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Der Michelmann isst genauso gern wie ich. Das ist sehr praktisch, denn dann macht das Kochen viel mehr Spaß. Der Michelmann hat ganz viele Lieblingsessen, die auch ständig wechseln. Zur Zeit liebt er Gemüsetartes und deshalb gibt es jede Woche eine Tarte, immer mit dem Gemüse, das die Abokiste gerade bietet. Gestern war es eine Zucchini-Tarte mit Frühlingszwiebeln.

Zu seinen absoluten Lieblingsessen gehören auch Hähnchenteile, Flügel oder Schenkel. Dazu darf es dann gern Pommes und einen schönen Salat geben. Und weil ich mich freue, wenn der Michelmann sich freut, habe ich heute Pommes produziert. Die werden eingefroren, damit wir sie jederzeit spontan zubereiten können. Inzwischen haben wir den Dreh raus, wie die Pommes perfekt werden.

Sie werden nämlich vorfritiert und später tiefgefroren zubereitet. Das Vorfritieren ist zwar ein bisschen aufwendiger, aber dafür werden sie schön knusprig. Die endgültige Zubereitung ist dann die Gleiche wie mit den Fertigdingern.

Und jetzt gehe ich den Spiegel putzen. Ich sehe gerade, er hat es wieder nötig.

Es ist vollbracht! Die Mauer ist gefallen.

Die Männer und auch die Hortensien haben es unfallfrei überstanden. Eine Blüte ist abgebrochen und die ziert jetzt die Waage in der Küche. Alles gut!

die versoffene Janis-Joplin-Stimme. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich gestern Abend noch zufällig die Reportage über Janis gesehen habe oder daran, dass von jetzt auf gleich die Heiserkeit eintritt. Ich kenne mich mit Erkältungskrankheiten nicht so aus, weil ich ja nur selten einen Schnupfen habe und so ein rasante Erkältung hatte ich noch nie. Jedenfalls hat mir meine Ärztin Sprechverbot erteilt und so verweile ich noch zwei Tage länger im Hause Landgeflüster. Mein Chef, den ich angerufen habe, um ihm mitzuteilen, dass er noch ein wenig auf mich verzichten müsse, meinte auch, es wäre wohl besser, so wie ich mich anhören würde.

Jetzt träume ich natürlich von einer Rockkarriere, aber da ich ja nicht singen darf, bleibe ich bei meinem heutigen Job als Tierfotografin.

Sie dürfen mich trotzdem besuchen kommen. Wir können uns ja auch mit einer Zeichensprache unterhalten oder Sie erzählen mir was und wenn Sie mich was fragen möchten, stellen Sie geschlossene Fragen, bei denen ich nur nicken oder schütteln muss. Und ich zeige Ihnen die vielen, vielen Schmetterlinge, die sich heute in meinem Garten tummeln. Das ist sooo schön!

Wenn Sie ganz viel Sonne möchten, dann besuchen Sie mich doch heute. Gerade hat der Wettervorhersagemann verraten, dass die Sonne in der Lüneburger Heide am längsten scheinen wird. Es soll den ganzen Tag sonnig sein und das bei 25 °C. Sie dürfen sich Ihr Programm im Garten Landgeflüster auch selbst zusammenstellen. Zur Auswahl steht: die restliche Mauer gemeinsam mit dem Michelmann und seinem Kindergartenfreund abreißen und wegfahren oder ein gemütliches gemütliches Kaffeetrinken und plaudern mit einer nicht mehr ganz so erkälteten Frau Landgeflüster, die auch bestimmt nicht mehr ansteckend ist. Sie sehen also, es ist für jede Stimmung etwas dabei: Aggressionen abbauen oder entspannen. Überlegen Sie sich’s.

  • Der Rebell gibt Ruhe, ich bin seit gestern schmerzfrei. Danke für Ihre guten Wünsche. Bei so vielen guten Gedanken hat der Rebell sich bestimmt nicht getraut, weiter zu zicken.
  • Auf der Fahrt in die große Stadt hatte ein Reisender mit dem Zugbegleiter einen ganz heftigen Wortwechsel. Die blau-gelbe Bimmelbahn streikt ja mal wieder und der Reisende ist mit seinem Ticket deshalb in den schnelleren Zug der Doitschen Barn eingestiegen. Leider ist das Ticket für diesen Zug nicht gültig. Doch der Reisende weigerte sich, nachzuzahlen und auch seine Personalien herauszugeben. 30 Minuten dauerte das laute Hin und Her. Wie es ausging, weiß ich nicht, denn wir kamen in der großen Stadt an und ich musste aussteigen. Der Reisende war doof und der Zugbegleiter ungeschickt. Jedenfalls war nix mit dösen oder lesen.
  • In der großen Stadt überkam mich eine fiese Erkältung von 0 auf 100. Das war auch doof. Vielleicht können Sie die auch mit guten Wünschen vertreiben? Bitte. Danke.
  • Der Michelmann und sein Kindergartenfreund waren ganz fleißig. Die Hälfte der (mit Beton gefüllten!) Mauer ist gefallen. Der Rest kommt am Freitag. Jetzt sieht es noch viel schlimmer aus. Um so schöner wird es am Wochenende sein.
  • Weil der Michelmann heute frei hatte, konnte er am Vormittag auch an unserem Hauptprojekt arbeiten. Das hat er ganz toll gemacht.
  • Die Frau Bundeskanzlerin hat leider erst ganz spät zum Treffen in meiner großen Stadt eingeladen. Blöd, die weiß doch, dass ich nur noch Teilzeit arbeite. Pfff, ich wäre ja schon gern beim Schnittchenessen dabei gewesen. Das ein oder andere hätte ich auch zu sagen gehabt.
  • Den Salbeisirup habe ich noch nicht angesetzt. Morgen vielleicht. Es war ja auch nur ein lockerer Plan.
  • Und jetzt ab auf’s Sofa!

Sie wissen ja, dass wir unser Leben relativ planlos, also spontan gestalten. Aber manchmal nehmen wir uns auch etwas vor. In der nächsten Woche rettet der Michelmann die Welt zu ganz zivilen Zeiten und das bedeutet, wir können viel machen, allein, aber auch zusammen. Und deshalb haben wir uns einige feine Dinge überlegt:

  • Montag: Steine kloppen mit dem Kindergartenfreund (der Michelmann) und Salbeisirup kochen (Frau Landgeflüster)
  • Dienstag: Schwagergeburtstag feiern und die Familie treffen (beide)
  • Mittwoch: die Lieblingsbaumschule besuchen und Ausschau halten nach „Projektmaterial“ (beide)
  • Donnerstag: Projektarbeit (beide)
  • Freitag: Lieblingstag feiern und auf das freie Wochenende freuen. (beide)

Fieses Foto, oder? Mal gucken, wie es morgen Abend aussieht. Ich bin gespannt. Diese Ecke darf nur der Michelmann abreißen. Den Kindergartenfreund lass ich am anderen Ende arbeiten, da gibt es nicht so große Hortensien.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Wochenendausklang und morgen einen tollen Start in eine wundervolle Woche!

 

Wir sind beide hochmotiviert, aber leider machen uns die Arbeitszeiten vom Michelmann, der Rebell, aber auch das Wetter oft einen Strich durch die Rechnung. Immer, wenn das Wetter projekttauglich ist, muss der Michelmann die Welt retten und umgekehrt. Schade, aber das ist nun mal so. Als der Michelmann gestern abend nach Hause kam, zwinkerte er mir zu, schob mich zur Seite, spazierte ins Haus und kam in kurzer Hose und Shirt zurück. „Jetzt geht’s los“, sagte er: „Eine Stunde Projektarbeit, das schaffe ich noch. Aber erst mähe ich den Rasen.“ Der Michelmann kann sich am allerbesten mit körperlichen Tätigkeiten entspannen, sei es Sport, Kochen oder Gartenarbeit. Das ist wirklich praktisch, finde ich. So schafft er es auch immer wieder, mich mitzureißen. Ich habe gestern natürlich nicht mit gewirbelt, denn ich habe ja eine ärztlich verordnete Arbeitspause.

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Impressionen aus dem Garten Landgeflüster

Aber wir haben gemeinsam weitergeplant und uns vorgestellt, wie es wohl werden wird. Dabei haben wir unseren Plan auch noch einmal abgewandelt. Ich finde es ganz großartig, dass der Michelmann immer so gut mitzieht. Und wer so fleißig arbeitet, wird natürlich auch verköstigt. Fleisch für die männlichen Agressionen und so gab es einen großen  Salat und gegrillte Rinderbratwürste. Selbstverständlich im Garten verspeist, an diesem perfekten Gartensamstag. Danke, lieber Wettermann, dass auch Du so gut mitgespielt hast.

Heute sollte ich mich ja schonen und so habe ich auch wirklich kaum im Garten gewerkelt. Die meiste Zeit saß ich lesenderweise im Garten.

Ganz oft aber ließ ich meinen Blick schweifen und das Ergebnis: um die 150 Fotos habe ich gemacht. Von wilden Tieren und bunten Blumen. Ich werde einen Teil davon bestimmt in den nächsten Tagen im Gartengeflüster zeigen.

Heute Abend hatte ich Lust, den Sommer in meine Küche zu holen. Die Sonne schien, die Rosen dufteten gar lieblich. Warum also nicht Rosensirup kochen? Ich hatte es im letzten Jahr zum ersten Mal gemacht und der Michelmann war überraschenderweise sehr angetan davon. Es gab unserem Trinkwasser eine ganz edle Note, aber auch das ein oder andere Dessert verfeinerte ich mit dem Sirup.

Ich nehme für den Sirup Blätter der Compassion, weil sie einfach am allerschönsten duftet. Natürlich habe ich sie nicht komplett geplündert, sondern nur einen halben Liter Sirup gekocht.

Ich finde so ein Fläschen Sirup ist auch immer ein hübsches Mitbringsel, deshalb habe ich sie ein bisschen aufwendiger und auch ein wenig kitschig verziert.

Juhuu, heute konnten wir endlich wieder im Garten frühstücken. Da hat der Michelmann wenigstens auch etwas Sonne, an diesem Weltrettertag.

Meinem Rücken geht es schon viel besser. Vielen Dank für Ihre Genesungswünsche. Hoffentlich bleibt es lange sonnig. Es ist so schön! Ich werde mich jetzt in den Garten setzen und ein wenig lesen.

Ihnen wünsche ich einen ebenso sonnigen Samstag! Genießen Sie ihn.

Da muss ich ja sehr schmunzeln, weil ich gerade diesen Eintrag erblicke. Soll ich Ihnen mal verraten, was ich heute Mittag getan habe? Ich soll ja meinen Rücken schonen und so habe ich mich heute Mittag auf das Sofa gelegt, den Fernseher angemacht und die erste „Raumschiff Enterprise“ Folge meines Lebens gesehen. Es wird wohl auch die letzte gewesen sein. Aber endlich weiß ich, worüber die „ollen Trekkies“ sich unterhalten….

Liebe Grüße nach München, liebe Freidenkerin!

Gruß aus dem Kaminzimmer

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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