You are currently browsing the category archive for the ‘Jobgeflüster’ category.

Zur Zeit finde ich mein Leben ziemlich entspannend und diesen Zustand genieße ich sehr. Heute zum Beispiel begann mein Tag, wie auch schon vorgestern und gestern, damit, dass ich morgens im Zug ganz gemütlich 45 Minuten gestrickt habe. Dazu habe ich ein Hörbuch von Charlotte Link gehört. Frau Millowitsch ist in meinen Ohren zwar nicht die angenehmste Vorleserin, aber die Geschichte war ganz gut. Mal ehrlich, gemütlicher kann ein Tag doch nicht starten. Okay, noch feiner wäre es, wenn mir ein netter Bahnmann noch einen Kaffee und ein ofenfrisches original französisches Croissant oder ein anderes leckeres Gebäck serviert hätte. Aber auch ohne dem liess es sich gut aushalten. In der großen Stadt fahre ich immer noch ein Stückchen mit der U-Bahn. Am Gleis traf ich heute einen netten Kollegen, mit dem ich die restlichen 20 Minuten meines Arbeitsweges quatschender Weise verbrachte. Ich habe übrigens ganz prima Kollegen, mit denen ich gerne zusammenarbeite.

Mein Arbeitstag war locker und so machte ich mich kurz nach eins gut gelaunt auf den Heimweg. Die Zugfahrt nach Hause dauert eine Stunde und auch da habe ich gestrickt. Tja, und seit kurz nach drei bin ich nun zuhause. Meinen “Hallo-ich-bin-wieder-zuhause-Kaffee” habe ich bereits getrunken und jetzt sitze ich auf der Bank vor dem Küchenfenster, lausche den Vögeln und – ja, stricke. Unterbrochen nur von diesem Eintrag. Ein paar Wildkräuter habe ich auch schon gezupft und auch die Pflanzen im GWH gegossen. Aber das hat kaum zehn Minuten gedauert, dann saß ich schon wieder auf der Bank. Ein cooles Lodderleben, so ein Teilzeittuckenleben.

Wenn Sie wissen möchten, was ich stricke, verrate ich es Ihnen gern. Es wird ein weiteres Sommertuch. Mutter Landgeflüster hat mir dafür schöne schokoladenbraune Wolle geschenkt. Da meine bevorzugte Farbe für sommerliche Kleidung Weiß ist, mag ich als Kontrast Accessoires mit kräftigen Farben. Das Tuch wird bestimmt wunderbar zum weißen Hemd, weißer Hose und meinen Schokochucks aussehen. So, und jetzt möchte ich wieder stricken. Machen Sie es sich gemütlich. Das tut wirklich gut.

Der Michelmann hatte heute einen Termin in meiner großen Stadt und musste mittags zwei Stunden überbrücken. Also habe ich spontan zwei Überstunden genommen. Wir haben uns in der Fußgängerzone getroffen und glücklicherweise hat es in diesen zwei Stunden auch nicht geregnet. Da ich heute einen Zug früher als sonst nach Hause gefahren bin, hatte ich eine sehr entspannte Heimreise. Der Zug wurde nämlich in der großen Stadt eingesetzt und war entsprechend leer, als wir losfuhren. Das finde ich immer ganz famos.

In der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes wurde ich von einem starken Regen überrascht und der Weg zu meinem Smartie reichte, richtig nass zu werden. Um so gemütlicher war es zuhause. Mit meiner Tasse Kaffee habe ich mich auf das Sofa verzogen und ganz entpannt auf den Michelmann gewartet.

Statt Gartenarbeit also heute Entspannung auf dem Sofa, aber auch Kekse backen (so lecker!) und noch ein bisschen Sport. Ich hoffe, dass das Wetter in den nächsten Tagen wieder schön wird. Am Donnerstag startet die Kulturelle Landpartie und auch die Münzingenta. Auch wenn der Michelmann am Wochenende die Welt rettet, möchten wir ein paar Veranstaltungen besuchen. Aber natürlich nur, wenn das Wetter entsprechend ist. Kühler darf es gern sein, aber bitte kein Regen. Also, lieber Herr Wettermann, wenn Sie hier mitlesen, dann wissen Sie ja jetzt bescheid. In diesem Sinne: guten Abend, gute Nacht, bis morgen dann die Sonne lacht ☀

Auch heute, liebe Frau Brüllen, verrate ich, wie mein heutiger Tag aussah: Heute habe ich lange geschlafen, erst kurz nach acht bin ich aufgewacht. Da blieb keine Zeit für traurige Gedanken, so wie gestern, als ich schon um sechs wach wurde und es noch zu früh zum Aufstehen war. Ein Blick nach dem Aufstehen verriet uns, dass es warm genug ist, den Frühstückskaffee im Garten zu trinken.

Frühstückkaffee

Nach dem Frühstück habe ich mich auf meinen neuen Lieblingsplatz gesetzt, um die Sonne zu genießen und mein aktuelles Zugbuch zu Ende zu lesen. Die wenigen Seiten lohnen nicht, es noch einmal mitzunehmen. Außerdem habe ich hier auch noch mit Mutter Landgeflüster telefoniert. Ich konnte dabei auch den Michelmann beobachten, wie er das Gartentor streicht. Alles sehr entspannend. Ich glaube, bis um halb elf habe ich dort gesessen.

Lieblingsplatz

Danach habe ich etwa anderthalb Stunden Sport gemacht und mir mein Mittagessen verdient. Es gab die restliche Pizza von gestern Abend. Sie war auch heute sehr, sehr lecker. Es ist praktisch, dass ich zufällig mit dem wohl besten Pizzabäcker der Welt verheiratet bin.

Mittagessen

Nach dem Mittagessen haben wir gequatscht, das nächste Wochenende locker geplant und auch noch ein bisschen im Garten gewerkelt. Ich habe auch ein paar Fotos für das Gartengeflüster gemacht.

Programm

Später sind wir zum Kindergartenfreund vom Michelmann und seiner Frau gefahren. Sie sind neben meiner Freundin in der Ferne unsere besten Freunden und ich freue mich immer, wenn wir Zeit füreinander haben. Es sind die, für die wir das Logbuch gebastelt haben. Es war ein wundervoll fröhlicher Nachmittag, denn wie immer hatten wir eine Menge zu erzählen, zu planen und zu lachen. Wieder zuhause habe ich das Abendessen, Blätterteigteilchen, zubereitet und der Michelmann hat noch ein wenig im Stall gewerkelt.

Abendessen

Den Abend werden wir ganz gemütlich auf dem Sofa mit Blick in den Garten verbringen. Aber erst gehen wir noch einmal durch das Dorf, weil das Wetter so schön ist. Und weil heute auch der 05.05. ist, hier auch die Kurzfassung unseres Tages in gewohnter Form:

Das Foto des Tages:

Suchen Sie sich eins von den oberen aus.

Das Zitat des Tages:

“Die aufregendste Szene unseres öffentlichen Lebens war die, als Du in Unterhose mit Deinem Schwert gekämpft hast und das Ehepaar vor dem Fenster stand und reingeschaut hat” (Frau Landgeflüster  zum Michelmann als wir uns über unsere fast gardinenfreien Fenster unterhielten und darüber, wie gern die Dorfbewohner bei uns hereinschauen.)

Das Wetter des Tages:

 22,4 °C, Sonne, leicht bewölkt

Die Hauptaktivität des Tages:

lesen, laufen, lachen

Der Film des Tages:

Der neue “Lewis” auf ZettDeEff, ein englischer Krimi.

Die Musik des Tages:

Tina Turner (mit der CD “Simply the best” sich gut laufen)

Das Essen des Tages:

mittags Pizza, abends Blätterteigteilchen und Lauchröllchen

Das Buch des Tages:

“Das Ende des Sommers” von Sue Miller

Das nächste Mal wieder am 06.06.

Mein erster Arbeitstag war fast so entspannend wie meine Ferientage. Der Chef und alle anderen wichtigen Menschen, die mir Arbeit geben könnten, waren nicht da. Also konnte ich ganz entspannt in die Woche starten, das war ganz wunderbar.

Auch heute hat mich das kleine Nachbarsmädel besucht. Wie immer war die erste Frage: “Darf ich was helfen?” Ganz oft kommt sie herüber, wenn ich gerade im Garten werkele. Deshalb weiß sie, dass es immer etwas zu helfen gibt. Heute durfte sie mir aber beim Kuchenbacken helfen. Morgen besuchen uns nämlich die Eltern Landgeflüster, weil sie sich den frisch renovierten Stall anschauen möchten.

Also backten wir gemeinsam einen Kuchen. Aber das Nachbarsmädel hatte auch noch die Idee, eine Blume für die Kaffeetafel zu basteln. Also kletterte sie zurück über den Zaun und kam kurze Zeit später auf dem gleichen Wege mit einer Serviette und einen Faden für jeden von uns zurück. Dann machte sie vor und ich bastelte nach. Und das Ergebnis:

Serviettenblume

Das Nachbarsmädel ist wirklich zu süß und ich freue mich immer, wenn sie mich besucht. Der Michelmann nennt sie “Ms. 1000 Volt”, weil sie immer so aufgeregt ist, wenn sie bei uns sein darf. Das bin ich übrigens auch, besonders jetzt, da der Stall so schön geworden ist. Demnächst gibt es auch Fotos, aber erst möchte ich den Hof noch fertig “einrichten”.

Liebe Frau Brüllen, gern verrate ich Ihnen, wie mein heutiger Tag aussieht.

Wie jeden Morgen, wenn ich zur Arbeit muss, ging unser Radio um 4:43 Uhr an. Zwei Minuten später klingelte der Wecker und kurz danach schaltete der Michelmann das Licht an. Bis um fünf Uhr wurden wir langsam wach, hörten dann die Nachrichten und den Wetterbericht. Während ich im Bad verschwand und mich ankleidete, kochte uns der Michelmann. Er rettet in dieser Woche erst ab mittags die Welt und hat morgens also ganz viel Zeit.

Um zehn vor sechs machte ich mich auf den Weg in die große Stadt und um zehn nach sieben habe ich mein Büro erreicht. Der Zug war heute superpünktlich, so dass ich eine U-Bahn eher weiterfahren konnte. Deshalb war ich zehn Minuten früher im Büro als gewöhnlich. Ich hatte einen sehr angenehmen Tag, alles ging mir gut von der Hand, und so verabschiedete ich mich kurz nach eins in meinen Frühlingsurlaub.

Der Heimweg dauerte heute länger als gewöhnlich und so war ich erst um Viertel vor vier zuhause. Wie immer, habe ich mir zuerst meinen “Hallo-ich-bin-wieder-zuhause-Kaffee” gekocht und heute auch ein Stückchen Lieblingsschokolade genascht. Schließlich ist heute Lieblingstag und Urlaubsbeginn. Das muss gefeiert werden.

Zu meinem Kaffee habe ich meinen Läppi angeschaltet und den Feedreader geöffnet. Da wurde ich als Erstes von Frau Brüllen an das Tagebuchbloggen erinnert und weil ich nicht wusste, was ich Ihnen anderes erzählen könnte, schreibe ich also diesen Eintrag.

In zwei Stunden wird der Michelmann nach Hause kommen und mit mir Lieblingstagsurlaubsbeginn feiern. Mit Currywurst – Pommes. Er ist heute mit “Wünsch Dir was” dran und das ist das Ergebnis. Ausgehen werden wir heute nicht, denn schon am Morgen schmerzten meine Knochen so sehr, dass ich mich nicht gut bewegen kann. Und weil wir morgen einen Ausflug planen und ich auch etwas kaputt bin, möchte ich mich heute nur noch erholen. Glücklicherweise mag der Michelmann Filmabende auf dem Sofa genau so gern wie ich.

So, und nun wissen Sie, wie der 05. April im Hause Landgeflüster gelebt wird.

image

Heute war mein Arbeitstag sehr lang. Länger als die Tage, in denen ich früher Vollzeit gearbeitet habe.

Deshalb kam ich eben auch in den Genuss, in der U-Bahn
um halb sechs mitzufahren. Ich gebe Ihnen einen Tipp: Wenn Sie entspannt fahren möchten, dann fahren Sie nicht um diese Zeit. Es sehr voll. Viele Menschen. Viele betrunkene Menschen. Das ist nicht schön. Und die Menschen waren gar nicht fröhlich, auch nicht die Betrunkenen.

Da war der Zugbegleiter heute früh viel lustiger! Der trällerte schon kurz nach sechs “strangers in the night” mit kräftiger, tiefer Stimme. Das klang super!

Da ich noch nie um diese späte Uhrzeit mit dem Zug in der Woche in die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes gefahren bin, wusste ich nicht, dass er ganz am hintersten Ende des Bahnsteigs hält, kaum zu sehen vom Treppenaufgang. An den vorderen Anzeigetafeln stand nichts und so bekam ich erst einen Schreck. Schließlich wollte ich schnell nach Hause. Aber dann sah ich die Bahn und ich habe sie auch noch rechtzeitig erreicht.

In einer Stunde bin ich zuhause und war dann ich 13 Stunden und 20 Minuten unterwegs. Eine Stunde länger als damals, als ich noch als eine Vollzeittucke unterwegs war.

Also noch Zeit genug für mein Zugbuch. Ruhe bitte!

Der 27. Dezember war mein erster Arbeitstag im Dezember. Puh, war das anstrengend für mich! Fünf Stunden früher aufstehen als die letzten (fast) vier Wochen vorher! Die Arbeit selbst war ruhig und entspannt, weil die meisten meiner Kollegen “zwischen den Jahren” frei haben. Ich konnte also ganz in Ruhe meine Mails löschen durcharbeiten und mich informieren, was ich in den letzten Wochen nicht verpasst habe.

Wenn Sie Pendler sind und zwischen Weihnachten und Silvester wirklich entspannt zur Arbeit anreisen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Fahrt mit dem Zug. Seien Sie aber so pfiffig, vorher ins Internet zu schauen, ob Ihr Zug auch fährt. So schlau war ich glücklicherweise und so konnte ich feststellen, dass der Zug der Doitschen Barn nicht fährt. Also bin ich mit dem privaten Bummelzug gefahren. Morgens um kurz nach sechs in den Schulferien ist er fast menschenleer und deshalb konnte ich die halbe Strecke den ganzen Waggon für mich allein genießen. Ich habe die Gelegeneheit ergriffen, unbeobachtet die witzigen Tische in meinem Wagen zu fotografieren. Später stiegen noch sechs andere Pendler ein.

Tische im Metronom

Die Empfehlung mit dem Zug zu reisen gilt allerdings nur für die Hinfahrt. Wenn Sie wie ich eine Teilzeittucke sind und das Glück haben, schon mittags zurückzufahren, dann ist die Zugfahrt nicht unbedingt eine gemütliche Reisevariante, zumindest mit nicht dem Bummelzug. Da in diesem Zug das Niedersachsenticket und auch das günstige Tagesticket der gelb-blauen Bahn gültig ist, war der Zug voll kauf- oder umtauschsüchtiger Teenager und Familien. In der großen Stadt gibt es einen großen Billigklamottenanbieter, der absolut in ist. Zu erkennen ist dieser Klamottenladen nicht an dem roten Ha und Em, sondern an riiiiesigen blaubeschrifteten Papiertüten. Ich kenne diesen Laden jedenfalls nur, weil mir täglich Menschenmassen begegnen und alle mindestens 3 bis 8 dieser riesigen Tüten tragen. Wahrscheinlich darf man dort nur einkaufen, wenn man bereit ist, mehr als eine Tüte vollzupacken. Auf meiner Heimfahrt am Donnerstag war der Zug also voll dieser Tüten. Ich habe noch nie im Leben so viele Tüten auf einem Haufen in einem Zug gesehen.

Deshalb habe ich am Freitag ein bisschen Überzeit abgebaut und bin mit einem Zug der Doitschen Barn nach Hause gefahren, der in der großen Stadt seine Fahrt beginnt. Nach so einem langen Urlaub ist es sowieso nicht gut, zwei volle Teilzeittuckentage zu arbeiten, finde ich. Aber wenn Sie dann doch an so einem Tag mit dem Zug fahren müssen, dann habe ich auch eine Empfehlung für Sie. Wenn Sie Pendler sind wie ich, haben Sie keine Platzreservierung, aber wissen natürlich, wo Sie stehen müssen, um genau vor der Zugtür des haltenden Zuges zu stehen. Sie wissen auch, welches die bequemsten Abteile sind und welche Plätze wahrscheinlich reserviert sind. Für alle, die selten reisen und/oder eine Platzreservierung haben, den gebe ich einen Tipp mit auf die Reise: schauen Sie außen am Wagen, in welchen Wagen Sie einsteigen, bevor Sie den Waggon betreten. Das gilt besonders, wenn Sie mit großem Gepäck und/oder Begleitung einer oder mehrerer Personen reisen, besonders in Zeiten, in der bekannterweise viele Menschen reisen. Merke: nach Weihnachten müssen alle Menschen, die zu ihren Familien gereist sind, wieder nach Hause fahren!

Wenn Sie einfach einzusteigen ohne zu gucken in welchen Wagen, dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Sie ein Chaos verursachen. Und Sie dürfen auch nicht schimpfen, wenn Sie umziehen müssen. Für mich als Pendlerin, die pfiffigerweise als Erste einsteigen durfte und einen schönen Platz ohne Reservierung gefunden hat, war das, was sich in meinem Waggon abspielte, sehr amüsant.

Ich bin in den Wagen 8 eingestiegen. Das wusste ich nicht, weil es mir egal war. Ich habe mich hingesetzt, mein Strickzeug herausgeholt und entspannt auf die Abfahrt gewartet (es ist schon der zweite Schal, den ersten hatte ich schon vor Weihnachten fertig! Ich Strickwunder, ich!).

Nach mir stiegen vielen Menschen ein, in Zweier- und Dreiergruppen, alle mit großen Koffern und mit Platzreservierungen. Platzreservierungsreisende erkennt man sofort am suchenden Blick, denn die Nummerierung der Plätze ist nicht unbedingt logisch. Außerdem murmeln diese Reisenden laut vor sich hin. Das sieht lustig aus. Die Menschen in meinem Waggon fragten sich gegenseitig, ob dies der Wagen 9 oder 10 wäre, denn sie hatten alle eine Reservierung für den Wagen 9 oder 10. Einig wurden sie sich nicht, aber da sie alle ihre Platznummern kannten, setzen sie sich, unabhängig davon, ob sie für den Waggon 9 oder 10 reserviert hatten. Witzigerweise passte es auch so.

Natürlich hört sich das jetzt unkomplizierter an als es wirklich war. Denn viele Reisende, also alle, die meinen Waggon betreten haben, suchen sich erst den Sitzplatz und dann Platz für den Koffer. Damit die Geschenke mitreisen können, sind die Koffer natürlich so groß, dass sie nicht in die Ablage über den Sitzen passen. Stellen Sie sich also ein Reihe Menschen vor, die in das Abteil strömen, alle mit Riesenkoffer hinter sich herrollend. Platz gefunden – unangekündigter Stopp – Stau – dann Drehung, um den Koffer zurückzubringen – geht aber nicht, weil lauter Hindernisse in Form von Mitreisenden mit großem Gepäck. Leider heben solche Reisenden nicht einfach spontan den Koffer auf den Sitz, um sich selbst davor zu stellen, damit der Gang wieder frei wird und die Nächsten ihren Sitzplatz ansteuern können. Ein Geschiebe, ein Gedränge, ein Gemotze. Aber alles hat ein Ende, auch das und nach einer gefühlten Ewigkeit saßen alle Menschen.

Und dann wurde es richtig lustig! Die Durchsage des netten Zugmannes, die verkündete, dass die Reservierungsschilder noch nicht angebracht wären, dies jetzt aber erfolgen würde, dass die Reihenfolge der Abteile wie folgt wäre: erst Wagen 8, dann 10, dann 9 und, dass alle Reisenden mit Reservierung danach bitte ihre reseriverten Plätze einnehmen sollten. Hui, das brachte Aufregung bei meinen Mitreisenden! Für mich war es nur soweit spannend, ob ich mich noch einmal umsetzen muss oder nicht. Sorgen bereitete mir das keine, weil recht viele Plätze frei waren. Auch mein direkter Nachbarplatz war unbesetzt.

Kurz nach der Durchsage öffneten sich beide Waggontüren und von beiden Seiten trat ein Zugbegleiter ein, in den Händen die Reservierungsschilder. Ein Reisender traute sich zu fragen, welche Wagennummer unser hätte, die Nummer 9 oder 10, man wäre sich unter den Reisenden nicht einig. “Dies ist der Wagen 8″ antwortete der Zugbegleiter. Können Sie sich die Aufregung vorstellen??? Es war echt köstlich!

Und auch hier habe ich eine Empfehlung für ungeübte Reisende: es hat keinen Sinn, dass alle gleichzeitig aufstehen und zum Koffer laufen, um den Platz zu wechseln. Echt nicht! Das Chaos ist vorprogrammiert, denn es wird das Selbe passieren wie zu Beginn der Reise. Mein Tipp: bleiben Sie erst einmal sitzen und schauen, welche Plätze in dem Abteil reserviert sind, in dem Sie gerade sitzen. Vielleicht müssen Sie gar nicht umziehen. Das ist die entspannteste Variante. Da Frau Landgeflüster ein Glückskind ist, hatte sie auch bei dieser Fahrt das Glück, dass ihre “beiden” Plätze genau wie der Großteil der anderen Plätze nicht reserviert waren. Also hätten viele der Reisenden einfach sitzen bleiben können. Taten sie aber nicht und sie beachteten auch nicht meine stille Empfehlung, nacheinander den Koffer zu holen und den Waggon zu wechseln. Die männlichen Reisenden strömten gemeinsam zu den Koffern. Leider befanden sich aber die Wagen 9 und 10 nicht direkt vor ihnen, sondern hinter ihnen. Also wieder Geschiebe, Gedränge, Gemotze. Menschen können so unentspannt und kompliziert sein. Da ich direkt an der Tür bei den Kofferablagen saß, bekam ich alles live und in Farbe mit und beobachtete strickenderweise und fassungslos die Szenen, die sich um mich herum abspielten.

Nach 20 Minuten war das Chaos beseitigt und der freundliche Zugbegleiter kam wieder zurück in meine Richtung. Vorher reagierte er noch sehr souverän und charmant auf das alberne Pöbeln der platzreservierten Reisenden. Ich aber lächelte ihn an und er sprach zu mir: “So, das Chaos in diesem Waggon ist beseitigt, jetzt nur noch zwei. Das dauert bis Hamburg. Ich komme Sie also nicht wegen der Fahrkartenkontrolle besuchen und Sie dürfen ohne Störung stricken.” Ich bedankte mich freundlich, wir grinsten uns an und er ging weiter seines Weges. Den Rest der Fahrt war es sehr ruhig und gemütlich, denn der Wagen war wieder übersichtlich leer.

Am Bahnsteig hat mich überraschenderweise der Michelmann begrüßt! Wie toll! Der Michelmann musste gestern mal nicht die Welt retten, weil er dies das ganze Wochenende tut. Wir waren aber nicht am Bahnsteig verabredet und deshalb habe ich mich echt gefreut.

Tja, so war das also mit meinen Zugfahrten “zwischen den Jahren”. Was für ein langer Eintrag. Hochachtung, wenn Sie ihn wirklich bis zum Ende gelesen haben!

Wie fast immer muss der Michelmann auch in diesem Jahr an Weihnachten die Welt retten. Wir werden also nicht so viel Zeit miteinander verbringen, wie wir es gern täten. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Und deshalb starten wir heute besonders weihnachtlich in das Adventswochenende (der Michelmann hat morgen frei). Das wird bestimmt ganz toll und ich freue mich sehr auf diesen Abend. Überhaupt wird es ein tolles Familienwochenende sein: morgen hat Mutter Landgeflüster Geburtstag und am Sonntag findet das Adventskaffeetrinken bei uns statt. Und Montag ist schon Heiligabend.

rose

Ganz viele liebe Grüße und diese Rosen sende ich heute in den Süden an Frau Süd! Alles, alles Liebe für Dich und Deine Familie. Ich werde um zwanzig nach zwölf an Euch denken! ♥ ♥ ♥

(wie gut, dass ich ausgerechnet heute zum ersten Mal in meinem Weihnachtsentstressungsurlaub in meinen Lieblingsblogs herumstöbere)

Fast immer, wenn der Michelmann die Welt früh rettet, hole ich ihn ab und fahre gemeinsam mit ihm nach Hause. Und weil mein Zug 20 Minuten früher ankommt, als der Michelmann Feierabend hat, habe ich sogar noch ein wenig Zeit beim Biowio einzukaufen. Heute brauchte ich noch Frischkäse, weil der Michelmann sich “endlich mal wieder eine Schinkenrolle bitte” gewünscht hat. Und weil es heute ganz wundervolle Kräuterseitlinge zu kaufen gab, habe ich die als Beilage ausgewählt.

Da die Kräuterseitlinge einfach eine fantastische Beilage sind, die volle Aufmerksamkeit verdient, habe ich die Rolle ganz schlicht gehalten: der Teig wie immer aus 125 Gramm Mehl, 4 Eiern, 250 ml Milch und 1/2 TL Salz gerührt und dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegossen. Auf den Teig frisch geriebenen jungen Gouda gleichmäßig verteilt und klein gezupfte Schinkenscheiben. Nach dem Backen (etwa 20 Minuten bei 225 °C) Frischkäse und ein paar Kräuter auf dem Teig verteilen, alles zu einer festen Rolle zusammenrollen und dann in Scheiben schneiden.

Die Kräuterseitlinge werden zerkleinert und kurz mit gehackten Zwiebeln in Öl angedünstet. Nun alles nett auf dem Teller anrichten und einfach genießen.

(weitere Anregungen zur Schinkenrolle hier)

  • Letzte Nacht habe ich fast zehn (!) Stunden geschlafen. Natürlich ungeplant, zumindest die ersten drei Stunden
  • Meine Arbeitswoche ist vorbei. Je später die Woche, desto anstrengender die Arbeitstage.
  • Kein Lieblingstag, denn der Michelmann muss das ganze Wochenende die Welt retten.
  • Bewegung tut gut und so bin ich an diesen gemütlich nebeligen Tagen zu Fuß vom Bahnhof nach Hause spaziert. 70 Minuten, ein schöner Spaziergang. Viel besser als auf dem Sofa abzuhängen.
  • Seit heute ist mein Mobilfunktelefon kaputt.
  • In dieser Woche lauter Lieblingsabendessen:  Spinat mit Kartoffelpü, Brot, selbst gemachte Bandnudeln mit Mangold und Walnüssen, Pizza. Heute Kürbissuppe.
  • Bis eben funktionierte das Internet nicht. Und damit auch die Telefone nicht. Aber für solche Fälle haben wir ein schwarzes Wählscheibentelefon aus dem Jahre 1948, das nicht über unsere Anlage läuft. Die gute alte Technik.
  • Das Nachmittags- und Abendprogramm für das Wochenende steht noch nicht fest. Der Michelmann ist der Bestimmer, damit er auch ein schönes Wochenende hat, wenn er schon die Welt retten muss.
  • Ich plane Pralinen und für Sonntag ein schönes Gebäck zum Kaffee zu zaubern. Damit der Michelmann ein noch schöneres Wochenende hat.
  • Er muss noch eine Stunde die Welt retten und ich freue mich schon auf unser Wiedersehen. Heute machen wir es uns super gemütlich. Ich hoffe, nicht so gemütlich, dass ich wieder um sieben einschlafe.
  • Mehr gibt es nicht zu berichten aus dem Hause Landgeflüster.
  • In diesem Sinne: ein schönes Wochenende !

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

Mai 2013
M D M D F S S
« Apr    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

Geflüsterauswahl

vergangenes Geflüster

Ich bedanke mich für

  • 2,094,982 Besuche