendwo hinter diesen 5 Metern Baumschnitt steht unsere kleine Bank und die soll wieder zu sehen sein. Da wir nur einen Schredder für den normalen Hausgebrauch haben, dauerte es stundenlang. Einmal mussten wir unterbrechen, weil mal wieder ein Sturm aufkam und ein heftiger Regen folgte. Das Ergebnis:

Die letzte Schredderetappe machte der Michelmann allein. Dafür habe ich dann noch die verblühten Rosen geschnitten.

Wir starteten auch noch mit dem ersten Teil unseren neuen Gartenprojekts. Auch hier mussten wir wieder eine Regenpause einlegen. Für die war ich aber recht dankbar, weil doch heute LaLu-Tag ist und so haben wir es uns im GWZ gemütlich gemacht. Mit einem Tässchen Kaffee.

Im GWZ macht ein Sturm viel Spaß. Der Regen trommelt an die Scheiben…

und der Wind weht durch die Gardinen…

Wir haben heute echt was geschafft und freuen uns sehr drüber. Den Abend haben wir gemütlich mit einer Pizza und einem Holunderbananendessert eingeleitet und seitdem ruhen wir uns auf dem Sofa aus!
Das ist so und deshalb lasse ich die Woche ruhig ausklingen. Immer im Garten herumwerkeln muss ja auch nicht sein. Das Einzige, das ich gemacht habe, ist die Sturmschäden von gestern zu beseitigen. Eigentlich wollte ich erst in Ruhe die leckere Nussecke im GWZ genießen, die der Michelmann mir vom Lieblingsbäcker mitgebracht hat. Aber als ich es betrat, änderte ich spontan meinen Plan. Erst einmal war Staubsaugen angesagt. War ja klar, dass bei diesem Sturm Blätter und Blüten hineingeweht wurden. Dabei entdeckte ich auch, dass es sich wohl zum ersten Mal eine von den Nachbarskatzen auf einem der Kissen gemütlich gemacht hat. Das erkannte ich an den Haaren, die ich natürlich auch gleich wegsaugte. Es war wohl zu einladend, weil durch den Wind natürlich auch die Gardine zur Seite wehte, die normalerweise die offene Seite komplett verschließt.
Danach habe ich es mir dann aber wirklich gemütlich gemacht. Alledings auf der Bank im Schatten der Hecke. Von dort habe ich ein großartigen Blick über den ganzen Garten. Ich ließ meinen Gedanken freien Lauf, denn Sie wissen es, wir planen ja ein neues Projekt. Und weil ich eine gewissenhafte Projektleiterin bin, bin ich in die konkrete Planungsphase eingestiegen.
Leider haben unsere Rosen im Dreiecksgrundstück auch gar sehr so sehr unter dem Sturm gelitten. Die meisten Blüten sind zerrupft und nicht mehr wirklich ansehnlich. Schade, aber nicht zu ändern. Dafür haben wir jetzt eine rosige Tischdekoration für unser Abendessen. Bis dahin halten die Blüten. Glücklicherweise hat der Sturm nicht ihren wunderschönen Duft weggepustet. Es duftet so schön in unserem Esszimmer. Riechen Sie doch mal:

Ich habe extra schon die Kerzen für Sie angemacht. Sie sehen auch, es wird einmal mehr einen Auflauf bei uns geben. Als aufmerksame Gäste erkennen Sie es an den Untersetzern. Der Auflauf ist wieder vegetarisch. Leider können Sie die Sahnesauce nicht sehen. Sie ist schlüpferblau, weil der Rotkohl gefärbt hat. Das sieht so witzig aus, kommt aber auf Fotos gar nicht fein rüber.
Der Auflauf steht bereits im Ofen und in etwa 15 Minuten erwarte ich den Michelmann. Dann feiern wir Lieblingstag, den Beginn eines wetterunabhängigen, wunderschönen Wochenendes. Meinen Sie, es ist der richtige Anlass für einen kleinen Schluck Sekt?
und heute Abend feiern wir endlich wieder Lieblingstag!


Ihr Geflüster