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Das Hauptthema im Juni war sicherlich die Fußball-Europameisterschaft und unsere kulinarische EM. Aber auch der Tonari-Besuch, das fertige Dach, das Freundinnenwochenende, die Goldene Hochzeit, der Besuch der Zahnfee und unser Ausflug nach Sylt waren ganz besondere ♥-Ereignisse im Juni. Und so war auch der Juni ein prima Monat!

im Hause Landgeflüster.

Sprudeliges Mineralwasser mit Fliedersirup – die wohl leckerste Maibowle der Welt.

Zumindest für mich. Bei unserem Ausflug entlang der Kulturellen Landpartie habe ich gesehen, dass die Holunderblüten schon soweit sind. Das ist ganz wunderbar, denn mein Fliedersirup neigt sich dem Ende zu. Also wird es auch in diesem Sommer “Holunderwunder” im Hause Landgeflüster geben als sprudelige Alternative zum Sekt. Und vielleicht auch wieder Rosensirup.

Ganz entzückt war ich nämlich heute, als ich entdeckte, dass die “Sangershäuser Jubiläumsrose” und auch die gelbe Kletterrose bereits in voller Blüte stehen. Wenn meine duftigste Rose, die “Compassion” auch so reichhaltig blüht, werde ich ein paar Blüten für den Sirup verwenden.

Diese Jahreszeit ist so eine schöne Zeit! Ich genieße den Frühsommer immer sehr und erfreue mich an den vielen schönen Veranstaltungen der “Kulturellen Landpartie” und denen, die wir selbst veranstalten. In der nächsten Woche also der traditionelle Holunderausflug und am Wochenende die erste offizielle kleine Gartenparty anlässlich des Freundingeburtstages. So gefällt mir mein Leben. ♥

Frau Landgeflüster möchte einen weißen Strauß verschenken. Im Floristikgeschäft einige Blumensträuße, die bereits fertig gebunden waren. Rosa, gelb, rot oder orange. Keine, die mein Herz auf Anhieb eroberten.

Wenige, lose Blumen, die darauf warteten gebunden zu werden. Komisch, das kenne ich so gar nicht von diesem Geschäft. Wenig Auswahl, teilweise nicht mehr ganz frisch aussehend. Und auch nur gelb und rosa. Was im hinteren Lager noch stand, nicht einzusehen.

Zwischen den fertig gebundenen Sträußen ein sehr, sehr hochpreisiger riesiger Strauß in gelb. Ganz nett, aber sehr, sehr hochpreisig riesig. Und gelb. Und leider nicht nett genug, als das ich bereit wäre, dafür so viel Geld zu bezahlen.

“Können Sie mir einen Strauß in einer Preisklasse von xy Euro binden? Oder, noch besser, in weiß?” fragte ich nett und freundlich, wie ich immer so bin und es auch von anderen erwarte. “Der sieht dann aber nicht so üppig aus wie der Gelbe!” die Antwort in einer Tonlage, wie ich sie nicht erwarte von Menschen, denen ich nett und freundlich begegne. Ich setzte mein strahlendstes Lächeln auf und entgegnete, dass ich mir dem bewusst wäre, aber der Gebundene einfach mein Budget übersteigen würde. Dann solle ich eben Tulpen nehmen, die wären günstiger als Rosen oder Ranunkeln, war die nicht weniger unfreundliche Antwort. Also erwiderte ich, immer noch freundlich lächelnd: “Tulpen möchte ich nicht und eigentlich möchte ich sowies einen weißen Strauß. Vielen Dank trotzdem, auf Wiedersehen.” und fügte ich im Stillen hinzu: “Bei Dir kaufe ich nämlich gar nichts!” .

So schnell wollte mich die Blumenfrau dann aber doch nicht gehen lassen: “Ich habe auch noch orange Tulpen.” Fassungslos blickte ich sie an. Ob sie die Schwester von dieser Dame ist? “Vielen Dank, ich möchte keinen Strauß mit orangefarbenen Tulpen. Ich möchte einen weißen Strauß. Und keine Tulpen. Vielen Dank trotzdem, auf Wiedersehen!”

So schade, dass ihre Kollegin nicht da war. Die macht nämlich ganz wundervolle Sträuße und wir haben schon manchen zauberhaften Blumenstrauß von dort verschenkt. Am Samstag davor war ich zum Beispiel dort und da hatte eben die Kollegin gearbeitet und traumhafte Blumensträuße in weiß gezaubert. In meiner Preisklasse. Wirklich schade.

Im anderen Blumenladen gab es auch kaum weißen Blumen, aber freundliche Menschen und nicht ganz so gelbe Blumen. Weiße Tulpen, ja, die hätte ich kaufen können. Aber Anfang Januar bereits Tulpen? Nein, bitte noch nicht. Wir haben diesen Strauß verschenkt.

Zehn fast weiße Rosen. Immerhin.

Frau Landgeflüster meldet: der erste Holunderblütengelee ist gekocht. Inspiriert durch diese beiden Bücher:

Zum Geleekochen benötigt man natürlich keine Bücher, schließlich steht alles auf der Gelierzuckerverpackung bzw. der Agar Agar-Tüte, aber Frau Landgeflüster liebt bekannterweise schöne Bilderbücher und deshalb blättert sie diese auch so oft durch.

Gestern startete also in der Küche Landgeflüster das Projekt “Erster Gelee im Leben der Frau Landgeflüster”. Die Zutaten hatte sie sich bereits vorher in ihrem Lieblingseinkaufsladen gekauft. (Der Zucker ist für den Holundersirup, den ich auch noch zubereiten werde.)

Ich möchte verschiedene Varianten testen und habe deshalb nicht nur Gelierzucker und Zitronensäure gekauft, sondern auch Agar Agar und Zitronensaft. Über Agar Agar habe ich bereits öfter gelesen und wollte es daher auch noch einmal ausprobieren, solange es noch aus der “Zeit vor Fukushima” stammt. Künftig kann es ja leider nicht mehr so unbedenklich hergestellt werden. Vier Kombinationen werde ich also insgesamt testen und die Erste (Gelierzucker + Zitronensäzure) habe ich gestern zubereitet.

Fünf Gläser und ein kleines Probiergläschen für das heutige Frühstück sind es geworden. Der Michelmann hat mich am Frühstückstisch mit den Worten begrüßt: “Dein Gelee ist ganz toll. Der rutscht auch nicht so vom Brötchen, wie der Gelee von Deiner Mutter.” Prima, denn ein Tag sollte mit einem guten Frühstück Gelee beginnen. Geschmeckt hat uns der frische Gelee auch ganz wunderbar. Das finde ich ganz großartig, weil mich das natürlich sehr motiviert. Gelee kochen ist schließlich ein weiterer Schritt zur perfekten Hausfrau. Wenn es mit meinem Gemüseanbau schon nicht geklappt hat, dann kann ich uns wenigstens mit Gelee ein wenig ernähren.

Heute Abend geht es dann weiter in der Küche Landgeflüster. Wenn der Holunder dann verarbeitet ist, kommt in den nächsten Tagen auch noch Rosensirup an die Reihe. Den habe ich im letzten Sommer zum ersten Mal ausprobiert und der Michelmann trinkt es sehr gern in seinem Wasser. Der Rosensirup hält sich mindestens 10 Monate, das testen wir gerade live. Das letzte Fläschen ist bei uns gerade in Gebrauch und der Sirup schmeckt noch genauso gut wie zu Beginn. Da unsere Compassion in voller Blüte steht, kann ich ganz unbemerkt einige Blüten in der Küche verarbeiten. Hach, macht das Spaß!

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

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~japanische Weisheit~

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