You are currently browsing the daily archive for Juni 19, 2012.
- Ich begrüße Sie zum Spiel England gegen Ukraine in Donezk.
- Da die Engländer eine wahre Fußballnation und die Ukrainer die Gastgeber sind, die bestimmt unbedingt weiterkommen möchten, erwarte ich ein großartiges Spiel.
- Ich wünsche mir außerdem, dass die Mannschaften das Spiel selbst entscheiden und nicht wieder meine Zahnbürste.
- Da ich ja den Tipp abgegeben habe, dass Frankreich Europameister wird, die Ukrainer die Gastgeber sind, die Engländer den Fußball leben und die Fans so schön singen und die Schweden eh schon raus sind, ist mir egal, wer heute gewinnt oder verliert. Mögen es die beiden Mannschaften sein, die den schönsten Fußball spielen und die meisten Tore schießen, und keine Mannschaft, die durch Fehlentscheidungen der Schiedsrichter oder einem Glückstor gewinnt.
- Das Spiel ist schon 12 Minuten alt und schon so spannend.
- Flowerpower-Hiipi-Mädchen im Publikum. Es kann aber auch eine ukrainische Tracht sein.
- Mein Tipp an die Ukrainer: nicht nur auf das Tor schießen, sondern auch mal treffen. Jede vertane Chance rächt sich später.
- Pfiffe für einen Engländer, weil er jetzt, in der 19. Minute, bereits Zeit schindet. Könnte ich auf zwei Fingern pfeiffen, würde ich es auch tun.
- Was ein Schuß auf das englische Tor. Der Ball scheint ziemlich leicht zu sein, so oft wie er in allen Spielen hoch über das Tor hinaus fliegt.
- Nachdem sich die Ukrainer müde gelaufen haben, greifen jetzt die Engländer an. Schlaue Taktik.
- Noch ist das Spiel spannend, und das, obwohl schon 30 Minuten gespielt sind!
- Die bunten Blumen, die ständig eingeblendet werden, irritieren mich auch nach dem x-ten Spiel. Besonders, weil sie immer direkt auf einen Spielerkopf schwirren. So hässlich sehen die Spieler doch auch nicht aus.
- Hat der Reporter schon erzählt, dass der ukrainische Trainer eine Legende ist??? Das wurde doch bei jedem Spiel der Gastgeber fünf- bis achtmal erwähnt.
- Früher, als Kinder haben wir immer so doofe Sprüche gesagt wie “Grün und Blau schmückt die Sau”. Heute sind das sie Farben der Ukrainer. Blau die Spieler, grün der Torwart.
- Mein Läppi nervt mich, habe ich das schon erwähnt? Ich weiß nicht, ob er das Finale noch überlebt. Vielleicht fliegt er auch bald aus dem Fenster.
- Kleister am Fuß? Das sah ja lustig aus, wie der Ukrainer mit dem Ball am Fuß durch den Straflauf stolperte und der Engländer herumgekrabbelt ist. Dafür gibt es eine Ecke. “Ganz beschissen gelöst”, findet aber der Michelmann.
- Die Halbzeit der vielen Tore: 0:0 und 0:0. Na, das hat sich ja gelohnt. Dafür gibt es auch keine Nachspielzeit, in der anderen Partie nur eine Minute. Na, hoffen wir, dass in der zweiten Hälfte mehr Tore fallen.
- Und schon ist es wieder soweit, die zweite Halbzeit läuft.
- Das erste Tor des Tages. Für England, geköpft von Roony.
- Hoffentlich gehen die Grasflecken am Ärmel von Roony raus, sonst bekommt er bestimmt Ärger mit seiner Mummy.
- Die Zeitlupe offenbart
mir, weil ich das Tor leider ähm verpasst habe, dass der Torwart ungeschickt agierte. - Tor in Kiew für Schweden! Ein Traumtor! Sagt der Reporter und schreibt auch Frau Landgeflüster. Und nun zurück nach Donezk.
- Oho, was war das denn? Eine Riiiiiiiiesenchance für die Ukraine. Aber das Tor wird nicht gewertet, obwohl es ein Eindeutiges war. Der Reporter hat es erst nach den Zeitlupen erkannt. Der Michelmann hat’s gleich gewusst und ich war mir auch ziemlich sicher. Das ist fies und gemein.
- Wieviele Schiedsrichter braucht es denn bitte noch?
- Das ist genau das, was ich nicht sehen wollte, nämlich ein ungerechter Sieg. Und das gegen die Gastgeber, das ist so gemein. Erinnern Sie sich noch an unseren schönen Fußballsommer? Gerade den Ukrainern würde ich es so gönnen.
- Der ukraininsche Torwart mit tollen Paraden.
- Vielleicht sollten die Zeitlupen abgeschafft werden, dann merkt keiner die Fehlentscheidungen.
- Es bleibt spannend. Die Ukrainer kämpfen tapfer weiter und ich finde, sie haben sich auf jeden Fall noch ein bis zwei Tore verdient.
- Tja, was kann ich Ihnen jetzt noch Erheiterndes berichten. Wenn Sie das Spiel am Fernsehen verfolgt haben, kennen Sie den traurigen Verlauf. Wenn nicht, haben Sie die größte Fehlentscheidung des Turniers verpasst. In dem zweiten Spiel tut sich auch nicht viel. Wie wäre es mit einem kleinen Fußballwunder in Form von zwei ukrainischen Toren? Wollen wir alle gemeinsam Zähne putzen gehen? Ich traue mich nicht, weil es ja sein kann, dass es heute nicht funktioniert und dann bin ich die Doofe. Schwierige Situation für Frau Landgeflüster.
- Ich hab’s gemacht, aber es hat nicht klappt. Schade, ich dachte, ich könnte meine Zahnbürste nach der EM bei e*bay vertickern und uns eine Weltreise finanzieren.
- Frau Landgeflüster ruft auf zum Zähneputzen im Namen der Fußballgerechtigkeit! Auf, auf, putzen Sie, was das Zeug hält!
- Jetzt putzt sich der Michelmann die Zähne.
- Tor in Kiew! Für Schweden. Das hat die Zahnbürste vom Michelmann geschafft, also auch meine. Toll, toll, toll. Wir benutzen nämlich beide die gleiche elektrische Zahnbürste, natürlich mit unterschiedlichen eigenen Aufsätzen. Unsere Zahnbürste ist Gold wert!!!!
- Aus, aus, aus, England gewinnt unverdient gegen die Ukraine und die Schweden gegen die Franzosen.
- Hoffentlich verhaut keiner den Schiedsrichter.
- Auf geht’s die Zahnbürste schießt ein Tor, schießt ein Tor, schießt ein Tohohor! Auf geht’s die Zahnbürste schießt ein Tor…. Ich lach mich scheckig. Auch wenn ich mir natürlich gewünscht hätte, dass die Zahnbürste für die blaue Mannschaft ein Tor geschossen hätte. Schließlich ist sie ja auch blau.
- Ich bedanke mich bei meinen Co-Kommentatoren für die Begleitung durch den Abend, der insgesamt sehr kurzweilig war. Seien Sie nicht böse, dass ich während des Fußballgeflüsters (wie auch an den letzten Tagen) nicht jeden Kommentar beantworten kann. Das überfordert mich einfach.
- Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht. Morgen ist Spielpause, darauf freue ich mich schon sehr. Kulinarisch geht es morgen aber weiter. Es gibt es ein Sammelsurium aus allen Ländern, die wir an ihren eigenen Spieltagen nicht berücksichtigen konnten. Die da wären: Polen & Russland (Speisen) und Tschechien & Russland (Getränke). Na, das ist ja eine interessante Mischung. Goodbye, au revoir, auf Wiedesehen!
Welch’ Freude! Windstille herrschte, als ich heute aus der großen Stadt in unseren Garten kam. Ein sommerliches Traumwetterchen und endlich, endlich konnten und wollten wir wieder im Garten werkeln. Der Michelmann hat die Hecke zur Straßenseite geschnitten und ich habe mich um die Sturmschäden im Garten gekümmert. Die Böen haben unseren Kletterrosen arg zugesetzt. Viele zerrupfte Blüten, aber auch viel abgebrochene Knospen. Also habe ich fleißig Rosen geschnitten und auch die Dahlien musste ich zurückschneiden.

Zwei abgeknickte Rosenblüten waren noch so schön, dass ich sie ins Haus geholt habe. Sie wissen ja, normalerweise bin ich immer ein bisschen geizig, weil ich die Blumen lieber im Garten sehe, als nur für kurze Zeit auf dem Tisch.

Später habe ich noch die ausgesäten Hornveilchen in kleine Blechdosen gepflanzt und weil sie bis zur Blüte noch brauchen, habe ich in die Mitte einfach noch eine Rose und ein bisschen Mutterkraut in einer kleinen Vase gestellt.

Eine kitschige Schleife, et voilà, eine schnelle, einfache Deko für den Gartentisch ist fertig. Die Gläser mit den Rosen stehen inzwischen nämlich im Esszimmer.
◊
Nachdem der Michelmann sein Kettensägenmassaker beendet und den Gehweg auch gleich gefegt hat, sind wir in die Küche gegangen, um diesen Spieltag zu bekochen. Da wir bisher jeden Tag recht aufwendig gekocht haben, verzichteten wir heute auf üppiges Mahl. Die Idee von Sille (und einigen anderen), Gurkensandwiches zuzubereiten, haben wir dankbar aufgenommen. Dazu hat der Michelmann zwei Bratwürste gegrillt, aber pssst. Hm, waren die lecker! Zum Nachtisch habe ich ukrainische Syrniki zubereitet und mit Preisselbeeren und Puderzucker serviert. Auch die haben uns geschmeckt. Auf der Liste der noch offenen Getränke der heute spielenden Mannschaften fehlte uns die Ukraine, Frankreich und Schweden. Stellen Sie sich vor, in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes gab es kein einziges schwedisches Getränk! Weder alkoholisch noch alkoholfrei. Wir werden mit dem Makel leben müssen, eine unvollständige kulinarische Europameisterschaft abgeliefert zu haben. Ich hoffe, bei der nächsten WM sind wir besser vorbereitet! Aber die liebe Sille hat mir verraten, dass die Schweden “Fläderblomsaft” trinken und den habe ich (selbstgemacht) auch. Also werde ich ein Holunderwunder trinken.
Dafür habe ich aber als Aperitif ein Pernod getrunken, ein Getränk, das ich normalerweise nie trinke. Ich gebe aber zu, es war nur ein kleiner Schluck, den Rest musste der Michelmann noch trinken. Zum Essen haben wir uns die Flasche ukrainisches Bier von Frau Tonari geteilt. Die Fotos zeige ich Ihnen wieder in einem Extraeintrag und das Rezept für die Syrniki blogge ich auch noch.
Das Fußballgeflüster würde ich gern schwänzen, weil ich so müde bin. Aber der Michelmann sagt, das wäre doof, nachdem ich es schon so oft geflüstert habe. Also wenn Sie mögen, lesen wir uns nachher zu einem hoffentlich diesmal besseren Spiel. Bis dahin alles Liebe für Sie.

Ein einfaches Gericht, leicht zuzubereiten: 500 Gramm Rindergulasch salzen und pfeffern und in Öl im breiten Topf anbraten. Dazu je zwei kleingehackte Zwiebeln und Karotten geben und andünsten. Nun das alles mit 25 ml spanischen Sherry ablöschen, kurz köcheln lassen, dann 200 ml Gemüsebrühe, 4 Lorbeerblätter, Salz und Pfeffer hinzugeben und im geschlossenen Topf leicht weiterköcheln lassen. Evtl. ein bisschen Brühe nachgießen, aber es darf nicht zu flüssig werden!
Nach einer Stunde die Lorbeerblätter entfernen und 400 Gramm Bohnen zugeben. Nun den Deckel wieder schließen und die Bohnen etwa eine halbe Stunde garen. Nur noch Brühe nachgießen, wenn keine Flüssigkeit vorhanden ist. Zum Schluß je nach Bedarf nachwürzen und ein bisschen Olivenöl darüber geben. Das war es schon. “Und es war so lecker”, diktiert der Michelmann, der gesehen hat, dass ich gerade dieses Rezept notiere.

kroatische Ćevapčići

mit Djuvec

und irischem Bier.

Zum Dessert irische Pfannkuchen

und dazu symbolisch ein TL spanischen Sherry.

