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… obwohl es nur ein “steifes” Sitzkonzert war. Musik ohne Tanzen geht gar nicht finde ich. Aber bei Herrn Plewka mache ich eine Ausnahme. Es war toll, toll, toll und wenn Sie die Gelegenheit haben eine Karte für eines seiner Konzerte zu bekommen, greifen Sie zu. Es war ein Abend voller Erinnerungen: fröhlich, leidenschaftlich, faszinierend, aber auch traurig, weil ich bei bestimmten Liedern an einen besonderen Herzensmenschen denken musste. Es war ein unbeschreiblicher Abend. Und zum Schluß haben wir alle auch noch getanzt. Schade, dass ich an dem Abend, wenn Herr Plewka in meiner alten Heimat singt, schon etwas anderes vorhabe.

Heute blättere ich in alten Kochbüchern. Ich koche zwar selten nach Rezepten, aber ich lasse mich gern von ihnen inspirieren. Meine Kochbücher sind alle schon recht alt und weil ich sie echt schon lange nicht mehr angeschaut habe, durchstöbere ich sie heute nach vegetarischen Rezepten. Ich habe um die 80 Kochbücher, von denen ich die meisten bestimmt schon zehn Jahre nicht angefasst habe. Es wird also ein langer, gemütlicher Tag auf dem Sofa.

Meine Leidenschaft für das “richtige” Kochen begann in den neunziger Jahren. Damals gab es im Fernsehen noch nicht diese unfassbar vielen Kochsendungen. Aber Herr Biolek hat einmal in der Woche mit einem Gast gekocht. Diese Sendungen habe ich gern geschaut und die Rezepte auch teilweise nachgekocht. Vorher haben wir zwar auch schon täglich gekocht, aber ganz konventionell und auch ab und an mit diesem “Trallala-Fix für dieses und jenes” aus der Tüte. Mit Herrn Biolek habe ich gelernt, dass man auch ohne Geschmacksverstärker aus der Tüte leckere Dinge kochen kann und keine fertig zubereiteten Gerichte kaufen muss, um glücklich zu sein. Das war übrigens auch die Zeit, in der wir anfingen, jedes Jahr mindestens einmal nach Frankreich zu fahren. Wenn Sie die Märkte dort kennen, können Sie sich vorstellen, dass die unsere Lust auf Küche und Kochen auch ziemlich gesteigert haben.
Im Laufe der Jahre kamen Erfahrung, Experimentierfreude und der Wunsch nach reinen, hochwertigen Zutaten hinzu. Naja, und was daraus letztendlich geworden ist, wissen Sie ja, wenn Sie regelmäßig im Landgeflüster lesen.
Vor ein paar Jahren war unser Wasserhahn in der Küche kaputt und weil wir seit 10 Jahren die Küche unseres Vorgängers nutzten, sahen wir dies als Zeichen uns “endlich” unsere Traumküche zu kaufen. Wir hatten fleißig gespart und so erfüllten wir uns diesen Traum. Schließlich ist die Küche das Herz und der Mittelpunkt unseres Hauses. Nicht nur räumlich.
Jeder Raum unseres kleinen Häuschens hat etwas mehr oder weniger Ungewöhnliches zu bieten. Nicht nur krumme Wände, sondern auch freigelegte Balken und ungewöhnlich viele Türen und Fenster in jedem Raum. Das macht es nicht ganz einfach, es praktisch einzurichten. Da es mir aber sowieso wichtiger ist, ein gemütliches und außergwöhnliches Haus zu haben, ist es perfekt für uns. Keine großen Schränke, keine schweren Möbel, keine Ecken zum Vollkramen, also keine Ballast, die sich im Laufe der Jahre ansammelt. Wenn wir mal ins Altersheim umziehen müssen, dann sind die Kisten in 5 1/2 Stunden fertig gepackt.
In unserer Küche sind die Treppe nach oben, die vier Türen und die beiden Fenster die Herausforderung bei der Küchenplanung. Wir konnten also nicht eine Küche aus dem Angebot kaufen. Trotzdem sind wir als erstes zu dem einzigen großen Möbelgeschäft in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes gefahren, um ausrechnen zu lassen, was eine Küche nach unseren Vorstellungen kosten würde. Das Ergebnis überraschte uns nicht, wir hatten mit dem Preis gerechnet. Da ich aber lieber bei kleinen regionalen Betrieben kaufe als bei Möbeldiscountern, die mit großen roten Stühlen und dicken Schauspielern werben, haben wir uns bei den Küchenbauern in der Umgebung Angebote eingeholt.
Ein Betrieb wurde mir von zwei Kollegen unanbhängig voneinander empfohlen und so machten wir auch dort einen Termin aus. Und was soll ich sagen? Die Beratung war so super, dass wir uns gedanklich schon festlegten, ohne den Preis zu kennen. Als wir den Preis dann hörten, freuten wir uns sehr, denn er lag leicht unter dem der Möbelkette. Und die Schränke mit der Glasfront waren dabei noch hochwertiger und schöner.
Warum ich Ihnen das heute schreibe? Weil ich den Service dieses Betriebes jetzt in Anspruch nehmen musste. Dooferweise hatte ich eine Tür kaputt gemacht und deshalb musste die Halterung ausgetauscht werden. Das wäre eine Arbeit von 5-10 Minuten. Aber ich sage nur: Servicewüste Deutschland! Glauben Sie nicht, dass ich so einfach davon gekommen wäre!
Der gute Mann ist nicht gegangen, ohne vorher die anderen Türen zu checken. Auch das Eckkarussell probierte er aus und fand so heraus, dass es sich nicht perfekt drehte. Also schraubte er links, schraubte rechts, drehte noch einmal, schraubte wieder und noch einmal, probierte erneut…. Insgesamt dauerte es 20 Minuten. Danach drehte es sich so schön, dass sogar ich einen Unterschied merkte, obwohl ich vorher nichts zu bemängeln hatte. Ich dachte nämlich, das unrunde Drehen käme vom Gewicht der Töpfe.
Natürlich war dies ein kostenloser Service. Der Handwerker fühlte sich einfach für “seine” Küche verantwortlich, auch wenn es schon über fünf Jahren her ist, dass er sie aufgebaut hat. Tja, soviel dann zur Servicewüste Deutschland.
Übrigens ist meine Küche immer noch meine Traumküche. Ich liebe sie sehr und finde sie wunderhübsch. Deshalb koche und backe ich wahrscheinlich auch so gern. In der alten Küche hat es einfach nicht so viel Spaß gemacht. Das Auge isst schließlich mit.
Heute hat nicht nur die Lieblingsnichte Geburtstag (Glückwunsch auch hier, falls Du Dich zufällig verirrst). Nein, wir feiern auch unseren Haustag. Heute vor 16 Jahren haben wir die Schlüssel für unser kleines altes Häuschen bekommen. Selbstverständlich haben wir hier gleich die erste Nacht verbracht. Eine Luftmatratze mit Schlafsack, ein großer sechsarmiger Kerzenständer, eine Flasche Sekt und zwei Gläser, mehr brauchte es nicht für die Einweihung. Am nächsten Morgen, vor der Arbeit noch schnell in die Wohnung und nach der Arbeit mit dem Umzug beginnen. Der Vorteil, in ein fertig renoviertes Haus zu ziehen ….
16 Jahre – und noch immer so glücklich und froh wie am ersten Tag! Von der ersten Minute an habe ich mich heimisch gefühlt. Auch wenn ich immer noch manchmal mit dem Gedanken aufwache, wie unfassbar es ist, dass es uns gehört. Uns ganz allein. ♥
(und heute Abend auch noch traditionell der Wiener Opernball. Andere feiern Weibertrallalla und ich schaue eben diesen Quatsch.)
Wenn Sie bereits länger im Landgeflüster lesen, kennen Sie meinen, für manche von Ihnen, leicht schrägen Musikgeschmack. Dann mag es Sie auch nicht verwundern, dass ich die neue CD von Matze ganz gut finde.
Als damals seine erste CD herauskam, begleitete sie mich den ganzen Sommer. Unvergessen die Tage, die ich mit meiner Freundin auf Fehmarn verbrachte: zeltenderweise, in ihrem Kübelwagen herumfahrend und immer wieder Matze Reim. Eine geile unbeschwerte, fröhliche Zeit. Und für diese schöne Erinnerung freue ich mich, dass er es wieder auf Platz 1 geschafft hat, auch wenn der Michelmann und ich gerade beim Zuhören seiner aktuellen Texte immer wieder lachen müssen.
Ich denke, diese CD eignet sich zumindest ganz wunderbar als Begleitmusik zum Hausputz: fröhlich putzen und singend staubsaugen.

Ein sehr ruhiger Monat, mit täglichen Spaziergängen, eine Reise nach Sylt und vielen kulinarischen Höhepunkten. Ein schöner Monat!
Seit März 2008 betreiben wir Wetteraufzeichnungen. Der Michelmann trägt jeden Tag in ein dickes Buch ein, wie warm es tagsüber und in der Nacht ist und, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint. Angefangen hat er damit, weil ich das Wetter im Gartengeflüster vermerken wollte. Leider schaffe ich es nicht täglich, seine Aufzeichnungen zu übernehmen. Ganz im Gegenteil, ich bin da sehr schlampig. Alle paar Tage Wochen Monate trage ich dann alles nach. Sie mögen es überflüssig finden, aber ich finde es hochinteressant. Ich schaue öfter nach, wie das Wetter am selben Tag ein Jahr früher war.
Heute, bei diesem arg feuchten Wetter, ist die perfekte Zeit für diese Hausarbeit. Unseren Spaziergang haben wir schon hinter uns und den Rest des Tages planen wir im Haus zu bleiben. Der Michelmann guckt Wintersport im Kaminzimmer, ich sitze mit dem Läppi im Esszimmer und kann so mitschauen, aber auch fleißig Wetterdaten schreiben.
Ich war mit sicher, dass ich nur zwei Monate nachtragen muss. Aber nein, wie doof, am 19. August habe ich den letzten Eintrag gemacht. Pfff. Also heute Strafarbeit. Und wieder der Vorsatz, nicht so nachlässig zu sein und bei jedem neuen Blogeintrag auch gleich das Wetter vom Vortag bzw. den Tagen seit dem letzten Eintrag zu vermerken.
Am 19. August war übrigens der heißeste Tag des Jahres: Es war sonnig bei 34,2 °C , nachts waren es 21,5 °C. Und das dazugehörige Foto:

Unser Frühstücksplatz unter dem Sonnenschirm im Dreiecksgrundstück. Ich bin gespannt, wann wir das erste Frühstück im Garten zu uns nehmen werden. Aber noch spannender ist die Frage, wann es die ersten Schneeglöckchen und Winterlinge gibt. Seit meiner Kindheit erwarte ich diesen Tage sehnsüchtig. Früher im Garten meiner Eltern, seit 16 Jahren im eigenen Garten. Und wie Sie es von uns kennen, wird dieser Tag traditionell gefeiert im Hause Landgeflüster. Bald, bald ist es soweit…..


