Wie in jedem Jahr habe ich keine besonderen Vorsätze. Rauchen brauche ich als Nichtraucherin nicht aufzugeben; bei einer angeborenen Kleidergröße von 34/36 brauche ich nicht abzunehmen und weniger Alkohol ist bei meinem geringen Verbrauch auch kein Thema.

Also werde ich einfach weiterhin versuchen, gelassen und fröhlich durch das Leben zu stiefeln, mich auch nicht von Rückschlägen und Niederlagen zurückwerfen zu lassen und Schicksalsschläge tapfer zu ertragen. Dabei möchte ich nie den Blick für die wesentlichen, schönen Dinge verlieren und mich auf das konzentrieren, was ich positiv verändern kann. Neid und Missgunst sollen weiterhin keinen Platz in meinem Leben haben. Materielles Aufrüsten und Imponiergehabe finde ich doof. Ich möchte aufmerksam gegenüber anderen sein, unterstützen, positive Impulse geben und Freude machen. Ich möchte dankbar bleiben für all das Gute in meinem Leben und mein Herz soll das Vertrauen nie verlieren, weiterhin offen auf Menschen zuzugehen.

Es soll einfach so bleiben. Wenn ich das schaffe, dann bin ich glücklich und zufrieden. Und wenn ich mir im nächsten Jahr eine weiße Blümchendecke häkle und eine innigere Beziehung mit meiner Nähmaschine eingehe, dann bin ich am Ende des Jahres bestimmt auch ein bisschen stolz.

Es ist leicht, keine Vorsätze zu haben.