Du durchsuchst gerade das Tagesarchiv für den Juni 18, 2012.

  • Heute sind wir in Danzig und verfolgen das Spiel Kroatien gegen Spanien. Parallel spielt Italien gegen Irland.
  • Wir sehen das schöne Bernsteinstadion sehen, hören aber leider nicht die schönen Fangesänge der Iren.
  • Wir haben die Ehre, uns wieder von Herrn Réthy durch den Abend geleiten zu lassen.
  • Ich wollte heute übrigens schwänzen, aber der Michelmann sagt, das darf ich nicht. Auch wenn ich mich viel lieber auf dem Sofa langstrecken möchte.
  • Und deshalb begrüße ich alle, die heute Abend zufällig oder absichtlich im Landgeflüster verweilen.
  • Die Kroaten haben wieder ihre Schachbretttrikots an. Das ist sehr praktisch. Wenn das Spiel ganz langweilig wird, können sie nebenbei “Käsekästchen” spielen.
  • Der kroatische Trainer trägt eine kackbraune Krawatte. Das ist sehr praktisch….
  • Die Schiedsrichter im klassischen Schwarz, wie früher, als ich noch klein war.
  • Die Spanier im ungewöhnlichen Blau. Gefällt mir.
  • Leider wieder Bengalos aus dem kroatischen Block. Bekommen die jetzt Punktabzug bei der nächsten EM-Qualifikation? Der Schiedsrichter, Herr Stark, musste letztens in Düsseldorf schon Erfahrungen mit so doofen Feuerteufeln machen.
  • Irland hat ja leider keine Chance mehr, aber sie sollen heute gewinnen, damit Spanien und Kroatien weiterkommen. Obwohl, italienisch lässt sich einfacher kochen.
  • Die Spanier sind schon ein bisschen schmerzempfindlich. Das war doch nun wirklich kein böses Foul. Kein Wunder, dass die Spieler so verweichlicht sind, wenn der Schiedsrichter jeden Pups abpfeift.
  • Frau Landgeflüster beginnt sich zu langweilen.
  • Herr Torres steht das Blau besser als das Rot.
  • Erste Fehlentscheidung? Der Elfmeter für Kroatien wird nicht gegeben und für das Meckern gibt es obendrauf noch eine gelbe Karte. Das ist nicht gut, da sind Herr Rhéty und Frau Landgeflüster sich einig.
  • Der Michelmann sagt auch, dass es langweilig ist. Aber umschalten darf ich trotzdem nicht.
  • Immerhin, das Publikum ist fröhlich.
  • Ein gähnend langweiliges Spiel, das Spiel Italien gegen Irland, in dem gerade das erste Tor für Italien fiel. Sagt der Reporter. Nun ja, unseres ist ja auch nicht spannender.
  • Jetzt fängt es an zu regnen.
  • Ich habe nicht den Eindruck, dass eine der beiden Mannschaften gewinnen möchte.
  • Wenn mein Läppi so weiterzickt, übersteht es die EM nicht.
  • Abpfiff.
  • Ups, es geht ja schon weiter. Dafür ist unsere Geschirrspülmaschine aber ausgeräumt und die Küche wieder schick.
  • Da hat sich die UEFA ja ein tolles System ausgedacht. Herr Rhéty ist sehr bemüht, uns vorzurechnen mit wievielen Toren welche Mannschaft weiterkommen kann. Wie albern, dass die UEFA nicht die gleichen Regeln wie die FIFA aufstellt.
  • Schlechte Fans (erneut Bengalos), schlechtes Spiel mit unmotivierten Spielern in beiden Mannschaften. So meine Beschreibung dieses Spieles.
  • Die Gefahr auszuscheiden ist immer noch nicht Motivation genug, jetzt mal richtig loszulegen.
  • “Ein Tor für die Kroaten und der Welt- und Europameister wäre ausgeschieden. Das wäre mit Worten nicht zu beschreiben” sagt Herr Rhéty. Doch, es reicht sogar ein Wort: “lustig”.
  • Wenn die Mannschaften, die noch weiterkommen können, kein Tor schießen, dann könnten es doch die Iren tun.
  • Tolle Torchancen für Kroatien, aber ungenutzt. Schahade.
  • Mir ist inzwischen echt egal, wer gewinnt, aber ich möchte bitte Tore sehen. Dafür zahle ich schließlich GEZ-Gebühren. Ich habe ein Recht auf Tore!
  • Wenn Herr Rhéty “Torres” sagt, verstehe ich immer “Gomez”, nach dem dritten Mal verwirrt es mich aber nicht mehr.
  • Wenn die Vorrunde zu Ende ist, können alle Spieler ihre Schuhe abgeben. Dann sortiere ich sie und danach tragen die Spieler einer Mannschaft alle die gleiche Farbe. Und zwar passend zum Trikot. Die pussyfarbenen pinkfarbenen geben wir dann den Damen der Fußballnationalmannschaften zurück, die sie den Männern zur Verfügung gestellt haben.
  • Doppelwechsel bei den Kroaten. Frau Tonari würde Ihnen jetzt die Namen mit den Kringeln auf und unter den Buchstaben entgegenschleudern, aber bis ich die Zeichen gefunden habe, ist die EM vorbei.
  • Herr Schönfeld ist mein Lieblingsspieler bei der kroatischen Mannschaft. Nicht, dass ich ihn näher kennen würde, aber seinen Namen kann ich am besten schreiben.
  • Shakiras Freund hat eins an den Nacken bekommen, aber keinen Elfmeter. Die zweite Fehlentscheidung. Aber je ein Fehler auf jeder Seite hebt die Ungerechtigkeit ja auf.
  • Und wieder eine kroatische Chance nicht genutzt.
  • Ein spanisches Eigentor wäre auch nicht schlecht. Besser als gar kein Tor.
  • Sind Ihnen die Rückennummern der Ordner aufgefallen? Die sind superpraktisch. Wenn Sie sich in einen Ordner verlieben, brauchen Sie nur Herrn Rhéty anrufen und die Nummer durch geben. Er kann dann Kontakt zum Stadionsprecher aufnehmen und der wiederum kann den Ordner ans Telefon rufen. Dann können Sie sich verabreden.
  • Die permanenten Rechenbeispiele von Herrn Rhéty finde ich genauso anstrengend wie das langweilige Fußballspiel an sich.
  • Ich gönne Ihnen jetzt einen Blick aus unserem Fenster. Inzwischen ist es zwar dunkel, aber vorher sah es so aus:

  • Aufregender als das Spiel, finde ich.
  • Auf geht’s Kroatien schießt ein Tor, schießt ein Tor, schießt ein Tohohor! Auf geht’s Kroatien schießt ein Tor.
  • “Es ist nicht verboten, Tore zu schießen.” Diesen Satz von Herrn Rhéty küre ich zum Satz des Abends.
  • Ich geh mir jetzt die Zähne putzen, vielleicht fällt dann wieder ein Tor.
  • FRAU LANDGEFLÜSTER ENRSCHEIDET DIE EM!!!! MIT IHRER ZAHNBÜRSTE!
  • 1:0 für Spanien und 2:0 für Italien. Und was passiert, während Sie sich die Zähne putzen?
  • Aus, vorbei. Spanien und Italien sind weiter.
  • Und damit verabschiede ich mich von diesem gar so langweiligen Fußballabend. Guten Abend, gute Nacht!

Wir suchen ganz dringend eine englische Speise, die einfach zuzubereiten ist, mit gewöhnlichen Zutaten und wenn möglich nicht zu fleischlastig. Haben Sie eine Idee??? Da der Michelmann die Zutaten morgen noch kaufen muss, bitte Ihre Vorschläge heute noch zu mir. Bitte. Danke.

… sprach gerade der Michelmann und zeigte mir ein Foto. Er sucht nämlich gerade ein Dessert für unseren englisch-ukrainisch-französisch-spanischen Abend. Schade, dass ich Ihnen das Foto nicht zeigen kann. Es zeigt eine auf dem Tisch liegende Frau, eingeschmiert komplett in Schokolade und verziert mit Obst. Ich weiß nicht, ob die Ukrainer die Desserts immer so servieren. Im Hause Landgeflüster bleiben wir bei unseren Dessertsschälchen oder -tellern, das steht schon fest. Auch wenn ich noch nicht weiß, welches Dessert es geben wird.

Ein gemeinsamer Einsatz in der Küche: Der Michelmann bereitet die kroatischen Ćevapčići zu und ich die irischen Pfannkuchen. Ich muss schon sagen, die Zutaten klingen sehr lecker. Wie gut, dass ich eine angeborene Kleidergröße habe. Meine Freundin hat mir heute ganz entrüstet mitgeteilt, dass sie an ihrem Wochenende bei uns ein ganzes Kilo zugenommen hätte. Ich habe ihr aber gleich den Wind aus den Segeln genommen und entgegengehalten, dass ich mit unseren vielen Spaziergängen aber auch für ganz viel Bewegung gesorgt hätte und es ohne die bestimmt zwei Kilos mehr geworden wären.

Einige der fehlenden Rezepte unserer kulinarischen Europameisterschaft werde ich nach und nach noch bloggen. Die (wie immer von uns je nach vorhandenen bzw. beim Einkauf gefundenen Zutaten leicht abgewandelten) Rezepte möchte ich auf jeden Fall in Erinnerung behalten, weil sie einfach so fantastisch schmecken. Das portugisiesche Bohnengulasch war zum Beispiel das leckerste Gulasch, dass ich je verspeist habe. Hmm, Fußball ist toll, ich freue mich schon auf die Weltmeisterschaft. Die wird kulinarisch noch eine größere Herausforderung. Aber der Michelmann möchte mich bis dahin ins Trainingslager schicken und hat sich schon ein Trainingsprogramm für mich überlegt. Davon berichte ich Ihnen bestimmt ab und zu.

Der Sturm wird übrigens immer schlimmer. Gut, dass wir keine “papplick wiuing”-Menschen sind und von keiner Leinwand erschlagen werden können. Wie der Garten diesen Sturm überlebt, werden wir morgen sehen. Wenn der Sturm alle Blumen abknickt, werde ich mein Haus morgen mit ihnen dekorieren. Und dann werde ich natürlich total rumprotzen und behaupten, dass es hier immer so üppig blumig ist. So, und mit dieser Idee verlasse ich Sie jetzt erst einmal. Vielleicht lesen wir uns heute Abend ja noch einmal, falls der Sturm die Fernsehschüssel nicht vom Dach reißt….

Einen schönen, sturmfreien Abend wünsche ich Ihnen! Alles Liebe, Ihre Frau Landgeflüster

… und gemeinsam mit der Hitze den Aufenthalt im Garten unterträglich macht, widmet sich Frau Landgeflüster ganz intensiv der Post, die sie aus dem Briefkasten gefischt hat, während der “Hallo-ich-bin-wieder-zuhause-Kaffee” durch den Filter läuft.

Wie schön, dass heute zufällig LaLu-Tag ist und der Post-Leo auch noch die zweimonatliche Dekozeitschrift in den Kasten gelegt hat. So lässt sich dieser hitzige Sturm doch ganz wunderbar aushalten. Besonders seit das neue Dach für dieses großartige Klima im Haus sorgt.

(Habe ich Ihnen eigentlich schon verraten, dass die Rechnung für das Dach niedriger als das Angebot ist? Das war eine ganz herrliche Überraschung in der letzten Woche!)

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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