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Wir kamen gerade rechtzeitig zur Kaffeezeit zurück in unser Dorf.

Und so brühte der Michelmann gleich Kaffee auf, während ich vorsichtig das feine französische Gebäck auspackte. Hmmm, dieser Duft!

Ein ganz bisschen Eischnee blieb am Papier haften, wie Sie sehen. Und weil es Törtchen nach original französischen Rezepten zubereitet wurden, tranken wir Kaffee aus Tassen, die ich vor Jahren aus Paris mitbrachte.

Ganz schnell war es wieder da, das Urlaubsfeeling. Deshalb suchte ich mir nach unserem Kaffeetrinken eine besondere Gartenarbeit aus.

Ich habe Lavendel geschnitten und der Duft versetzte mich sofort in die Provence. Später kümmerte ich mich noch um die Wildkräuter und der Michelmann steckte die Rasenkanten ab. Das Lavendelschneiden und die sauberen Rasenkanten lassen den Garten doch gleich viel gepflegter erscheinen. Und weil wir so fleissig waren, verbrachten wir den restlichen Abend im Gartenwohnzimmer.

Erst blätterte ich in meiner Post, dann begann ich gemeinsam mit dem Michelmann die Planungen für die Gartenparty.

So schön war es heute bei uns auf dem Lande. Ein wundervoller Sommertag!

Der Michelmann verspürte gestern den Wunsch, einen Sommertag in der großen Stadt zu verbringen. Und weil ich noch einige Küchenutensilien wie Teigschaber und Spritztülle brauchte und es so einen schönen Küchenladen direkt am Bahnhof der großen Stadt gibt, fand ich die Idee nicht schlecht. Nach dem Frühstück sind also wir an diesem strahlenden Sommertag mit dem Zug in die große Stadt gefahren.

Ein Spaziergang über die Lister Meile, danach der Besuch des Geschäfts für Küchenbedarf und schon war der Einkaufszettel abgeharkt. Wie Sie wissen, kochen wir beide sehr gern. Wir gehen deshalb nicht so oft essen, weil es uns in Restaurants oft zu voll, laut oder ungemütlich ist. Zuhause kennen wir die Qualität der Zutaten und brauchen uns auch nicht über launische Servicekräfte zu ärgern. Jedenfalls waren die letzten Restaurantbesuche, die wir in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes erlebten, ein Reinfall. Der Service schlecht und das Essen auch nicht so, dass es mir in postiver Erinnerung blieb. Heute zur Feier dieses wunderschönen Sommertages wollte der Michelmann mich gern zum Mittagessen einladen. Dort, wo wir bei früheren Ausflügen in die große Stadt schon einmal eine Pause eingelegt haben, um uns bei einem Erfrischungsgetränk zu erholen.

Deshalb kannten wir die interessant klingende Speisekarte bereits und so freute ich mich sehr über diese Einladung.

Eine Maracuja-Schorle und dazu für Frau Landgeflüster Penne mit Geflügel in einer Tomatensahnesauce, Rucula, Ziegenkäse, Walnüssen, Orangen und Pinienkernen.

Einfach köstlich! Der Michelmann hat sich eine Pizza ausgewählt, die auch lecker aussah, wie ich finde.

Es war ein wundervolles Mittagessen, der Service prima, die Einrichtung schick und gemütlich. So wie ich es liebe. Und weil ich mich so darüber gefreut habe und ich dem Michelmann auch noch etwas Schönes bieten wollte, bin ich noch mit ihm in die französische Pâtisserie spaziert, von der ich Ihnen im Winter bereits vorgeschwärmt habe. Ich habe feine Törtchen für heute und morgen ausgewählt, die wir ganz vorsichtig im Zug nach Hause brachten. So schön war es heute in der großen Stadt.

über die ich Ihnen heute berichten könnte. Aber ich habe keine Zeit. Später vielleicht.

und deshalb stelle ich jetzt….    so da bin ich wieder! … den Wecker offiziell aus und schlafe morgen richtig lange aus. Erfahrungsgemäß wird das ungefähr bis um halb sechs sein. Aber wenn ich wirklich so früh aufwache, werde ich einfach  noch liegen bleiben, ein bisschen dösen und mich einfach nur freuen, dass ich ausschlafen darf und ein gemeinsames unverplantes Wochenende mit dem Michelmann vor mir habe. Eine schöne Vorstellung!

Der Michelmann und Frau Landgeflüster planen, ihr kleines Gäste-WC zu renovieren. Und weil sich die Gäste auch beim Pinkeln im Hause Landgeflüster wohl fühlen sollen, möchten wir es besonders hübsch machen. Also sind wir heute nach der Arbeit in die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes gefahren, um uns zwei Badausstellungen anzusehen. Da haben wir feine Dinge gesehen. Und weil ich mein IwiPhone dabei hatte, habe ich Ihnen auch zwei Fotos mitgebracht. Hier das Erste:

„Hm“ , werden Sie jetzt vielleicht fragen: „Was soll an so einer schlichten weißen Badewanne denn so fein sein?“ Die außergwöhnlichen 6 cm großen Details, die sich erst beim genauen Hinsehen offenbaren:

Leider brauchen wir im Gäste-WC keine Badewanne. Sonst wäre diese bestimmt in die engere Auswahl gekommen.

Wenn Sie sich meinen Blog einmal genau angesehen haben, dann kennen Sie meinen Lieblingsspruch von Herrn de Maupassant.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

Ich finde ja, dieser Satz trifft auch eindeutig auf Bücher zu.

Es sind Bücher, die das Leben lebenswert machen.

Im letzten Jahr kürte ich aus den zahlreichen Zugbüchern *) meine  „Entdeckung des Jahres“ . Das war Herr Larsson für mich. In diesem Jahr werden sich diesen Titel wohl zwei Herren teilen. Danke, liebe Frau Sandiego, dass Du mir Herrn Levy vorgestellt hast. Über meine Begeisterung für seinen Schreibstil habe ich ja bereits öfter berichtet. Aber auch Dir, liebe Freidenkerin, danke ich von Herzen. Ohne Dich hätte ich Herrn Schätzing wohl nicht so schnell kennengelernt. Ich meine natürliche seine Bücher, wie schick er aussieht, das weiß ich schon länger. Du hast mir vom „Limit“ vorgeschwärmt, deshalb habe ich es vom Michelmann zum Geburtstag geschenkt bekommen. Weil ich mir aber für die Reise nach Wien im Bahnhof ein Buch kaufen „musste“, habe ich mich spontan für den „Schwarm“ entschieden und lerne so Herrn Schätzing kennen. Es ist ein großartiges Buch! Und so lese ich nun jeden Tag nicht nur im Zug, sondern auch zuhause, weil es so spannend und interessant geschrieben ist und ich es gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

Wissen Sie was? Ich bin so froh, dass ich durch meinen langen Arbeitsweg so viel Zeit zum Lesen finde. Soll mir noch einmal jemand sagen, pendeln ist doof. Klar gibt es schönere Plätze zum Lesen als so ein Zugabteil. Aber ehrlich, wer nimmt sich zuhause täglich 2-3 Stunden Zeit in Ruhe zu lesen? Ich jedenfalls nicht. Und das ist schade, denn Bücher machen das Leben echt lebenswert, finde ich.

*) Die Liste werde ich demnächst aktualisieren.

  • Nicht nur Frau Landgeflüster weiß die Zeit im Zug gut zu nutzen:

Wenn ich morgens kurz nach 6 in die große Stadt fahre, sehe ich ab und an einen Herren mit Schlafmaske. Zum ersten Mal sah ich einen zur Mittagszeit.

  • Ich habe Ihnen ja schon einmal verraten, was für mich zu einem guten Start in den Arbeitstag gehört. Der Tag fing auch genau so an: Der Zug superpünktlich und kein Regen auf dem Fußweg zur Firma. Die Rückfahrt schien genauso perfekt zu verlaufen. Doch dann, weniger Meter vor Beginn des Bahnhofsgeländes, hielt der Zug. Er stand 3 Minuten, bevor uns eine freundliche Stimme darauf hinwies, dass unser Gleis noch belegt wäre und wir noch eine Minuten warten müssten. Dann rollten wir ein paar Meter und hielten erneut. Nun folgte die Ansage, dass es eine Signalstörung gäbe. Wie doof, so nah am Ziel.

Es waren wirklich nur wenige Meter bis zum Bahnsteig. Glücklicherweise erreichten wir den Bahnhof dann doch recht schnell mit insgesamt 15 Minuten Verspätung. Der Michelmann, der mich am Bahnhof abholte, erzählte mir dann, dass am Bahnhof die ganze Zeit eine Ansage lief, dass mal wieder Oberleitungen zwischen der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes und meiner Lieblingsgroßstadt im Norden geklaut wurden, und einige Züge nun nicht mehr fahren könnten.

Zeigt mir, dass ich wieder ein reisendes Glückskind bin und zweitens die interne Information bei der Doitschen Barn genauso schlecht ist, wie die Information der Kunden.

Aber trotzdem, Zugfahren finde ich gut. Ohne das hätte ich viel weniger zu bloggen. Ich hätte es Ihnen auch schon früher berichtet, wenn ich nicht vorher 25 Minuten mit der Schwester aus dem Süden und 55 Minuten mit Mutter Landgeflüster telefoniert hätte.

schreit der Michelmann und fuchtelt mit der Düse seines neuen Hochdruckreinigers vor meiner Nase herum, während ich, vollgefressen mit dieser Pizza

auf dem Sofa im Kaminzimmer liege.

Ich musste eben schon ziemlich lachen. Aber einen richtigen Lachflash bekam ich, als der Michelmann merkte, dass ein altes Ehepaar mit offenen Mündern vor unserem Fenster stand und entgeistert ins Kaminzimmer blickte. Er kreischte etwas von „wie peinlich“ und flüchtete, während ich vor Lachen fast vom Sofa viel.

Damit Sie sich die Situation besser vorstellen können, zeige ich Ihnen die beeindruckende Düse:

Wirkt doch ziemlich echt, das Superheldenfuchtelding, finde ich.

Etwas Lustiges aus dem Büro kann ich Ihnen heute auch noch erzählen. Mit meinen beiden Lieblingskollegen kam ich irgendwie auf das Thema „Hausarbeit“ zu sprechen. Nachdem sich der Singlekollege selbst bemitleidete, weil er den ganzen Haushalt allein stemmen muss, erzählte ich den Beiden, dass der Michelmann und ich als wir zusammenzogen, eine Absprache getroffen haben. Jeder von uns durfte sich damals die Hausarbeit aussuchen, die er am meisten hasst. Von der sollte er für immer befreit sein und jede andere würden wir uns teilen. Der Michelmann wählte damals Bügeln und ich Badezimmer putzen. Seit fast 17 Jahren muss der Michelmann also nicht bügeln und ich nicht in den Bädern wirbeln.

Dann fügte ich noch hinzu, dass wir demnächst unser Gästebadezimmer ganz Hausfrauen-freundlich mit Glaswand und so renovieren werden und ich dann vielleicht auch mal das Bad putzen würde. Darauf grinste der zweite Kollege und meinte: „Oder hausmannfreundlich. Dein Mann nimmt sich den Hochdruckreiniger und dann geht’s los.“

Kurze Zeit später rief ich den Michelmann an. Schließlich hatte ich heute meinen langen Arbeitstag, da muss ich ja fragen, ob er auch ohne mich einen schönen Nachmittag hat. Und nun halten Sie sich fest! Wissen Sie, was der Michelmann geantwortet hat? Nein, wahrscheinlich nicht. Deshalb verrate ich es Ihnen gern: „Ja, hatte ich“ antwortete er und: „Ich habe heute einen Hochdruckreiniger gekauft!“

Ich musste so lachen. Und die beiden Lieblingskollegen auch, als ich das später erzählte.

Eben auf dem Weg zum Bahnhof in der großen Stadt:

Mutter (schreiend) zum davon laufendem Kind (weinend): „Bleib hier!“

Kind: „Nein, du Arsch!“

Mutter: keine Reaktion.

Kind läuft weg. Mutter nimmt einen tiefen Schluck aus der Bierpulle und sagt: „Lass dich nicht überfahren.“

Kind sieht zweites Kind und läuft zu ihm Beide freuen sich.

Hm.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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