Helleborus ~ Das neueste Gartenexperiment im Garten Landgeflüster (Teil 3)

Aus dem Garten gibt es in diesen Tagen nicht so viel zu berichten, deshalb zeige ich Ihnen heute, wie es bei meinen Helleborusbabys aussieht.

Um die 100 Pflänzchen sind es insgesamt geworden. Inzwischen stehen sie bei Zimmertemperatur auf der Fensterbank. Sie wachsen und gedeihen weiterhin ganz wunderbar. Vor dem Pikieren war ihr Platz am Fenster im Flur, wo es ein bisschen kühler ist.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf meines Experiments. Der nächste Schritt wird sein, die Pflanzen einzeln einzutopfen, bevor sie dann abgehärtet werden und in das Gewächshaus umziehen…

Februar 2021

Nun ist er da, der meteorologische Frühling. Nachdem wir im Februar an einigen Tagen schon frühlingshafte Temperaturen genießen durften, beginnt der März kalt und grau. Das ist aber fein für mich, weil ich es besser finde, wenn sich das Klima annähernd normal zeigt.

Der Februar war bei uns stimmungsmäßig ein schöner Monat. Wir haben viel Zeit bei Spaziergängen in der Natur, aber auch im Garten bei unseren Projekten Werkstatt und Gewächshaus verbracht. Klar, welche anderen Aktivitäten bleiben uns auch bei den aktuellen Einschränkungen hier auf dem platten Lande? Noch ist das Wetter zu ungemütlich für Landpartien, die uns wieder stärker p.P. das Gefühl von Freiheit bringen werden.

Im Garten blühen viele Winterlinge, Schneeglöckchen, die ersten Krokusse und auch einige Helleborus. Seit dieser Woche zeigt auch meine Lieblingssorte ihre wunderschöne Blüte. Die Pflanze hatte ich im letzten März bei einem meiner letzten Arbeitstage in der großen Stadt als Blumenstrauß der Woche gekauft. Ich freue mich sehr, dass sie gleich im zweiten Jahr wieder blüht. So ein Glück hatte ich früher nicht.

Auch im Februar habe ich fleißig in meinem Bücherregal gestöbert und sogar zwölf Bücher gelesen. Okay, ich gebe zu, ich habe mir die dünneren Exemplare ausgewählt. Im Januar waren nämlich einige Bücher dabei, die sehr dick und thematisch auch anstrengend zu lesen waren. Das Buch, das mich von allen am meisten beeindruckt hat war „Nirgendwo in Afrika“ von Stefanie Zweig. Erst dieses Mal fiel mir der Hinweis auf, dass es noch den zweiten Teil dieser Familiengeschichte gibt („Irgendwo in Deutschland“). Ich habe es gleich auf meine Bücherwunschliste geschrieben.

Da ich lieber gezielt Filme sehe als Fernsehen, haben wir in auch diesem Monat wieder einige gesehen. Die Vier, die mir am besten gefielen, sind: 1. „Decendants – Familie und andere Angelegenheiten“, 2. “ ’71“, 3. „Ehre der Familie“ und 4. „The Music never stop“. Mir fällt auf, alle handeln irgendwie auch vom Tod, das ist aber Zufall.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den März und einen Monat voller Glücksmomente.

Ein Wochenende im Garten

Die Lüneburger Heide meldet das erste Frühlingswochenende in diesem Jahr. So mild und sonnig, dass wir beide Tage im Garten verbrachten und nun schon Einiges von dem erledigt haben, was wir uns für den Start in die Gartensaison vorgenommen haben. Zum einen das übliche Aufhübschen des Gartens nach dem Winter, zum anderen weiter an den kleinen Projekten zu arbeiten, die wir im Herbst bzw. im Winter begonnen haben. Dazu gehört das zweite Hochbeet, das zwei meiner Quadratbeete ersetzt und darauf wartete, weiter gefüllt zu werden. Außerdem erweitern wir die Werkstatt in unsere alten Stall und verlegen Platten in meinem Gewächshaus, weil ich keine Pflanzen mehr direkt in die Erde setzen, sondern dort nur noch Topfpflanzen unterbringen möchte.

Auf der Fensterbank hat ebenfalls offiziell die Gartensaison begonnen. Als erstes Gemüse habe ich heute Chilis und Paprikas ausgesät, nachdem ich vor zwei Wochen bereits Schnittlauch gesät habe, der gestern begonnen hat, auszutreiben.

Natürlich haben wir uns aber auch Zeit genommen, das süße Nichtstun im Garten zu genießen, u.a. beim Beobachten des Ansturms der Bienen auf die Winterlinge. Mit diesen Impressionen von heute wünsche ich Ihnen einen feinen Abend und morgen einen guten Start in die Woche.

Kaum zu glauben

Vorgestern bedeckte noch eine dichte, etwa 30 cm dicke Schneedecke unseren Garten. Kaum zu glauben, was die milde Frühlingsluft geschafft hat, die sich gestern auch in der Lüneburger Heide einstellte, Dies der Blick heute Mittag auf unser Dreiecksgrundstück.

Nicht nur der Hof ist inzwischen fast schneefrei, sondern auch der vordere Teil des Dreiecksgrundstück. Die Winterlinge hier, aber auch im Hauptgarten, leuchten an vielen Stellen, und die Krokusse auf der Krokuswiese strecken langsam ihre Fühler aus. Auf dieser Wiese liegt noch eine dünne Schneedecke, weil sie im Schatten der hohen Bäume des Nachbarn liegt. Heute war es aber so mild, dass wir im Pullover ohne Jacke im Garten werkeln konnten, und morgen bestimmt auch der letzte Schnee weg ist.

Wir haben u.a. den Winterschutz unserer Kübelpflanzen und Kräuterbeete entfernt. Auch das Hochbeet mit dem Wintergemüse haben wir vom Vlies befreit. Insgesamt war ich zwei Stunden im Garten und habe es sehr genossen. Obwohl der Schneewinter wundervoll war, so ist es jetzt doch schön, den Frühling zu spüren. Der Garten bietet doch mehr Abwechslung in diesen verrückten Zeiten, die wir zuhause verbringen müssen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen fröhlichen Start in das frühlingshafte Wochenende!

Knäckebrot

Den eisigen Vormittag habe ich gestern genutzt, um Knäckebrot zu backen. Die Anregung dafür bekam ich am Vorabend in der Sendung „Das große Backen„, die wir ab und an sehen, wenn gerade nichts anderes anliegt.

Fast alle Zutaten hatte ich im Hause und das, was fehlte, habe ich einfach ersetzt. Und weil das Knäckebrot sehr lecker und das Rezept so pupsieinfach , stelle ich es Ihnen heute als kleine Anregung vor. Sie wissen ja vielleicht, dass ich fluxe Rezepte wie dieses liebe. Daher passt es perfekt in meine Sammlung hier im Landgeflüster.

Meine Zutaten:

  • 200 Gramm Dinkelvollkornmehl
  • 200 Gramm Haferflocken
  • 50 Gramm Sesam
  • 200 Gramm Sonnenblumenkerne
  • 80 Gramm Leinsamen
  • 2 TL Salz
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 3 EL Olivenöl
  • 375 ml Wasser

Zunächst die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, dann die Öle sowie das Wasser hinzufügen und alles gut miteinander vermengen. Den Ofen auf 225°C Umluft vorheizen.

Jetzt wird die Masse auf zwei Bleche (ohne Backpapier!) etwa 3 mm dick verteilt und beide Bleche gleichzeitig 5 Minuten gebacken. Danach den Ofen auf 175°C stellen, das Knäckebrot in Rechtecke schneiden und weitere 20-30 Minuten backen.

Im Orginalrezept war die zweite Backzeit mit 20 Minuten angegeben, aber in dem sollte der Ofen auch als erstes vorgeheizt werden. Weil ich die Vorzeitzeit verkürzt habe, durfte mein Knäckebrot 10 Minuten länger backen, obwohl ich den Teig nicht ganz gleichmäßig verteilt habe und das Knäckebrot teilweise dünner als 3 mm ist.

Da wir beide das Ergebnis ganz prima finden, werde ich jetzt öfter Knäckebrot backen – als Beilage zum Frühstück, aber auch als Knapperspaß. Genug Variationsmöglichkeiten bietet das Rezept, so dass es immer ein wenig anders schmecken und nicht langweilig werden wird.