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Heute schreibe ich mal nicht vom immer noch kalten Winterwetter Wetter oder von meinen Erlebnissen im Zug. Da gibt es gar nichts zu berichten. Dafür genieße ich einen gemütlichen Nachmittag zuhause, während ich auf den Michelmann warte.

Einfach mal nichts tun, außer in Zeitschriften blättern, ein bisschen Fernsehen gucken und mich an den Tulpen erfreuen, die noch immer wunderschön aussehen. Das gefällt mir.

Auch die Passionsblume erfreut mein Herz noch immer mit zauberhaften Blüten. Ich bin sehr begeistert von dieser Pflanze.

Heute wurde mir das erste Mal bewusst, dass schon in einer Woche Ostern ist. Bei der Arbeit haben wir uns nämlich darüber unterhalten, dass wir jetzt zwei Vier-Tage-Wochen vor uns haben. Ich kann also langsam anfangen, unser Haus ein bisschen österlich zu dekorieren. Aber Sie wissen ja, ich habe es gar nicht so mit der Osterdeko. Nur der Esszimmertisch wird einen österlichen Touch bekommen. Meine Akteure zu Ostern kennen Sie aus den letzten beiden Jahren.

Holzhasen und Wachteleier. Dazu Moos und das vielleicht in diesem Jahr in einem Kranz. Der Michelmann rettet am Wochenende die Welt, da habe ich viel Zeit, meine vier Osterhasen auf dem Tisch zu verteilen.
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Überhaupt freue ich mich auf ein ruhiges Wochenende. Die Woche war ungewohnt anstrengend und auch der Rebell hat ein wenig herumgezickt. Umso mehr freue ich mich auf ganz viel Ruhe und Entspannung am Wochenende. Zumindest solange der Michelmann die Welt rettet. Das Nachmittagsprogramm darf der Michelmann wieder bestimmen und wie gern er Zug fährt, wissen wir ja alle. Dann ist Schluß mit Sofa!
Ich wünsche Ihnen ein wundervolles Wochenende. Erholen Sie sich gut!
Das Wochenende beginnt vielversprechend: Frau Landgeflüster hat ganz lange geschlafen. Erst um sieben ist sie aufgewacht, also zwei Stunden später als sonst. Gewöhnlich weckt mich meine innere Uhr auch samstags schon um fünf.
Am Himmel ist helles Blau zu erkennen und das Thermometer zeigt nur minus vier Grad an. Die Vögel zwitschern. Es wird doch Frühling!
Ich fühle mich fröhlich beschwingt und habe mich leise nach unten geschlichen, um den Michelmann ein feines Frühstück zu zaubern. Wir beide frühstücken sehr gern. Natürlich muss es imm ein bisschen abwechslungsreich sein. Omelett, Spieleier, Rühreier, “normale” Eier, Joghurt mit besonderen Früchten oder Nüssen angereichert, Obstsalat, Säfte, Brioche oder Weißbrot aus der Landbäckerei Landgeflüster, Reiswaffeln, Toast oder Brötchen vom Lieblingsbäcker, die am nächsten Tag noch frisch sind, dazu zig verschiedene Beläge. Das gibt es zwar nicht gleichzeitig, aber an jedem Wochende neu zusammengestellt. Immer lecker und immer liebvoll auf dem Tisch arrangiert. Sie kennen mich ja.
Aber erst für den Michelmann Kaffee mahlen und aufbrühen… Sie finden mich also in der Küche, wenn Sie mich suchen.
Der Start ins Wochenende war genauso entspannend, wie ich es mir vorgestellt habe. Und das, obwohl der Zug so proppevoll war, wie nie zuvor. Als Pendlerin weiß ich natürlich, wo ich stehen muss, um als Erste in den Waggon einzusteigen. Das klappt fast jeden Tag. Heute wusste der Zugführer aber anscheinend nicht, wo er zu halten hat. Er fuhr doch tatsächlich ein paar Meter zu weit und so konnte ich erst als sechste oder siebte Reisende einsteigen. Na, da muss der Herr wohl noch ein bisschen üben.
An einem Freitag Nachmittag hat man als Sechste selten die Möglichkeit, den schönsten Platz auszuwählen, sondern muss froh sein, überhaupt einen freien Platz ohne lange Suche zu finden. Freie Plätze gibt es zwar fast immer, aber manchmal muss man mehrere Wagen danach absuchen. Freitag ist eben Hauptreisetag.
Aber da ich auch heute ein Glückskind bin, habe ich den letzten vorletzten freien Platz in meinem Waggon bekommen und das war zufällig mein Lieblingsplatz. Darüber habe ich mich richtig gefreut, besonders als der Zug sich füllte und füllte. Es waren so viele Reisende an Bord, dass viele stehen mussten. Das habe ich in den drei Jahren, die ich jetzt in die große Stadt fahre, noch nie erlebt. Der ganze Gang war belegt. Da keine Mamas mit Kleinkind, ältere Reisende oder andere eingeschränkte Menschen unter den Stehenden waren, habe ich mich bequem zurückgelehnt und mein Zugbuch gelesen.
Die Zugbegleiterin hat gar nicht erst versucht, nach gültigen Fahrscheinen zu fragen. Dafür hat sie uns mit ihren verwirrenden Durchsagen beglückt. Auf halber Strecke hält der Zug in Celle und wie immer kam eine entsprechende Durchsage. Dieses Mal aber so früh, dass unwissende Reisende, die dort aussteigen wollten, ganz schön lange an der Tür stehen mussten. Leerer wurde der Zug nach dem Zwischenhalt allerdings nicht. Als der Zug später in die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes einfuhr, verkündete die Zugbegleiterin, dass wir nun in Celle einfahren würden. Lustig, aber auch nicht schlimm, die Dame war bestimmt etwas wochenendreif. Ich habe mich an vielen Mitreisenden vorbeigequetscht und bin über viele Koffer geklettert, bevor ich fast pünktlich auf den Bahnsteig gesprungen bin.
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Morgen soll es bei uns wunderschönes Wetter geben, meint der Fernsehwettermann, und deshalb hat der Michelmann sich gewünscht, auf Entdeckungsreise in die große Stadt zu fahren. In unserem Garten liegt noch zu viel Schnee, um an Gartenarbeit zu denken. Mit unseren vielen Fahrten am Samstag können wir wenigstens mein Zugticket, dass mich jedes Jahr fast 2500 € kostet, ausnutzen. In der großen Stadt habe ich noch eine Jahreskarte für die Öffis, denn ich arbeite nicht im Bahnhof sondern außerhalb der Innenstadt. Um zur Arbeit zu kommen, brauche ich ein Ticket für die Zone 1. Das kostet mich im Jahr um die 200 € extra. Auch mit diesem Ticket darf ich den Michelmann am Wochenende kostenlos mitnehmen. Seit Februar leiste ich mir sogar ein Ticket für die zweite Zone, weil es nur minimal mehr kostet.
Nun können wir meine große Stadt noch viel besser kennenlernen und das wollen wir mogen gleich in Angriff nehmen. Wir werden uns das Expo-Gelände anschauen und gucken, was sich dort seit unserem letzten Besuch vor etwa vier Jahren verändert haben. Sogar beim blau-gelben Schweden könnten wir einkaufen, wenn wir wollten. Wollen wir aber nicht. Das Wetter ist hoffentlich so sonnig, dass wir ganz viel lustwandeln und Sonne tanken können. Ich freu mich schon. Und der Michelmann auch. Ausflüge sind eben immer toll, wie kleine Miniurlaube am Wochenende. In diesem Sinne: ein schönes Wochenende. Genießen Sie die Sonne.
Ein toller Tag. Sonnig und schön! Klar, dass ich auch heute zu Fuß in unser Dorf ins Wochenende gestiefelt bin. Und heute konnte ich das schöne Wetter in der großen Stadt, in der Kleinstadt und in unserem Dorf genießen. Sonne pur den ganzen Tag. Großartig. Da war es auch gar nicht schlimm, dass es heute früh minus 11,7 ° C waren.

Bei der Arbeit und im Zug habe ich gar nichts Bemerkenswertes erlebt. Und deshalb ist mein Thema des Tages auch dieses grandiose Wetter. Ich fand es sohoooo schön, dass ich heute ganz langsam spaziert bin, um möglichst viel Sonne zu tanken. Das Angebot eines vorbeifahrenen Autofahrers, mich mit ins Dorf zu nehmen, habe ich dankend abgelehnt. Die sieben Kilometer hätten heute auch gern ein paar mehr sein dürfen.

Es war ein perfekter Start in den Feierabend am Lieblingstag. Vor uns liegt ein Wochenende ohne Termine und Pläne. Unsere Verabredung haben wir wetterbedingt verschoben und das ist auch ganz gut so. Da wir letztes Wochenende, als der Michelmann morgens schon die Welt retten musste, auch schon so früh aufgestanden sind, freue ich mich darauf, richtig auszuschlafen. Vielleicht habe ich Glück und ich kann wieder einschlafen, da ich gewohnheitsbedingt bestimmt wieder um fünf munter werde. Und wenn nicht, bleibe ich trotzdem liegen und freue mich, dass ich nicht schon kurz vor sechs zum Bahnhof muss!

Für unser Wochenende habe ich Madeleines gebacken. Und ungeplante Muffins. Davon berichte ich Ihnen aber in einem Extraeintrag.
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Ich wünsche Ihnen allen ein zauberhaftes, fröhliches und erholsames Wochenende! Alles Liebe, Ihre Frau Landgeflüster
sprach der Michelmann, während er mir klein geschnippelten Porree reichte, und fügte dann hinzu: “Vielleicht magst Du es ja auch darauf tun.”
Klar, mag ich. Der Michelmann muss an diesem Wochenende nämlich die Welt retten und darf deshalb wie immer das Feierabendprogramm bestimmen und auch die Abendesssen auswählen. Und so gibt es heute eine Käseschinkenrolle mit Porree.
Außerdem wünscht er sich für das Kaffeetrinken am Wochenende einen Joghurtkuchen, am liebsten mit Zitronengeschmack. Den werde ich morgen Vormittag backen.
Unser Wochenende verläuft also in der klassischen Rollenverteilung: der Mann verdient das Geld und die Frau macht den Haushalt. Kochen, backen, Wäsche waschen, bügeln und wenn der Mann nach Hause kommt, ihm die ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Alles Aufgaben, die ich gern mache. Für die doofen Dinge wie Fenster putzen oder Unkräuter aus den Gehwegritzen puhlen, ist das Wetter ja glücklicherweise nicht passig….
- Letzte Nacht habe ich fast zehn (!) Stunden geschlafen. Natürlich ungeplant, zumindest die ersten drei Stunden
- Meine Arbeitswoche ist vorbei. Je später die Woche, desto
anstrengender die Arbeitstage. - Kein Lieblingstag, denn der Michelmann muss das ganze Wochenende die Welt retten.
- Bewegung tut gut und so bin ich an diesen gemütlich nebeligen Tagen zu Fuß vom Bahnhof nach Hause spaziert. 70 Minuten, ein schöner Spaziergang. Viel besser als auf dem Sofa abzuhängen.
- Seit heute ist mein Mobilfunktelefon kaputt.
- In dieser Woche lauter Lieblingsabendessen: Spinat mit Kartoffelpü, Brot, selbst gemachte Bandnudeln mit Mangold und Walnüssen, Pizza. Heute Kürbissuppe.
- Bis eben funktionierte das Internet nicht. Und damit auch die Telefone nicht. Aber für solche Fälle haben wir ein schwarzes Wählscheibentelefon aus dem Jahre 1948, das nicht über unsere Anlage läuft. Die gute alte Technik.
- Das Nachmittags- und Abendprogramm für das Wochenende steht noch nicht fest. Der Michelmann ist der Bestimmer, damit er auch ein schönes Wochenende hat, wenn er schon die Welt retten muss.
- Ich plane Pralinen und für Sonntag ein schönes Gebäck zum Kaffee zu zaubern. Damit der Michelmann ein noch schöneres Wochenende hat.
- Er muss noch eine Stunde die Welt retten und ich freue mich schon auf unser Wiedersehen. Heute machen wir es uns super gemütlich. Ich hoffe, nicht so gemütlich, dass ich wieder um sieben einschlafe.
- Mehr gibt es nicht zu berichten aus dem Hause Landgeflüster.
- In diesem Sinne: ein schönes Wochenende !
Heute haben wir die letzten Paprikas aus dem eigenen Garten verspeist. Und weil es in den letzten Wochen nicht mehr so warm war, sind die Früchte etwas kleiner und blasser geblieben als die Ersten. Aber geschmeckt haben auch sie ganz fantastisch. Der Michelmann hat gefüllte Paprikas gezaubert und zum Abendessen serviert.

Die mittleren roten Früchte auf dem Foto sind Tomaten, die auch sehr köstlich waren. Niedlich, dieses kleine Gemüse.

Wir haben aber nicht nur gemeinsam zu Abend gegessen. Der Michelmann durfte nämlich kurzfristig die Welt früher retten als geplant und so konnte ich ihn gleich abholen, nachdem mein Zug in der Kleinstadt ankam. Also gab es zuhause Kaffee und Gebäck, nachdem der Michelmann Rasen gemäht hat.

Tja, und was soll ich sagen? Auch die Muffins sind ganz lecker und gar nicht so trocken, wie ich befürchtet habe. Ganz im Gegenteil, sie haben eine ganz tolle Konsistenz. Also ist das Madeleinesrezept ein ganz wunderbares Grundrezept für Muffins, das sich leicht in vielen Varianten verändern lässt. Fein.

Morgen ist schon wieder Lieblingstag und das ist ganz prima. Und wir haben nichts vor, gar nichts. Vielleicht drücken Sie mir die Daumen, dass mein Zug mich morgen pünktlich in die große Stadt und auch zurück ins Wochenende bringt. Stellen Sie sich vor, heute morgen ist mein Zug einfach ausgefallen. Warum, das hat uns keiner verraten. Aber glücklicherweise fährt ja auch noch der blau-gelbe Bummelzug und deshalb bin ich nur unwesentlich später angekommen.

So, und jetzt verziehe ich mich auf mein Sofa zum Michelmann. Gute Abend, gute Nacht und morgen einen guten Start in das Wochenende! ♥






