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Unsere Badrenovierung geht zügig voran, auch wenn sie heute noch einmal ins Stocken kam. Der Elektriker hatte bei der Verlegung seiner Leitungen einen kleinen Fehler gemacht. Da sich der Fehler nun ausgerechnet hinter der frisch angebrachten Wand befand, musste sie noch einmal kurz entfernt werden. Spott und Hohn der Fliesenmänner begleiteten ihn bei seinem kurzfristigen Noteinsatz. So ist das hier auf dem Lande.

Danach machten sich die Fliesenleger ans Werk. Zu Ihren Anmerkungen zu der Höhe der Fliesen möchte ich Ihnen Folgendes erzählen. Ich mag verputzte Wände im Bad auch sehr gern und auch, dass seit einigen Jahren nicht mehr bis oben gefliest wird. Der Michelmann mag das nun allerdings gar nicht und wie es immer so ist, mussten wir einen Kompromiss finden und ich finde, wir haben auch einen guten gefunden: Da der Michelmann die Wände pflegen muss (Arbeiten über Kopfhöhe ist mit meinem Rebellen nichts), lassen wir bis oben fliesen. Das war auch die einfachere Variante, weil wir ja gar nicht geplant hatten, die alten Fliesen überhaupt herunterzunehmen. Dafür durfte ich mir die Fliesen und alle Badelemente aussuchen. Und die auszusuchen finde ich auch viel toller, als entscheiden zu dürfen, wie hoch wir fliesen. Da der Michelmann und ich Diskussionen über so banale Dinge nicht mögen, war ich froh, diesen Kompromiss in 9 Sekunden gefunden zu haben. Dass unser Bad nun vielleicht gerade nicht das modernste der Welt ist, finde ich nicht schlimm. Ich (ist eine Landpomeranze was Negatives, Carola???)  mag es sowieso gern zeitlos.

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Die Fugen sind noch nicht verputzt, aber es gefällt mir schon gut. Leider kommt es auf Fotos ja nie so gut rüber, wie es  in Wirklichkeit aussieht. Aber ich denke, ein bisschen können Sie doch erkennen.

auf “Tatsächlich Liebe!” Warum mir das nun gerade jetzt auffällt, weiß ich nicht. Aber ich freu, freu, freu mich drauf!

Ich glaube, wir müssen ihn unbedingt morgen sehen. Un.be.dingt!

Jetzt werde ich es mir – nach dieser kleinen Brotzeit – auf dem Sofa gemütlich machen. Draußen wäre es auch sehr schön, aber ich betreue ja die Fliesenleger. Es ist immer noch herrlich sonnig und deshalb komme ich im Zug in diesen Tagen auch gar nicht zum Lesen. Mein aktuelles Zugbuch ist so dünn, dass ich es normalerweise locker in einer Woche geschaftt hätte. Aber bei dem Wetter schaue ich lieber aus dem Fenster und höre dazu schöne Musik. Stellen Sie sich vor, heute habe ich mitten auf einem Feld einen Fuchs gesehen! Toll, oder? Schade, dass ich Ihnen kein Foto davon zeigen kann. Das denke ich oft, wenn ich die Wunder der Natur bewundere.

Einige von Ihnen deuteten an, dass ich in den letzten Tagen so viel bloggen würde. Keine Angst, das wird wieder weniger! Es ist ja nur so, dass ich gerade so viel Zeit habe und es außerdem so viele kleine Dinge gibt, die mein Herz erfreuen. Wie der Fuchs vorhin oder dieses wundervolle Geschenk, dass mir der Post-Leo heute vorbeibrachte:

Ein kleiner Adventskalender für mich. Einfach so. Vielen Dank, liebe Mirjam! ♥ Ich kann mir gar nicht vorstellen, was mich in den nächsten 24 Tagen in dieser kleinen Schachtel erwarten wird und finde es aufregend und spannend. Hach!

Zwischen dem ersten Teil dieses Eintrages und diesem Ende unter der kleinen Raute liegt eine Zeitspanne von mehr als einer Stunde. Ein netter Anruf kam mir dazwischen, dem einige Mails folgten, und deshalb fange ich jetzt gleich mit meiner Bastelei an. Das Sofa muss warten. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag! Machen Sie es fein!

Die Wand musste noch mal ab, erzählte mir der Michelmann gerade am Telefon. Sie ist aber inzwischen wieder dran, also alles gut! Spannend so eine Baustelle.

In dieser Minute bin ich wieder Teilzeitteilzeitschnecke! Hallo Fliesis, in zwei Stunden gleich bin ich da!

Das war ja klar! Der Michelmann kann es einfach nicht lassen. Als ich gestern von der Arbeit nach Hause kam, waren die Handwerker und auch der Michelmann schon weg. Natürlich war ich neugierig, was sich in meinem zukünftigen Privatbadezimmer getan hat. Und was sah ich zuerst?

Das war ein eindeutiger Gruß vom Michelmann! Damit ich nicht in den frischen Fußboden stampfe, hat er einen Eimer vor die Tür gestellt. Als ob mir das passieren könnte. Pah. Nur weil er vor 16 Jahren bei der Renovierung unserer ersten gemeinsamen Wohnung eine Bodenschwelle gestrichen hatte und mir dann zurief, ich solle aufpassen und nicht drauftreten. Habe ich auch nicht. Jedenfalls nicht mit beiden Füßen. Nur mit einem Fuß und das auch nur, weil ich vergessen hatte, dass der Michelmann mich zwei Minuten vorher gewarnt hatte. Ich finde, das kann schon mal passieren, aber der Michelmann lacht immer noch darüber und sichert seitdem alle Baustellen im Haus doppelt und dreifach ab. Pfff.

So, die Wände und der Boden sind fertig! Der Michelmann und ich haben entschieden, wir verzichten auf die Fliesen und lassen es so ursprünglich, wie es gerade aussieht. Ganz miniminiklein sieht der Raum jetzt aus und ganz urig! Waschbecken werden auch überbewertet. Und den Duschabfluß bieten wir unseren Gästen als Plumsklo. Simplify your life.

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Ich weiß nicht, ob ich es Ihnen schon einmal verraten habe, aber der Michelmann mag Kokoskekse auch sehr gern. Und weil ich ja schon so lange nicht mehr gebacken habe, dachte ich mir, heute ist ein guter Tag für Kokoskekse. Ich kann ja auch nicht jeden Tag basteln.

Als moderne Bloggerin müsste ich die Kekse jetzt übereinander stapeln und mit einem schicken Band zusammenbinden. So sehe ich es zumindest allerorts in den Keksebackeneinträgen. Aber ich bin ja keine moderne Bloggerin und außerdem finde ich es auch total unpraktisch. Mein Mund ist gar nicht so groß, dass da mehr als ein Keks reinpasst. Und Bindfäden im Mund finde ich auch doof. Also hier wieder das obligatorische “Kekse auf dem Glasteller-Foto”

Sie sehen total verkohlt aus, sind sie aber gar nicht! Das Geheimnis ist der braune Vollrohrzucker. Wenn Sie Kokos mögen und das wohl fluxeste Kokoskeksrezept der Welt backen möchten (und auch nicht auf zu süße Plätzchen stehen), dann kann ich Ihnen dieses empfehlen:

110 Gramm Kokosraspeln mit einen halben TL Zimt und 50 Gramm braunen Vollrohrzucker vermischen. Zwei Eiweiße aufquirlen und in die Masse geben. Alles schön verrühren und danach Kleckse auf das Backpapier verteilen. Alles bei 180 ° C ca. 15 min. backen.

Und morgen bastle ich wieder. Ich weiß auch schon, was!

Sie finden, dass der Kronleuchter übertrieben wäre??? Das habe ich zuerst ja auch gedacht. Da wusste ich aber auch noch nicht, dass meine Bodenfliesen gar keine Bodenfliesen sind. Auf dem Boden ist nämlich voll hochwertiges Steingut-Mittelmosaik. Das habe ich heute nämlich erfahren. Also, dass es Steingut-Mittelmosaik ist. Das mit dem “hochwertig” habe ich dazugeschrieben, damit Sie wieder schreiben können, ich würde übertreiben. Steingut-Mittelmosaik klingt doch nach edlem Fußboden. Und bei einem edlen Fußboden muss es so ein Kronleuchter sein. Also ehrlich, Steingut-Mittelmosaik ohne Kronleuchter geht gar nicht! Und damit er richtig toll in dieses Zimmer passt, habe ich mir auch noch eine ganz tolle Kronleuchterdeko ausgedacht. Schauen Sie mal:

Aber wenn es Sie beruhigt: unser Gästeklo bekommt auch eine neue Lampe. Bin gespannt, was Sie zu der sagen werden….

Traditionell haben wir uns am Sonntag, dem ersten Advent, mit den Drei Kaisers getroffen. Eigentlich sind es ja inzwischen vier, aber der Vierte ist gerade ausgeflogen. Und weil der ganz kleine Kaiser noch so miniklein ist, sind wir in diesem Jahr in den Norden gefahren. Das hatte den großen Vorteil, dass ich mir das schöne Weihnachtshäuschen anschauen konnte. Die Frau Kaiser schmückt ihr Haus nämlich immer ganz wundervoll. Bei mir gibt es haustechnisch nur ein entweder – oder. Entweder richtig alt oder richtig modern. Deshalb gefällt mir unser über 120 Jahre altes Häuschen, aber auch das Haus von Familie Kaiser so gut. Genauso sieht es bei der Weihnachtsdeko aus. Während es bei mir eher einfach und schlicht ist, dekoriert Frau Kaiser eher auffallend aufwendig, aber auch wunderschön anzusehen.

Am allerbesten hat mir aber dieser kleine Engel gefallen, den Frau Kaiser auf das Sofa drapiert hat.

Es war ein ganz toller erster Advent.

Ich könnte Ihnen jetzt auch noch den anderen Engel zeigen, der das Wohnzimmer der Familie Kaiser gerade ziert. Aber das traue ich mich nicht. Sie würden sich bestimmt ganz schön erschrecken. Der ist nämlich bestimmt fünfmal so groß und achtmal so dick wieder der Engel auf dem Sofa.

Danke, Ihr Lieben, für diesen schönen ersten Advent!

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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~japanische Weisheit~

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