
Sie wohnen in der Teetasse in der Glasvitrine in meinem Zimmer und machen den ganzen Tag lang Blödsinn.
Leben auf dem Lande, der Michelmann und ich

Sie wohnen in der Teetasse in der Glasvitrine in meinem Zimmer und machen den ganzen Tag lang Blödsinn.
Zur Zeit finde ich mein Leben ziemlich entspannend und diesen Zustand genieße ich sehr. Heute zum Beispiel begann mein Tag, wie auch schon vorgestern und gestern, damit, dass ich morgens im Zug ganz gemütlich 45 Minuten gestrickt habe. Dazu habe ich ein Hörbuch von Charlotte Link gehört. Frau Millowitsch ist in meinen Ohren zwar nicht die angenehmste Vorleserin, aber die Geschichte war ganz gut. Mal ehrlich, gemütlicher kann ein Tag doch nicht starten. Okay, noch feiner wäre es, wenn mir ein netter Bahnmann noch einen Kaffee und ein ofenfrisches original französisches Croissant oder ein anderes leckeres Gebäck serviert hätte. Aber auch ohne dem liess es sich gut aushalten. In der großen Stadt fahre ich immer noch ein Stückchen mit der U-Bahn. Am Gleis traf ich heute einen netten Kollegen, mit dem ich die restlichen 20 Minuten meines Arbeitsweges quatschender Weise verbrachte. Ich habe übrigens ganz prima Kollegen, mit denen ich gerne zusammenarbeite.
Mein Arbeitstag war locker und so machte ich mich kurz nach eins gut gelaunt auf den Heimweg. Die Zugfahrt nach Hause dauert eine Stunde und auch da habe ich gestrickt. Tja, und seit kurz nach drei bin ich nun zuhause. Meinen “Hallo-ich-bin-wieder-zuhause-Kaffee” habe ich bereits getrunken und jetzt sitze ich auf der Bank vor dem Küchenfenster, lausche den Vögeln und – ja, stricke. Unterbrochen nur von diesem Eintrag. Ein paar Wildkräuter habe ich auch schon gezupft und auch die Pflanzen im GWH gegossen. Aber das hat kaum zehn Minuten gedauert, dann saß ich schon wieder auf der Bank. Ein cooles Lodderleben, so ein Teilzeittuckenleben.
Wenn Sie wissen möchten, was ich stricke, verrate ich es Ihnen gern. Es wird ein weiteres Sommertuch. Mutter Landgeflüster hat mir dafür schöne schokoladenbraune Wolle geschenkt. Da meine bevorzugte Farbe für sommerliche Kleidung Weiß ist, mag ich als Kontrast Accessoires mit kräftigen Farben. Das Tuch wird bestimmt wunderbar zum weißen Hemd, weißer Hose und meinen Schokochucks aussehen. So, und jetzt möchte ich wieder stricken. Machen Sie es sich gemütlich. Das tut wirklich gut.
Heute war es mal wieder so weit: unsere Keksdose mit dem Kleingeld war voll. Um es diesmal ein bisschen spannender zu machen, haben wir unsere Tipps geheim aufgeschrieben und in einen Umschlag gesteckt. Der Michelmann hat das Geld zur Bank gebracht und auf das Sparbuch eingezahlt. Zuhause haben wir dann unsere Tippscheine aus dem Umschlag genommen und mit dem Betrag im Sparbuch verglichen.

Tja. was soll ich sagen? Der Michelmann hat wieder gewonnen. Deshalb darf er bestimmen, was wir mit dem Geld machen. Also nichts Schickes für die Küche, sondern was Technisches für die Werkstatt oder den Garten.
Ich denke fast jeden Tag an Dich. Und heute sogar öfter. Immer, wenn ich in den Spiegel schaue. Alles Liebe aus der Ferne. ♥

ooooh ja, auf die ersten Erdbeeren freue ich mich auch schon. Erdbeeren pur, Erdbeereis, Erdbeerquark, Erdbeertorte, Erdbeerkonfitüre, Erdbeermilch. Hach.
Wer wie wir zwischen Spargelfeldern wohnt, kauft seinen Spargel praktisch direkt vom Feld. Glücklicherweise von Feldern ohne diese blöde Spargelheizungen. Ich kann nicht verstehen, warum Menschen bereits im März unbedingt Spargel essen müssen und nicht auf den natürlich gewachsenen regionalen Spargel warten können. Aber nun gut, ich muss ja auch nicht alles verstehen. Ich jedenfalls freue mich sehr, dass die Spargelzeit nun da ist. Bis zum Ende der Saison am 24.06. werden wir wahrscheinlich wieder einmal in der Woche ein nettes Spargelessen zelebrieren. Und nein, wir frieren auch keinen Spargel ein.

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Wir kaufen ungeschälten Spargel, denn aus den Schalen bereitet der Michelmann immer einen wunderbaren Spargelfond zu. Gestern Abend haben wir den Spargel ganz klassisch mit zerlassener Butter verspeist.

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Nicht nur in unserem Garten ist der Frühling die schönste Jahreszeit. Überall auf dem platten Lande um uns herum leuchtet der Frühling in seinen schönsten Farben. Ich liebe das und bin gern unterwegs. An diesen sonnigen Tagen strahlt das erste Grün an den Bäumen und auch die gelben Rabsfelder. Dazu der blaue Himmel. Hach, ich kann mich gar nicht sattsehen.

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Immer wieder lecker: die Pizza bei Mama Rosa, auf dem Gelände der Mützingenta.

Ich finde es zwar schade, dass der Michelmann schon wieder das ganze Wochenende die Welt retten muss, aber als Teilzeittucke darf er sich wenigstens seine Arbeitszeit aussuchen. Er arbeitet immer früh, weil wir so den Nachmittag für uns haben. Mir macht das frühe Aufstehen bekannter Weise nichts aus, weil mich meine innere Uhr eh nicht lange schlafen lässt. Und so habe ich das kühle Küstenklima genutzt, um zwei Stunden zu bügeln und dabei interessante Reportagen im Fernsehen anzuschauen. Jetzt sind die Berge verschwunden, die aufgrund des anhalten schönen Wetters liegengeblieben sind, und mein heutiger Fernsehbedarf erschöpft. Ich kann mich also auf die wirklich netten Dinge im Leben konzentrieren. Gleich geht es in mein Fitness-Studio und dann ist Zeit für das zweite Frühstück. Und dann? Mal gucken.
Hach, ich liebe es, so iel Zeit zu haben!