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Heute schreibe ich Ihnen mal aus meinem Büro mit meinem IwiPhone. Selbstverständlich mache ich eine offizielle Pause, schließlich bin ich heute keine Teilzeittucke. Deshalb habe ich auch eine Pause mehr als sonst und die teile ich natürlich mit meinen Lieblingsgästen, also Ihnen.

Ich finde ja, es gibt Männer, die haben außergewöhnlich schöne Stimmen. Männlich und so attraktiv, dass es schon fast egal ist, was sie sagen. Bei der Arbeit telefoniere ich fast täglich mit so einem Mann und ich bin wahrlich nicht die Einzige im Büro, die dieser Stimme fasziniert lauscht. Auch wenn die Themen oft sachlich und trocken sind. Ich nenne ihn „The voice“ , heimlich natürlich. Wir kennen ihn alle nur vom Telefon und keine von uns weiß, wie er aussieht. Das ist wohl auch gut so, denn so stellen wir ihn uns als den wohl attraktivsten Kollegen der Firma vor. Oft passt ja das Aussehen nicht wirklich zur Stimme, finde ich. Jedenfalls passiert es mir oft, dass Menschen ganz anders aussehen, als ich sie mir vorstelle, wenn ich ihre Stimme höre.

Vorgestern erhielt ich zuhause einen Anruf. Natürlich rief nicht „the voice“ an. Es war unser bis dato unbekannter vielleicht-Fliesenleger. Man, hat der eine Stimme! Sie war ähnlich betöhrend wie die von „the voice“. Ich bin gespannt, denn den Mann dazu werde ich demnächst ja vielleicht kennenlernen.

So, und jetzt gehe ich in eine Telefonkonferenz. Raten Sie mal, wer auch dabei ist…. Hach.

An diesem Wochenende findet unsere alljährliche Gartenparty statt. Wenn Sie bereits länger bei mir im Landgeflüster lesen, wissen Sie, dass der Michelmann und ich unsere Geburtstage immer nachträglich zum Ende des Sommers feiern, wenn die Urlaubszeit zu Ende ist. Einer von uns hat nämlich immer in den Sommerferien Geburtstag. Und wenn einer groß feiern kann und die andere nicht, ist das ja auch ein bisschen gemein. Deshalb feiern wir immer zusammen und alle freuen sich.

Im vorletzten Jahr haben wir das erste Mal zwei Gartenpartys gefeiert, die legendäre Mamma-Mia-Party, zu der uns wildfremde Blogger besuchten, die wir alle vorher noch nie im echten Leben gesehen haben, und eben die alljährliche Dermichelmannundfraulandgeflüsterfeierngemeinsamihrengeburtstagnach-Gartenparty mit Familie und Freunden aus dem echten Leben. Da aus einigen der wildfremden Bloggern Freunde im echten Leben wurden, haben wir dann im letzen Jahr die erste gemischte Party mit Bloggern und Nichtbloggern gefeiert. Das war echt lustig, weil die wenigsten Nichtblogger wussten, was ein Blog ist und es unfassbar fanden, dass wir uns über das Internet kennenlernten.

In diesem Jahr ist das für alle nichts Neues mehr und so freue ich mich auf eine schöne gemischte Party mit um die 30 Gäste. Auch in diesem Jahr werden wieder Gäste dabei sein, die zum ersten Mal mit uns feiern. Einige bleiben wieder über Nacht und so wird die Feier erst am Sonntag mit einem gemeinsamen Frühstück zu Ende gehen.

Auch die Vorbereitungen sind in diesem Jahr wieder äußerst entspannend. Irgendwie habe ich nämlich noch gar nichts vorbereitet, außer meinen Zettel mit dem geplanten Speisen bzw.der Einkaufsliste der fehlenden Zutaten. Da der Michelmann am Freitag bis spät abends die Welt rettet, bleibt uns gar nicht viel Zeit für Vorbereitungsstress. Da fällt mir gleich wieder die entspannte Vorbereitung der aMMV-Feier und die Landpartie ein, die wir im letzten Jahr am Tag vor der Party veranstaltet haben. Sie sehen, langjährige Erfahrung im Partymanagement macht sich bezahlt. In der Ruhe liegt die Kraft.

Trotzdem habe ich das Gefühl, ich hätte etwas vergesen. Aber was nur? Die Gäste sind eingeladen, das Fleisch im Hofladen bestellt, der Grill ist gesäubert, der Kicker, die Dartscheibe und die Tischtennisplatte aufgebaut, Stühle vom Dachboden geholt, das Gemüse kommt zum Wochenende, das Brot kauft der Michelmann am Samstag, gebacken wird am Freitag und auch die Speisen Buffet werde ich am Freitag und am Samstag Vormittag vorbereiten, das GWZ werde ich ebenfalls am Freitag herrichten, Haus ist schon sauber. Das Einzige, was ich wirklich noch nicht geplant habe, sind die beiden Desserts. Was mach’ ich nur, was mach’ ich nur? Der Michelmann meint, LaLu-Vanillepudding mit Obst und  irgendwas Schokoladiges. Das finde ich schon einmal ganz gut. Sollte Ihnen spontan ein fluxes Dessert einfallen, dann schreiben Sie es mir. Noch habe ich ja genug Zeit, es vorzubereiten.

Wenn Sie mögen, dann drücken Sie mir auch die Daumen, dass der Wettermann in Partylaune ist. Und weil ich schon wieder viel zu viel geschrieben habe (Entschuldigung, ich weiß ja selbst, dass meine langen Einträge absolut leserunfreundlich und abschreckend sind!), erinnere ich Sie auch gleich noch daran: wie bereits 2009 und 2010 werde ich das Landgeflüster schließen. Ich weiß noch nicht genau wann und wie lange, aber an der Blogpause möchte ich auch in diesem Jahr festhalten. Sie tut mir und ich denke auch dem Landgeflüster gut. Und unserem Garten auch, denn wir möchten unser Gartenprojekt abschließen.

Und jetzt werde ich mir etwas Kleines zum Essen machen und danach in Ihren Blogs stöbern. Der Michelmann kommt heute noch viel später nach Hause, also habe ich richtig Zeit dafür. Ich freu mich auf Sie.

Schade, dass ich Ihnen diesen Brief ausgerechnet heute, zu diesem traurigen Anlass, schreibe. Aber wissen Sie, ich kann nicht jedem schreiben, dem ich gern persönlich etwas mitteilen möchte. Mir fehlt dazu die Zeit. Deshalb beschränke ich mich bei der Auswahl der Adressaten meiner Briefe auf die Menschen, die ich persönlich kenne.  Ich denke aber, Sie selbst hätten auch nicht die Zeit und Lust, zu Lebenzeiten diese Post aus dem kleinen Dorfe in der Lüneburger Heide zu lesen. Nun aber, auf Ihrer letzten Reise, habe Sie vielleicht die Muse, meine Zeilen zu lesen. Ich sitze immer sehr viel im Zug und freue mich dann auch, wenn ich etwas zu lesen habe. Bestimmt geht es Ihnen jetzt auch so.

Es ist mir großes ein Anliegen, mich persönlich von Ihnen verabschieden und Ihnen auf Ihrer letzten Reise alles Gute wünschen. Denn ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Für die Fröhlichkeit und gute Laune, die Sie uns allen über so viele Jahre geschenkt haben, für die Sketche und Filme, mit der Sie unser aller Leben bereichert haben. Für Ihren Humor, der wahrer Humor ist, anders als die Albernheiten und der Blödsinn, den uns andere als Humor verkaufen wollen. Ihre Werke sind einmalig und sie werden uns unvergessen bleiben. Vielen Dank dafür!

Ganz besonders möchte ich mich aber dafür bei Ihnen bedanken, dass Sie Wum erschaffen haben. Er war – in Plüschform – der Begleiter meiner frühsten Kindheit, mein Seelentröster und aller-allerbester Freund. Was brauchte ich Teddybären oder Schnüffeltücher!? Ich hatte meine Wum zum Nuckeln und Plattliegen. Wissen Sie, auch in einer großen Familie kann es manchmal einsam sein und dann tut es gut, einen wahren, einen ganz besonderen Freund an seiner Seite zu haben.

Ich wünsche Ihnen alles Liebe und, dass Sie dort, wo Sie jetzt sind, weiterhin soviel Freude und Spaß verbreiten, wie Sie es hier bei uns getan haben. Ihre Frau Landgeflüster.

Heute war wieder so ein Tag, an dem der Post-Leo gleich zweimal klingelt. Das Zeichen, an dem ich erkenne, dass er sich ganz dringend wünscht, einen von uns anzutreffen.

Und wenn er uns doch einmal nicht erreicht, weiß er sich zu helfen. Na, ist das eine Begrüßung? Post aus der Toskana! Ich liebe es.

Meine lieben Damen und Herren, ich muss Ihnen nun etwas ganz Tragisches mitteilen. Sie müssen nun ganz tapfer sein. Besonders diejenigen von Ihnen, die es genauso doof wie ich finden, dass es jetzt schon die ersten Weihnachtssachen zu kaufen gibt. Siehen Sie selbst:

Der Weihnachtsmann backt Plätzchen

wie immer, wenn der Abendhimmel feuerrot ist. Das ist so, glauben Sie mir. Das hat mir nämlich Vater Landgeflüster verraten, als ich noch ein kleines Mädchen war. Ich habe mich war damals schon gewundert, warum er das ganze Jahr Plätzchen backt. Aber mein Vater hatte auch dafür eine Erklärung und seitdem ich selbst Weihnachtsplätzchen backe, weiß ich wie lange es dauert, ein paar Bleche voll zu backen. Und wenn jeder Mensch auf der Welt ein paar Kekse bekommen soll….

Wir kaufen unsere Lebensmittel ja bekannterweise im Hofladen oder in den beiden kleinen Biomärkten in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes. Deshalb bekomme ich ja gar nicht mit, was in der Welt so los ist. Ganz überrascht war ich, als ich diese drei hässlichen Kerle in meiner Küche vorfand:

Die hat der Michelmann geschenkt bekommen und heimlich in unserer Küche abgelegt. In irgendeinem Blog habe ich sie schon einmal gesehen. Da können unsere jungen Gäste am Samstag also nicht nur Tischtennis spielen, darten und kickern, sondern auch murmeln. Mit drei Murmeln kommen sie zwar nicht weit, aber immerhin  unser guter Wille zählt, finde ich.

Das merke ich jeden Tag. Aber besonders an so einem Tag, an dem ich ausnahmsweise wegen einem wichtigen Termin länger arbeiten sollte. Dieser Termin war nun aber doch kürzer und so konnte ich pünktlich in den Feierabend starten. Um kurz nach drei war ich schon zuhause und habe jetzt fünf Stunden vor mir, bevor der Michelmann nach Hause kommt.

Bevor ich es mir gemütlich mache, habe ich schon den Entsafter mit den Trauben auf den Herd gestellt, damit er vor sich hin saften kann.

Den Gelee werde ich heute Abend kochen, wenn es ein wenig kühler ist.

Wissen Sie, was mir gerade einfallen ist? Gestern vor vier Jahren haben wir unsere (neue) Küche bekommen. Ganz schön lange schon her, aber doch so frisch, dass ich mich noch immer jeden Tag darüber freue. Ich liebe meine Küche! Für diesen relativ kleinen Raum bietet sie eine Menge. Besonders den in der Mitte stehenden Herd finde ich ganz großartig. So manche Jede Party endete als Stehparty in der Küche.

Außerdem bietet sie viel Platz für ein schönes Buffet. Auch das ein Grund, warum es bei unserer alljährlichen großen Gartenparty immer ein kalt-warmes Buffet gibt.

Bevor ich mich aber festquatsche, verabschiede ich mich erst einmal und zapfe meinen Traubensaft. Bis später.

Nachtrag:  Die Geschichte unserer Küche hatte ich in meinem damaligen Blog gepostet. Wenn Sie sie noch einmal nachlesen möchten, können Sie dies hier tun.

Wissen Sie, was ich vergesssen habe, Ihnen zu berichten? In dem einen Supermarkt in Wien gab es schon Weihnachtsgebäck! Pfefferkuchen und so. Unglaublich, oder? Das wollte ich Ihnen doch unbedingt erzählen.

Es kommt ja selten vor, dass wir in den offiziellen Sommerferien in den Urlaub fahren. Aber dann schon Weihnachtsgebäck zu sehen, finde ich extrem. Klar schmeckt es frisch am besten, aber mir kommt tortzdem vor dem ersten Advent nichts Weihnachtliches in Haus. Basta!

(Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei, aber wahrscheinlich hätte ich vor Schreck auch vergessen, ein Foto zu machen.)

Besonders pfiffige Gärtner schaffen es mit einigermaßen wenigen Handgriffen große Effekte im Garten zu erzielen. In aller Bescheidenheit muss ich Ihnen heute einmal schreiben, dass der Michelmann und Frau Landgeflüster äußerst pfiffige Gärtner sind. Das ist nun einmal so und wenn Sie finden, dass Eigenlob stinkt, dann halten Sie sich einfach die Nase zu, während ich Ihnen zeige, was unsere kleine Familie heute im Garten geschafft hat.

Bis zum Wochenende soll unser Garten so schön sein, dass alle Gäste begeistert sind. Da wir ja nun in diesem Jahr mit einigen schweren Situationen zu kämpfen hatten (Regen, die doofen Arbeitszeiten vom Michelmann, die akute Unlust von Frau Landgeflüster, die aktute Lust vom Rebellen und der Urlaub in Wien), mussten wir uns eine Strategie überlegen, wie wir es in der kurzen uns verbleibenen Zeit (also heute) schaffen können, den Garten so gut wie möglich aufzuhübschen.

In der nächsten Woche rettet der Michelmann nämlich wieder zu ganz doofen Zeiten die Welt und ich arbeite am Montag und Donnerstag so lang wie eine Vollzeitschnecke. So bleibt mir dann nur der Dienstag, Mittwoch und Freitag, allein alles für das Wochenende vorzubereiten. Wenn Sie mögen, verrate ich Ihnen unsere Taktik. Folgen Sie mir einfach.

Dies sind die strategisch wichtigsten Stellen im Garten, dort wo die Gäste wohl am ehesten und häufigsten spazieren gehen werden. Auf die haben wir uns heute gestürzt.

Immer ganz wichtig, die Beete und Rasenkanten im Vordergrund müssen ganz sauber sein. Das beeindruckt Besucher so dermaßen, dass sie gar nicht merken, dass die Beete im Hintergrund so naturbelassen wachsen.

Besondere Blickpunkte, wie zum Beispiel dieses Wasserspiel müssen sich natürlich wildkrautfrei präsentieren. Schnell noch das Beet durchharken. Wenn es nicht so doll regnet, werden die Rillen noch am Samstag zu sehen sein…

Strategisch wichtige Schleichwege müssen unbedingt freigelegt werden. Auch, wenn sich der Rasen so gleichmäßig darüber verbreitet hat, dass die Steine nicht mehr zu sehen sind. So war es nämlich bei diesen Feldsteinen. Nun aber weiß niemand, dass die Steine nicht immer so schön zu sehen sind.

Das Gleiche machten wir selbstverständlich auch im Hauptgarten. Je näher am Gartenwohnzimmer desto gründlicher, ist ja klar.

Und noch schnell das Beet unter dem Küchenfenster bepflanzen. Zwischen Mangold und Kohlrabi noch etwas Blühendes. Et voilà, nun kann ich mich in der Woche auf das Haus und die Speisen konzentrieren.

Und trotz der vielen Äpfel am Morgen und der Gartenarbeit am Nachmittag, blieb uns genug Zeit und Muse, zum Beispiel für die leckeren Törtchen. Danach bereiteten wir den Stall vor. Kicker, Dart und Tischtennis, unser Programm für alle Jugendlichen und Junggebliebenen. Im Raum mit der aMMV-Gedächtniswand, mit dem, was von dem 2 Meter-Teil noch übrig blieb.

Abends haben wir dann noch ein wenig geerntet. Mangold für das Abendessen und Trauben für Gelee.

Die Trauben wachsen an der Sonnenwand und sind so üppig und so früh reif wie nie zuvor. Also wird Frau Landgeflüster morgen Abend außerplanmäßig Traubengelee kochen. Aber heute wird sie nur noch auf dem Sofa entspannen.

In diesem Sinne: einen schönen Abend für Sie alle und morgen einen guten Start in die neue Woche!

Da kann man wunderbar bis in die Puppen schlafen oder 53 Kilometer über das flache Land laufen. Man kann sich aber am frühen Morgen auch wunderbar in der Küche beschäftigen:

Eine weitere Schale müssen Sie sich noch dazu denken. Die war nämlich schon halb geschält, als mir einfiel, ich könnte ja mal fotografieren und die Fotos später bloggen.

Das waren die letzten Äpfel, alle anderen waren zu dem Zeitpunkt schon gekocht und in den Gläsern. Zum erstenmal überhaupt habe ich meinen Apfelmus eingekocht und nicht eingefroren.

So kann ich sie im Stall lagern und verbrauche keinen Platz in unserem doch recht kleinen Kühler. Sicherlich wird dies nicht der letzte Apfelmus sein, den ich einkoche. Aber Apfelmus esse ich auch immer sehr gern. Vielleicht erinnern Sie sich, dass ich fast jeden Tag einen Obstsalat mit selbst zusammengemischtem Müsli in die große Stadt mitnehme.

Nun habe ich auch im Winter im Äpfel, die ich mit ins Müsli geben kann und brauche mir keine dazu kaufen. Leider lassen sich meine Äpfel nicht lange lagern, deshalb ist Apfelmus eine hervorragende Variante, sie zu konservieren. Ein Teil ist feiner (pürierter) Mus für Pfannkuchen usw., der andere ist ein wenig grober, also mit etwas größeren Fruchtstücken für mein Müsli oder als Kompott.

Und jetzt bin ich richtig froh, dass diese Äpfel verbraucht sind und ich einige Tage Apfelpause habe. Puh.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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~japanische Weisheit~

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