Du durchsuchst gerade das Tagesarchiv für den Juni 13, 2012.

  • Frau Landgeflüster meldet sich kurz vom Spielrand, um Ihnen mitzuteilen, dass sie heute nur das zweite Spiel kommentieren wird. Ganz überraschend sind liebe Gäste eingetroffen, die meine ganze Aufmerksamkeit verdienen. Manchmal geht das echte Leben eben vor. Aber ich freue mich schon auf nachher, wenn ich hier wieder versuche, die wirklich wichtigen Dinge für Sie festzuhalten. Vielleicht begleiten Sie mich ja heute auch wieder durch den Fußballabend.
  • So, die Gäste sind weg, der Fernseher an. Drei Tore haben wir verpasst. Hoffentlich fallen noch drei. Für Dänemark.
  • Unser Abendessen deutsch-holländisch: Spargel, Kartoffeln und Schnitzel für den Spitzel Michelmann. Dazu holländisches Bier.
  • Schade, das hätte ein dänisches Tor werden können. Gibt es eigentlich ein vegetarisches dänisches Essen? Ich glaube, die roten Würste gibt es nicht in unserem kleinen Supermarkt.
  • Gut, dass der Portugiese das Tor auch nicht getroffen hat.
  • Jetzt konnte ich zum ersten Mal die Trikots betrachten. Die Dänen rot -Toooor!
  • Wie toll, toll, toll.
  • Also die Dänen spielen in rot-weiß. Die Portugiesen weiß mit mint-rot-grün. Sehr gewagt, aber ich denke, ich kann mich daran gewöhnen.
  • Telefon!
  • Eine FORSA-Umfrage. Ich höre den Michelmann sagen :”Sie wissen schon, dass Fußball ist?” Die Dame stellte de Gegenfrage: “Können Sie sich vorstellen, wie blöd ich es finde, hier sitzen und telefonieren zu müssen?” Darauf lachten sie beide und einigten sich dann, die Umfrage zu verschieben auf irgendwann einmal.
  • Mist, Tor für Portugal.
  • Vier Minuten Nachspielzeit.
  • Schade, obwohl auch in der dänischen Mannschaft Millionäre Profis spielen, treffen sie das Tor nicht. Chance vergeigt, Sieg verschenkt. Schade. Aber so bleibt der letzte Spieltag dieser Gruppe so richtig spannend.

  • Zum ersten Mal seit Jahren habe ich bewusst Werbung gesehen. Zwischen dem ersten Spiel und der Analyse vom Olli und Frau Müller-Hohenstein kamen ein bis drei Werbeblöcke und ich war ganz fasziniert zu sehen, dass alle Spots das Thema EM hatten. Teilweise albern, aber einige auch höchst amüsant.
  • In meiner Kindheit haben wir auch oft Länderspiele geschaut. Damals hatte ich genauso wenig Ahnung wie heute noch nicht so viel Ahnung wie jetzt als staatlich anerkannte Blogkommentatorin. Folglich achtete ich mehr auf belanglose Details. Zum Beispiel fand ich die muskolösen Oberschenkel von Herrn Briegel immer sehr beeindruckend. Die O-Beine von Herrn Litbarski eher abstoßend und die Haare von Herrn Breitner ganz furchtbar. Heute sind mir solche Äußerlichkeiten natürlich total egal. Aber die Herren Gomez und Hummels  sehen schon sehr attraktiv für ihr Alter aus. Zumindest ansprechender als Herr Lahm, oder? Herrn Ronaldo mag ich entgegen des allgemeinen Frauengeschmacks auch nicht. Zu geleckt, zu glatt und der Oberkörper überproportional lang. Aber nun gut, Geschmäcker sind verschieden. Und ich achte ja sowieso nie auf solche Äußerlichkeiten.
  • Und nun unsere Hymne.
  • Auf geht’s!
  • Die Holländer lungern vor unserem Tor herum. Und das bereits in der ersten Minute.
  • Kleidungstechnisch keine Überraschung. Aber das haben wir ja auch nicht erwartet.
  • Übrigens melde ich mich gerade aus Charkiw.
  • Na, da hätten wir uns ja fast ein Tor eingefangen.
  • Herr Robben braucht jetzt gar nicht so aufzudrehen, das macht er bei den Bayern auch nicht.
  • Torschuß von Herrn Özil, leider genau in die Arme von blauen Torwart.
  • Sollten wir verlieren, haben alle vier Mannschaften drei Punkte. Dann wird es richtig spannend. Für die Holländer ist der Druck zu gewinnen also höher als für uns. Vielleicht hilft es unseren Spielern ja. Wenn sie unbefangen aufspielen können, sollte es auch mit dem Sieg klappen.
  • Uiuiui, ganz schön gefährlich die Oranjes.
  • Der Michelmann verrät mir gerade, dass Béla Réthiy der Bruder von Béla B. von den Ärzten ist. Das glaube ich ihm aber nicht.
  • Ih, Herr Neuer rotzt. Er sollte daran denken, dass er derjenige ist, der sich am meisten vor dem Tor hinschmeißt.
  • Also, wenn ich jetzt für die Holländer wäre, würde ich ihnen den Tipp geben, dass es Sinn macht, bei der Ecke auch einen Mann hinter der Abwehrgruppe zu stehen. Da die Schüsse oft zu lang sind, könnte dieser Spieler dann ganz locker mal eben ein Tor schießen. Aber nun gut, ich bin ja nicht für die Holländer.
  • Derweil geht es hin und her und vor beiden Toren gefährliche Szenen. So spannend kann Fußball sein.
  • Während ich nach schwedischen Rezepten suche, schießt Herr Gomez ein Tor. Und was für ein Schönes.
  • Fast ein Gegentor.
  • Morgen gibt es übrigens eine Pizza für Italien und am Freitag Köttbullar für Schweden.
  • Männo, das hätte ein Tor werden müssen. Schade, schade, schade.
  • Unglaublich. Was für ein Tor. Hochachtung, Herr Gomez!
  • Der holländische Torwart ist nicht sehr amüsiert.
  • Herr Réthy plappert mir alles nach.
  • Der Michelmann sagt mir gerade, dass ich alles falsch schreibe. Es sind Niederländer und keine Holländer. Aber ich denke, Sie wissen, wen ich meine.
  • “Der einzige Torschütze in diesem Turnier heißt Gomez.” sagt Herr Réthy gerade. Hallo? Und was ist mit Dzagoev, Bendtner, Mandžukić und den anderen???
  • Abpfiff. Vorher noch ein bisschen Gefoule und fast ein Eigentor.
  • Zweite Halbzeit. Witzig, der niederländische Trainer hat seinen Schwiegersohn ausgewechselt.
  • Eine Doppelchance für Herrn Hummels, jetzt die vierte Ecke.
  • Es gefällt mir gut, dass wir soviel Zeit vor dem niederländischen Tor verbringen. Noch besser fände ich es, wenn noch ein paar deutsche Tore fallen.
  • Der Bundestrainer ist sehr angespannt, sieht aber wieder sehr schick gekleidet aus. Ich finde ja, er hat ein bisschen von Robert Redford hat.
  • Topleistung von Herrn Neuer eben.
  • Die sollen das bitte mit den “Sieg” -Rufen lassen. Das hat mich schon vor 30 Jahren im Eishockeystadion der alten Heimat unangenehm berührt.
  • Leider sind unsere Jungs noch nicht durch, selbst wenn sie das Spiel gewinnen. Lustige Konstellation in unserer Gruppe.
  • Herr van Bommel hat Knubbelknie.
  • Es sollten schon Spieler mit nach vorne laufen. Herr Gomez kann das nicht alles allein machen. Auch wenn er das Haar so schön trägt.
  • So ein Ball in den Magen gibt Bauch-Aua.
  • Jetzt muss Herr Gomez gehen, damit Herr Klose auch noch zwei Tore schießen kann.
  • Kaum hat Herr Klose das Feld betreten, klappt es auch schon mit einem Tor. Leider für die Niederländer.
  • Es gibt keinen Grunde, den Niederländern so viel Freiheit vor dem deutschen Tor zu gewähren.
  • Ganz so spannend braucht das Spiel wegen mir nicht zu sein.
  • Zählen kann er ja, der Herr Réthy. Das muss man ihm lassen.
  • Ich glaube, ich geh schon mal Zähne putzen…..
  • Herr Boateng ist für das nächste Spiel gesperrt, weil er Zeit geschunden hat, statt ein Tor zu schießen.
  • Na, das wäre ja ein drolliges Kullertor geworden.
  • So wirklich was zu berichten gibt es bei diesem Spiel ja nicht. Erst haben die deutschen Jungs so großartig gespielt und jetzt ist es ziemlich flach. Schade.
  • Herr Bender kommt für Herrn Müller ins Spiel und hat gleich Ballkontakt.
  • Die letzte Minute der Nachspielzeit.
  • Das war es. Deutschland hat gewonnen. Nicht so souverän wie zu Beginn, aber alles in allen verdient.
  • Ich verabschiede mich für heute von Ihnen und wünsche allen eine gute Nacht.

In der Halbzeitpause:

Die Quarkknödel habe ich nach diesem Rezept zubereitet. Allerdings war der Teig so klebrig, dass ich mehr Mehl nehmen musste: 500 Gramm Quark, 1/4 Liter Milch, 250 Gramm Grieß, ca. 350 Gramm Mehl (je nach Klebrigkeit des Teigs), 1 Ei, 1 TL Salz zu einem Teig verkneten, in Folie wickeln und im Kühlschrank ruhen lassen.

Es war so ein großer Teig, dass ich die Hälfte gleich abgenommen und eingefroren habe. Die zweite Hälfte habe ich ausgerollt und in acht Teile geschnitten. Warum gerade acht? Weil der Michelmann acht frische Aprikosen mitgebracht hat. Ich habe die Teigteile nicht so akurat geschnitten, wie im Originalrezept, weil sie ja eh zu Kugeln geformt werden.

Auf jedes Teigteil kommt eine Aprikose (vorher den Kern bitte entfernen). Nun acht Kugeln formen und ca. 15 Minuten in Salzwasser kochen. Verspeist haben wir die Knödel mit Zucker und zerlassener Butter, weil wir keinen Mohn im Schrank hatten. Sehr lecker war es. Die Aprikosen waren etwas sauer und bildeten den richtigen Kontrast zu den Knödel und dem Zucker. Wir haben beide nur jeweils zwei Knödel geschafft, weil sie sehr nahrhaft sind (vorher haben wir beide einen kleinen Salat gegessen) Aus dem Teig lassen sich insgesamt um die 16-18 Knödel zubereiten. Sie bekommen also auch eine ganze Fußballmannschaft satt. Ich verspeise meine beiden übriggebliebenen Knödel heute in der großen Stadt.

Zweite Halbzeit:

Den Salat müssen Sie sich denken, dafür sehen Sie mich. Der Salat war ja auch weder griechisch noch tschechisch. Das griechische Bier schmeckte ganz gut. Typisches Lagerbier eben. Und ich war sehr froh, dass mir der Ouzo erspart wurde.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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