aber noch nicht gut. Und deshalb ist Frau Landgeflüster heute nicht in die große Stadt gefahren. Ich konnte letzte Nacht recht gut schlafen, aber heute morgen zwickt es bei jeder Rechts- und Linksbewegung, also ständig. Nach den fiesen Schmerzen, die ich gestern in der ersten Stunde im Büro verspürte, wollte ich mich heute  nicht noch einmal so quälen. Und wenn ich erst einmal im Zug sitze, kann ich ja nicht mal eben flux nach Hause und zu meiner Ärztin. Also warte ich jetzt, dass ich den Anruf erhalte, der mich in die Praxis ruft. Das finde ich hier wirklich gut: Ich brauche in keinem Wartezimmer warten, sondern sitze hier auf dem Sofa in meinem Kaminzimmer. Während ich dies schrieb, kam der Anruf aus der Dorfpraxis, dass ich vorbei kommen könne. Und nun bin ich wieder da.

Wenn ich dem eine positive Sache abgewinnen soll, dann ist es das gemütliche Frühstück gemeinsam mit dem Michelmann. Vier Stunden später als gewöhnlich und wesentlich ausgiebiger.

Ein französisch angehauchtes Frühstück. Sehen Sie die Tassen? Die hat mir die Lieblingsschwester vor 31 Jahren aus Paris mitgebracht. Ein Jahr bevor ich selbst zum allerersten Mal nach Frankreich fuhr und mich sofort verliebte. Meine Güte, das sind jetzt 30 Jahre her. Sie sehen, ich habe es schon immer mit praktischen Urlaubsmitbringseln, bevorzugt für die Küche.

An diesem Wochenende rettet der Michelmann die Welt von morgens bis abends. Deshalb muss das Projekt noch einige Tage warten. Aber in der nächsten Woche geht es dann richtig los. Leider muss er nämlich den Hauptpart übernehmen, weil er größer, stärker und rückengesünder ist als ich. Ich freue mich darauf, dass es weitergeht. Wenn das Wetter die nächsten Wochen so bleibt, können wir sogar pflanzen. Herbstzeit = Pflanzenzeit oder so.

Ich werde mich die nächsten beiden Tage gut pflegen, damit ich schnell wieder richtig fit bin und durch den Garten springen kann. Ihnen wünsche ich schon einmal ein schönes Wochenende. Aber zwischendurch melde ich mich bestimmt noch einmal.