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Ein kurzer, sehr heftiger Gewittersturm und endlich wieder Regen am späten Nachmittag, dazu ein Temperatursturz von 10 °C. Hui, war das aufregend. Das hat vielleicht geknallt. Der Michelmann meint, das Gewitter war nur 300 m entfernt. Er zählt mir bei jedem Gewitter die Entfernung, damit ich mich auf eine eventuelle Evakuierung vorbereiten kann. Heute mussten wir aber nicht fliehen und das war auch gut so.

Weil das Wetter nicht so gartentauglich war, haben wir heute nur wenig gemeinsame Zeit im Garten verbracht. Der Michelmann, der die Welt einmal nicht retten musste, war dafür am Vormittag um so fleißiger. Nicht nur, dass er das große Gartentor gestrichen hat, nein auch die vier Stalltüren und die Tür zum Dreiecksgrundstück sind frisch gestrichen. Die Stalltüren sehen jetzt wunderschön aus, weil jetzt auch alle Spuren vom Efeu am Holz verschwunden sind.

Das ist es, was ich an dem Michelmann so liebe. Er überrascht mich immer wieder mit solchen Dingen. Ich brauche nie zu fragen oder etwas zu sagen, er sieht ganz allein, ob etwas gemacht werden muss oder nicht. Er macht es einfach, ohne darüber zu reden und guckt gespannt, ob ich es auch bemerke. Und ich freue mich jedesmal gar sehr so sehr, mehr als ich mich über Parfüm, Diamanten oder Weinbrandbohnen freuen würde.
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Eines aber haben wir heute nach dem Regen noch begonnen: unser neues Gartenprojekt! Inspiriert durch unserem letzten Besuch im Garten der Eltern Landgeflüster hat der Michelmann angeregt, ein neues Projekt zu starten. Und weil er mir im letzten Jahr den Wunsch nach einem Gartenwohnzimmer erfüllt hat, mache ich ihm doch glatt den Projektleiter. Er hat mich vom Bahnhof abgeholt und ist mit mir gleich zum Baumarkt gefahren, um Materiel zu holen. Nach dem Regen hat er dann gleich ein ganz bisschen angefangen. Was, das verrate ich Ihnen natürlich nicht. Aber das haben Sie ja wahrscheinlich auch nicht erwartet.
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Für heute verabschiede mich von Ihnen. Ich werde noch schnell Ihre Kommentare beantworten und dann auf das Sofa zum Michelmann gehen. Einen schönen Abend für Sie alle!
Gestern abend Blaulicht, Feuerwehrwagen und viele Feuerwehrmenschen unterwegs im Dorfe. Direkt vor meinem Fenster hielt das große rote Spielmobil und leuchtete wild blau vor sich hin.
Ja, nee, schon klar, keine Sirene, aber wichtiges Blaulicht! Das kann nur eines bedeutet: Das Dorfbesäufnisfest Schützenfest steht vor der Tür.

Wie gut, dass wir unterwegs sind.
Da habe ich in meinem letzten Eintrag doch ein Foto vergessen! Ich wollte Ihnen doch auch den Himmel noch zeigen. Und weil das Foto schon vorbereitet war, zeige ich es Ihnen jetzt auch. Das Bläuliche ist kein Himmel sondern regengeschwängerte Wolken.

Und wenn ich schon einen Nachtrag schreibe, dann zeige ich Ihnen auch noch den fertigen Gemüsekuchen.

Mit viel Phantasie sieht er doch ein wenig aus wie ein Blutmond. Und die leere Tarteform symbolisiert die Mondfinsternis, aber die habe ich jetzt nicht fotografiert. In diesem Sinne: eine gute Nacht für Sie alle und viel Freude mit dem Blutmond.
Einen Provenzalischen Gemüsekuchen, den soll es heute geben. Der Michelmann kommt heute nämlich nicht ganz so spät nach Hause und da gönne ich uns ein paar abendliche Kohlenhydrate. Der Ofen ist bereits an.
Falls Sie das Rezept möchten, ich habe es für Sie fotografiert. Es ist ein einfaches, gutes Essen.

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Für den Teig habe ich 200 gr. Dinkelmehl, 100 gr. Butter, 3 EL Wasser und etwas Salz genommen. Während ich das Gemüse andünstete, hat er im Kühlschrank geruht.

Für den Belag kommt zu dem Gemüse eine Mischung aus ca. 200 gr. Crème fraîche und drei Eiern, darüber geriebener Hartkäse. Alles salzen und pfeffern. Hier das Ganze noch ohne Käse:

Heute ist Blutmondnacht und deshalb essen wir natürlich im Garten unter freiem Himmel.

Die Gläser auf dem Tisch haben eine eigene persönliche Geschichte und wenn Sie mögen, erzähle ich sie Ihnen. Es sind die Gläser, die es in Frankreich in jedem Bistro oder Café gibt. Ich liebe sie so sehr, weil sie mich an viele schöne Frankreichurlaube mit dem Michelmann erinnern. Und weil ich mir aus jedem Urlaub ein Mitbringsel mitbringe, das nicht nur dumm in der Ecke verstaubt, sondern auch von uns gebraucht werden kann, gibt es in meinem Haushalt einige Küchenutensilien und Geschirr aus Frankreich. Diese Gläser stammen aus Paris. Ich habe sie bei unserem letzten Besuch gekauft. Waaaas so lange ist das wieder her!??? Gefunden habe ich sie in einem tollen Küchenladen. Endlich! Gesucht habe ich nämlich schon mindestens 10 Jahre danach. Nie und nirgends gab es die zu kaufen. In ganz Frankreich nicht. Jedenfalls nicht da, wo wir waren. Kellner ließen sich nicht bestechen und sie zu stehlen, habe ich mich nicht getraut. Umso mehr habe ich mich über meine Entdeckung gefreut. Weil ich so bescheiden war, habe ich nur zwei gekauft und hoffe, dass die Beiden bis zum nächsten Besuch in Paris heile bleiben. Natürlich benutzen wir sie trotzdem fleißg, dafür haben wir sie ja. Aber ich bin immer ganz vorsichtig damit.

Die Gläser sind total einfach und entsprechend günstig, aber sie haben eben einen ideellen Wert für mich. Für unser französisches Essen im Hof also genau richtig. Den Mond werden wir wohl nicht sehen. Ein wolkenbehangener Himmel, schade, aber ich bin mir sicher, der Abend wird trotzdem nett.

Klar, wir sind wieder dabei! Unser Hofladen im Nachbardorf bietet „Bio-Landwirtschaft zum Anfassen“ mit Hofrundfahrten, Stallführungen und Köstlichkeiten vom Hof. Und weil sich in diesem Jahr eine Menge getan hat, werden wir eine kleine Fahrradtor machen. Allein für die Köstlichkeiten vom Hof lohnt es sich…
Und abends Stadtfest mit Herrn Reincke und der liebsten Freundin.
Es ist so wenig passiert, dass ich gar nicht weiß, was ich Ihnen heute berichten könnte. Lauter kleine Nichtigkeiten, die sich schwer in einen aufregenden Blogeintrag zusammenfassen lassen.
Mein Arbeitstag war ganz normal, also hat er wieder sehr viel Spaß gemacht. Klar, nach so einem langen Wochenende waren alle recht entspannt. Der ganz schnelle Zug, der mich heute nach Hause bringen sollte, hatte leider Verspätung und kam in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes erst um 15:25 Uhr an. Ausgerechnet heute, da ich mit dem Bus nach Hause fahren wollte. Der fährt leider immer pünktlich los und das um 15:23 Uhr. Ich habe ihn noch vom Bahnsteig aus davon fahren sehen. Heute also ohne mich. Ich konnte nun wählen, zwischen 58 Minuten warten auf den nächsten Bus an einer Bushaltestelle, an der sich jeden Vormittag bis zum Abend je nach Wetterlage 30-50 besoffene, herumgröhlende lebensverschwendene Jugendliche und junge Erwachsene Menschen treffen, die dort ihre sozialen Beziehungen pflegen. Die anderen Alterntiven waren eine Taxifahrt oder ein 7 Kilometer langer Spaziergang. Ich fand alle drei Wahlmöglichkeiten doof, entschied mich aber für den Spaziergang. Ich habe das ja schon öfter gemacht, aber heute war es schon ganz schön anstrengend. Blöderweise habe ich mir in der großen Stadt noch zwei neue Zugbücher gekauft. An sich ja eine feine Sache, aber wenn sich in der Tasche auch noch die Jacke und die leere Müslischale befinden, dann sind die Bücher schon unnötige Ballast. Und warm war es. Ich hatte das Gefühl, mit jedem Kilometer wurde es wärmer. Nach vier Kilometern überholte mich ein schicker Mann auf dem Fahrrad. Er hielt sogar an und fragte, ob er mich mitnehmen solle. Fand ich ja sehr nett, aber ich habe trotzdem abgelehnt. Danach habe ich mich geärgert, so ein nettes Angebot. Also maschierte ich tapfer weiter und kam glücklicherweise auch irgendwann an.
Zuhause habe ich dann nicht mehr viel gemacht. Erst habe ich versucht, im Stall einen neuen Header für mein Blog zu basteln. Aber der Pinsel war so doof zu mir und deshalb hat das alles gar nicht so geklappt, wie es sollte. Ich war schon ein bisschen am zweifeln, ob dies heute vielleicht nicht mein Tag sein sollte. Aber das kann ja gar nicht sein. Also habe ich erst einmal vier Muffins verspeist, dazu ein großes Glas Apfelschorle getrunken und das mitten auf dem Hof im Garten. Ich saß da also auf meinem Stuhl, mampfte vor mich hin und schaute umher. Und da fiel mir auf, wie gut ich es habe und wie schön ich lebe. Wie kann es da nicht mein Tag sein?

Gemacht habe ich dann gar nichts Produktives mehr. Ein wenig gelesen, die Fußnägel lackiert, die Fingernägel lackiert, ein bisschen gebloggt. Jetzt schaue ich nebenbei einen Tartort. Der heißt „Nachtgeflüster“ Ich schaue ihn nur, weil es auch ein Geflüster ist und ich die beiden Kommissare ganz gut finde. Ich sehe nicht so oft den Tartort, deshalb kenne ich die Folge auch nicht. Den gut klingenden Frauenfilm auf dem Ersten schaue ich mir nicht an, weil ich erst das Buch dazu lesen möchte, bevor ich den Film sehe. Sie merken, ich bin heute allein zuhause. Na klar, es ist die Spätweltrettungswoche vom Michelmann.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und verziehe mich jetzt auf das Sofa. Machen Sie es fein!
Und während ich diesen Satz schreibe, geht unten die Haustür und der Michelmann kommt nach Hause. Juheee!!!!
Schon gestern haben wir verabredet, dass der Michelmann heute Bestimmer ist. Schließlich ist es der einzige Tag an diesem langen Wochenende, an dem er die Welt nicht retten muss. Also haben wir erst einmal ausgeschlafen und dann schön im Garten gefrühstückt.

Den Tisch habe ich lilö gedeckt. Danach haben wir Brötchen von Tante Emma geholt und schön gemütlich gefrühstückt. Das Wetter war viel besser als angekündigt und um halb zehn war es schon richtig warm. Vormittags haben wir ganz in Ruhe Zeitung gelesen und den „Landspiegel“ , den ich mir auch im Dorfladen gekauft habe.
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Vor dem Mittagessen habe ich Kokos-Muffins gebacken und ich zeige Ihnen jetzt einmal, was passieren kann, wenn man so locker mit den Zutagen umgeht, wie es Frau Landgeflüster immer so macht. Dann werden es nämlich nicht nur 12 Muffins, sondern:

Zitroneneis haben wir auch noch gemacht. Schließlich ist Frühsommer und gibt es im Sommer etwas Schöneres als selbstgemachtes Eis?
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Nachdem Mittag wünschte sich der Michelmann eine Fahrradtour und so fuhren wir über Feld- und Waldwege um unser Dorf herum. Das liebe ich am Landleben: Du brauchst nur ein paar Minuten fahren und schon bist Du ganz allein auf weiter Flur. Schön das. Danach schmeckte der Kaffee und die Muffins ganz wunderbar.

Psst. Das Glas habe ich mir heute bei Tante Emma gekauft. Dort gibt es manchmal nette Dekodinge und es passte einfach so gut zur heutigen Tischdekoration. Als Windlicht oder auch als Blumenvase. Für unser Abendessen diente es uns als Windlicht. Candle light Dinner mit dem Michelmann, ein schöner Abschluß für unseren Tag im Garten.

Heute Abend werden wir uns einen Film („Beim nächsten Mann wird alles anders“) ansehen und danach „Inspector Barnaby“ im Fernsehen. Mindestens 30 Mal haben wir diesen Film schon gesehen und trotzdem entdecken wir immer neue witzige Szenen. Der Film ist Kult in unserer kleinen Familie. Ich finde, der Michelmann hat ein ganz famoses Pfingstmontagprogramm zusammengestellt. Es war ein schöner Tag, der mir ganz viel Spaß gemacht hat.
Ich hoffe, Ihr Tag war auch so nett und hoffentlich auch der Abend. Viel Freude dabei und für morgen einen guten Start in die Woche!
Der Michelmann sollte nach dem Weltretten auch noch etwas Schönes erleben und deshalb haben wir wieder einen Ausflug zur Mützingenta gemacht. Es war genauso nett wie beim letzten Mal, nur nicht ganz so heiß. Aber doch so warm, dass wir Lust auf das fantastische Eis hatten, das es dort zu kaufen gibt. Es war ein bisschen voller als am letzten Wochenende, aber wir hatten uns die Stände ja alle schon in der letzten Woche angschaut und so spazierten wir auf dem Gelände herum, trafen wieder einige Bekannte und schauten uns nur die Darbietungen an, die uns in der letzten Woche am besten gefielen.
Wieder zuhause gönnten wir uns noch einen Kaffee und ein bisschen Schokolade im GWZ, bevor wir den Garten noch ein bisschen umgestalteten. Nur kleine Veränderungen, die aber in unseren Augen eine Menge ausmachen. Der große Tisch, der vor der Bank am Küchenfenster stand, der steht jetzt auf dem Sitzplatz im Dreiecksgrundstück, denn die Bank sieht allein auch sehr gemütlich aus.
Wir haben ja noch einen zweiten Tisch mit vier Stühlen auf dem Hof stehen, an dem wir immer essen. Zwei Tische so nah beieinander sind doppelt gemoppelt, deshalb sollte der eine Tisch auch weg. Gestern haben wir den Sitzplatz im Dreiecksgrundstück mit den großen den Steinen eingefasst, die vorher den Brunnen bildeten. Nun wirkt der Platz viel rustikaler und deshalb passt der große Tisch jetzt auch sehr gut dahin.

Die Bank vor der Küche steht ein bisschen anders und sieht so viel einladender aus. An der Ecke, wo vorher der Brunnen stand, steht jetzt der kleine Tisch vom Sitzplatz im Dreiecksgrundstück. Da es ja der schattigste Platz im Garten ist, steht dort ein Topf mit Fleißigen Lieschen vom Herrn Schwiegervater.
Der letzte Fitzel vom Efeu am Stall, den haben wir jetzt auch entfernt. Früher war ja der halbe Stall bewachsen bis wir vor drei Jahren das Efeu entfernten. Nur an der Stelle, an der die Stromversorgung für das GWZ aus dem Stall kommt, hatten wir etwas Efeu gelassen, aber so weit zurückgeschnitten, dass er wie ein Minibusch wuchs. Nun steht dort ein Topf mit Blumen. Das ist natürlich viel sauberer und erspart uns das wöchentliche Schneiden des Efeus.

Sie müssen sich jetzt natürlich noch die Kissen auf der Bank und den Stühlen vorstellen, die habe ich für das Foto nicht mehr aufgelegt.
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Den Abend lassen wir jetzt gemütlich auf dem Sofa ausklingen. Und morgen können wir endlich einmal ausschlafen. Schön. Danach werden wir gemütlich, hoffentlich im Garten, frühstücken und dann? Keine Ahnung, aber uns wird bestimmt etwas Nettes einfallen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen weiterhin frohe Pfingsten! Alles Liebe, Ihre Frau Landgeflüster.
an dem ich mich nicht über mein GWZ freue. Heute morgen regnete es noch und so ist alles im Garten nass. Aber trotzdem kann ich meinen Garten genießen. Dem Vogelgezwitscher lauschen, mich von der Sonne wärmen lassen und meine Blumen bewundern.
Das Gartenwohnzimmer, eine meiner besten Ideen überhaupt. Das aber nie ohne die tatkräftige Unterstützung der Eltern Landgeflüster entstanden wäre. Ich muss mal nachlesen, wann es ersten Geburtstag hat, den Ersten überhaupt. Das wäre doch ein schöner Anlass mit allen Beteilgten zu feiern. Als Zeichen meiner Dankbarkeit. Kaum zu glauben, wie so ein olles Carport die Lebensqualität steigern kann.

Es ist ein kleiner Apfelkuchen geworden.

Und weil ich noch das Eiweiß vom Puddingeigelb im Kühlschrank hatte, habe ich auch noch eine Baiserschicht darüber gegeben. Verspeist haben wir ihn im Esszimmer, weil es wettertechnisch noch nicht schön im Garten war. Nachdem wir den Kuchen komplett aufgegessen haben, kam die Sonne richtig heraus. Klar, das lernen wir ja schon in der Kindheit: „Iss schön auf, damit das Wetter schön wird.“ Es war aber nur ein kleiner Kuchen in einer Minikuchenform. Nicht, dass Sie denken, wir hätten jeder 6 Stück Kuchen gefuttert.
Im Garten habe ich mich zuerst um meine Blumendekoration gekümmert. Sie erinnern sich, vielleicht an meine Arrangements vom letzten Wochenende. Der Sommerjasmin auf der Waage ist schon leicht welk, aber bevor er ganz weg kommt, darf er noch den Pflanztisch verzieren.

Für die Waage habe ich die gelben Blumen geschnitten, die sich überall im Hauptgarten ausgesät haben. Vor einigen Jahren habe ich alle gelben Blumen aus diesem Gartenteil verbannt. Nur die Forsythie und der Frauenmantel, die durften bleiben. Aber glücklicherweise ist die Natur der Bestimmer und macht, was sie will. Dadurch habe ich viele Blumen für die Vase. Denn farblich passen sie nicht so gut in die Beete des Hauptgartens.

Auch in den Fläschen auf dem Tisch im Hof machen sich die gelben Blüten sehr hübsch, finde ich.

Irgendwer hat mir vor einiger Zeit verraten, dass Dahlien besonders blühfreudig sind, wenn die aufgeblühten Blüten rechtzeitig geschnitten werden. Also schneide ich sie, bevor sie ganz verblühen, und dekoriere damit mein Haus oder den Garten.

Nachdem ich meine Blumen verteilt habe, habe ich mich an den Sitzplatz unter dem Apfelbaum gemacht. Ich hatte im Gartengeflüster einmal davon berichtet, wie toll sich Kiessitzplätze als Besamungsstation eigenen. In den letzten Tagen haben sich dort und auch auf dem Kiesweg dort hin ziemlich viele Anis Ysop, Sommerrittersporn, Akeleien, Veilchen, Waldanemonen, Hornveilchen und Storchschnabel ausgesät.

Das ist ganz famos, sieht aber ziemlich ungepflegt aus. Also habe ich in mühevoller Kleinarbeit alle Pflänzchen herausoperiert. Einen Teil der Pflanzen habe ich meiner Nachbarin geschenkt. Sie ist im vorletzten Jahr eingezogen und hat den pflegeleichten Garten meiner ehemaligen Nachbarin geerbt, in dem nichts wächst, was Blätter verliert. Und so blickt sie immer sehnsüchtig in meinen wildblühenden Garten. Ein Hauskauf ist teuer, also bleibt nicht viel für den Garten übrig. Sie hat sich daher sehr über die Pflänzchen gefreut. Die Restlichen habe ich in meine Beete gesetzt und der Sitzplatz und der Kiesweg sehen wieder ordentlich aus.

Bevor ich die Pflanzen in die Beete pflanzen konnte, musste ich erst einmal eine Menge Wildkräuter herausholen. Drei Eimer sind es geworden! Ein Beet zumindest sieht wieder richtig schön aus.
Im Laufe des Nachmittags wurde das Wetter immer toller. Weil ich so fleißig im Garten war, hat der Michelmann wieder gekocht. Und das vegetarisch. Als Vorspeise gab es eine Spargelcremesuppe, verfeinert mit frischen Gartenkräutern und als Hauptgericht Reis mit einer Spargel-Möhren-Kohlrabi-Pfanne. Hm, war das lecker. Abends wurde es rasch kühler, deshalb haben wir drinnen gespeist und den Garten durch das Fenster genossen.
Wie schön es jetzt im Garten blüht, das zeige ich Ihnen im Gartengeflüster. Ein paar Fotos habe ich natürlich auch heute wieder gemacht. Fotografieren Sie Ihren Garten eigentlich auch so oft? Ich freue mich jeden Tag an meinem und deshalb vergeht kein Tag, an dem ich nicht mit der Kamera durch den Garten laufe.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Meiner geht jetzt auf dem Sofa weiter.


Ihr Geflüster