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- Zufällig mache ich gerade den Fernseher an und was muss ich sehen? Auch heute läuft Fußball im Fernsehen. Na sowas. Dabei habe ich mich so auf einen Tatort gefreut.
- Ach, es ist ja so furchtbar, dass man immerzu und allerorts mit irgendwelchen Fußballgedönse genervt wird. Ätzend.
- Das Spiel läuft jetzt 40 Sekunden. Poldi könnte jetzt ausgewechselt werden und sein 100. Länderspiel feiern.
- Da liegt etwas Weißes mitten auf dem grünen Teppich. Kann das bitte mal jemand aufheben?
- Und der erste Torschuß von Herrn Müller, natürlich über das Tor hinaus.
- Zweite Möglichkeit.
- Erste Pfiffe. Na prima, noch keine vier Minuten vorbei und schon fängt das Stänkern an.
- Zweite Tormöglichkeit für Herrn Müller, dritte für Deutschland. Der Reporter fängt fast an zu weinen.
- Schöne deutsche Fangesänge, aber die Iren können’s besser.
- Falls es Sie interessiert: ich befinde mich in Lemberg, denn selbstverständlich moderiere ich nicht vom Sofa aus. Auch Regen würde mich natürlich nicht abschrecken.
- Kleidertechnisch gibt es keine Überraschungen. Das Wölfe-Grün unserer Ersatztrikots hätte mir aber auch gefallen.
- Der Reporter findet bereits in der 13. Minute, dass das 0:0 ein gutes Ergebnis wäre. Weil beide Mannschaften dann weiter sind. Ich würde mich über ein 6:6 mehr freuen.
- Ach, der Herr Löw sieht aber wieder was schick aus. Ich mag so enggeschnittene Hemden, besonders in weiß. Zufällig hat der Michelmann auch eins,
hihihi. - Der Schiedsrichter ist Herr Carbello aus Spanien.
- Niederlande hat das erste Tor geschossen!
- Hallo Reporter, warum erwähnst Du das Tor nicht???
- Männer! Weibliche Reporter sehen solche Details sofort.
- Und jetzt hat Poldi im 100. Länderspiel ein Tor geschossen. Hipphipphurra, was für ein schönes Geschenk für ihn selbst. Dann braucht er keinen Blumen mehr.
- Tor für die Dänen. Fein, so bleibt es schön spannend.
- Das zweite Spiel hat nun ebenfalls das zweite Tor bekommen.
- Herr Neuer möchte wohl wieder einen Treffer ins eigene Tor provozieren. Ich hoffte, er hätte aus seinen Fehlern gelernt.
- Da es keine Konferenzschaltung gibt, bastelt der Michelmann uns eine eigene. So können wir alle Tore sehen.
- Es ist so nett, dass unsere Frauennationalmannschaft unseren Jungs mit ihren Fußballschuhen ausgeholfen hat. Zumindest Herr Özil, Herr Müller und Poldi haben das Angebot dankbar angenommen.
- Knapp vorbei ist auch vorbei. Langsam dürft Ihr das Tor ruhig mal treffen.
- Herr Gomez ist ein fairer Spieler, statt dem Torwart ins Gesicht zu treten und ein Tor zu schießen, verzichtet er auf diesen Schuß
wie es ja wohl auch jeder andere getan hätte. - Unsere Jungs haben gerade einen Durchhänger vor dem eigenen Tor. Aber auch das macht das Spiel ja spannender und das ist es ja schließlich, was sich jeder Zuschauer wünscht.
- Halbzeit. Herr Löw wird unsere Jungs jetzt hoffentlich noch einmal daran erinnern, dass wir gewinnen und Gruppensieger werden wollen.
- Die Niederländer sehen ja ungewohnt aus, so in schwarz. Nun aber Pause.
- Ups, das Spiel läuft ja schon wieder. Hätten die Dänen diese Chance nicht gehabt, hätte ich es gar nicht mitbekommen, dass die Pause schon längst vorbei ist.
- Ups, ist er ausgerutscht.
- Immerhin singen sie schön.
- Poldi geht, die action kommt.
- Es wird so sein, dass Herr Müller so beliebt ist, wie Sie sagen, Herr Reporter, aber muss man ihn deshalb “lieben”? Ich kann doch nicht jeden Mann lieben, den ich toll finde.
- Schöner Angriff der Deutschen, erklärt der Michelmann mir, weil ich gerade nicht aufgepasst habe.
- Was meint der Reporter damit, dass es das Turnier seines (des dänischen Trainers) Lebens ist? Das kann der Michelmann mir auch nicht erklären.
- Der erste gute Satz vom Reporter: “Links rum, rechts rum, sei es drum, werden die Dänen jetzt denken.”
- Mit dem zweiten Tor von Portugal wird es richtig spannend.
- Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, worauf die Deutschen noch warten. Wie wäre es, dann doch langsam mal anzugreifen?
- Ich mag solche Spiele nicht, wo die Spieler den Ball hin und her pullern lassen, als hätten sie noch alle Zeit der Welt. Schade, das Spiel begann so gut.
- Wir haben es begriffen: die bessere Mannschaft wird gewinnen und weiterkommen. Lieber Reporter, so ist das im Fußball und das ist auch genau richtig so. Wenn eine Mannschaft doof spielt, dann hat sie es verdient, auszuscheiden. Basta.
- Und wenn Herr Bender ein Tor schießt, dann führen und gewinnen wir und bleiben im Turnier.
- Endlich mal ein Spieler, der kein Schisser ist.
- Warum Herr Löw immer die richtigen Spieler auswählt??? Weil er der Trainer ist und er seine Spieler kennt! Weil es sein Job ist und er ihn großartig ausübt!
- Nicht, dass Sie denken, dass ich nur die Reporter doof finde. Der Michelmann setzt noch einen drauf und behauptet, wir hätten die schlechtesten Reporter im ganzen Universum. Er will Emotionen und keinen Statistiken und dummes Herumgelabere, mit denen die Reporter beweisen wollen, wie viel Ahnung sie vom Fußball haben.
- Im Garten ist es spannender als im Fernsehen: wir beobachten gerade die Fledermäuse, wenn ich also wieder etwas übersehe oder überhöre liegt es daran, dass ich meine Nase an der Scheibe plattdrücke.
- Dreimal Abseits und Deutschland ist weiter.
- Und Portugal auch.
- Herr Reporter, leider muss ich Ihnen noch einmal widersprechen. Es gab durchaus Gruppen die mindestens genauso schwer waren, wenn nicht noch schwerer. Aber nichts für ungut.
- Ich bin mit meinem Tipp noch im Rennen, der Michelmann leider nicht mehr. Aber natürlich wäre es schick, wenn auf dem Treppchen dann unsere Jungs stehen würden…
- Der letzte Satz sei Herrn Podolski gewidmet, der mit nur 27 Jahren das hundertste Länderspiel bestritten hat. Herzlichen Glückwunsch, Poldi. Und Ihnen allen eine gute Nacht.

Dänisches Smørrebrød und deutsche Apfelschorle zum Mittag
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Portugiesisches Bohnengulasch und dänisches Bier in der EM-Edition

und für Frau Landgeflüster schon wieder deutsche Apfelschorle
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Holländische Käsecreme mit Schattenmorellen
Es war so schön, Deine Stimme nach so langer Zeit wieder zu hören. In Gedanken war ich immer bei Dir, jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde, jeden Tag. Traurig, aber auch voll Hoffnung. Und heute Deine Stimme zu hören, das war das allerschönste Geschenk, das es auf der Welt für mich geben könnte. ♥
Ein Frauentag in der Lüneburger Heide kann zum Beispiel so aussehen. Zum Mittagessen Antipasti, Käsecremes und Krautsalat zum Fladenbrot. Danach ein Besuch in der Lieblingskleinstadt mit einem Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt, dem Besuch einiger weniger schöner Dekolädchen und dem anschließendem Kaffeetrinken im Lieblingscafé.

Wieder zuhause erst ein Spaziergang durch den Schloßpark und dann die Erholungsphase im Kaminzimmer mit Sekt und Frauengesprächen auf dem Sofa. Das Catering übernahm der Michelmann, der die Lasagne in den Ofen schob, den Tisch deckte und die Getränke organisierte. Das Dessert und den Kaffee nahmen wir später mit auf das Sofa im Kaminzimmer, auf dem wir zu dritt das Fußballspiel verfolgten und bis weit in die Nacht quatschten und uns amüsierten.
Nach dem Aufstehen ein ausgiebiges Frühstück und ein ebenso ausgiebiger Spaziergang durch das Dorf, bevor wir zum Abschied noch ein bisschen im Esszimmer gemütlich quatschten, bis die Uhr sagte, es wird wieder Zeit für sie zu fahren.
Es war ein wunderschönes Wochenende, auch wenn das Wetter nicht so toll war, wie es uns vorher versprochen wurde. Aber der Regen war so rücksichtsvoll, immer so lange zu warten, bis wir wieder zuhause waren. Und das ist doch wirklich nett von ihm.
Den restlichen Tag lassen wir uns treiben, so wie wir es lieben. ♥
Vielen, vielen Dank für diese tolle Fußballreportage! Du hast es viel besser drauf, das Spiel zu verfolgen und gleichzeitig zu bloggen als ich. Sogar die Namen mit allen Schnörkel auf und unter den Buchstaben bekommst Du perfekt hin. :shock: Liegt das an Deinem Talent oder Deiner ostdeutschen Vergangenheit? Ich weiß es nicht, aber ich bin gar sehr beeindruckt und begeistert von Deinem großartigen Fußballgeflüster.
Und um das russische Bier brauchst Du Dir keine Gedanken machen, das hat sich nämlich als urkainisches Bier herausgestellt. :mrgreen:


