Im Reich der wilden Tiere

Mit neuen Impressionen aus dem Reich der wilden Tiere wünsche ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche.

Ich hoffe, Sie sind auch gut in den September gestartet? Wir ja, denn wir genießen hier in der Lüneburger Heide sonnige Spätsommertage, die unsere Sommerferien inzwischen begleiten.

Im Reich der wilden Tiere

Heute war wirklich eine Menge los im Garten Landgeflüster! Marlin Perkins hätte seine Freude gehabt und schöne Motive für seine Tiersendung gefunden, deren Namen ich mir wieder einmal für meinen Eintrag ausgeliehen habe.

Sechs Drosseln waren noch nie gleichzeitig auf unserem Dreiecksgrundstück, zumindest nicht, wenn ich hinausgesehen habe. Dazu zwei Kleiber, zwei Blaumeisen einige Sperlinge und eine Kohlmeise und in den Regenpause auch einige Insekten. Ich habe versucht, das Treiben zu dokumentieren und war auch mehr oder weniger erfolgreich. Die schärfsten Fotos habe ich in dieser Galerie zusammengestellt. Auf dem letzten Bild sehen Sie den Ehrengast, der aber nur einmal so schnell durch den Garten gerast ist, dass ich ihn nicht wirklich erwischt habe.

Mit diesen Bildern wünsche ich Ihnen eine schöne Woche!

Ein weiteres Wunder der Natur

… das dieses Wunder sogar im Namen trägt, ist die Wunderblume, botanisch Mirabilis.

Ich bekomme jedes Jahr von meinem Schwiegervater Sämlinge und freue mich immer sehr darüber. Leider war das Wetter in den letzten Jahren aber zu trocken und heiß, als dass sie ihre wahre Blütenpracht zeigen konnten. In diesem Jahr ist das Wetter in der Lüneburger Heide wechselhafter und das mögen meine Wunderblumen, die ich in zwei Gruppen von jeweils sieben oder acht Pflanzen in einen Kübel und ins Rosenbeet gesetzt habe.

Die Blüten öffnen sich immer erst am Nachmittag und schließen sich wieder am Morgen. Jede Blüte sieht einzigartig aus und gemeinsam machen sie die Wunderblume zu einer bunten, aber harmonischen Einheit. Ich finde, davon können wir Menschen uns eine Scheibe abschneiden.

Mit dieser kleine Galerie wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.

Im Reich der wilden fliegenden Tiere

Da ich mir am Donnerstag und Freitag einen freien Tag gegönnt habe, dauerte mein Wochenende dieses Mal vier Tage. Die ersten drei habe ich fleißig im Garten gewerkelt. Wir sind noch immer dabei, unseren Hof wohnlich zu gestalten und so habe ich unter anderem unseren kleinen Brunnen ab- und auf dem Hof neu aufgebaut, einige Kräutertöpfe bepflanzt sowie die Paprikas umgetopft und neu arrangiert.

Zur Belohnung für so viel Fleiß habe ich mich heute mit der Kamera abwechselnd in den Bauerngarten und vor die Kräuterbeete gesetzt. Ich finde es ja immer sehr entspannend Insekten zu beobachten und zu fotografieren. Es ist mit meiner Amateurkamera natürlich immer sehr schwierig, scharfe Fotos zu machen. Die wenigsten Tierchen gönnen sich so viel Ruhe wie ich, sondern flattern lieber wie wild durch die Luft. Dennoch habe ich einige Fotos gefunden, die ich Ihnen gern zeigen möchte. Bitte verzeihen Sie mir, wenn das eine oder andere Bild etwas unscharf ist. Ich stelle sie nämlich trotzdem ein, um Ihnen die Vielfalt unser fliegenden Gäste zu zeigen. Die Namen habe ich nach Bildern aus dem Internet zugeordnet. Sollten Sie Fehler finden, dürfen Sie mich gern berichtigen.

Beginnen möchte ich mit den Bläulingen (Lycaenidae indet):

Nun der Kurzschwänzige Bläuling (Everes argiades):

Das Tagpfauenauge (Aglais io):

Der Kaisermantel (Argynnis paphia):

Der C-Falter (Polygonia c-album):

Der Braune Waldvogel / Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus):

Kleines Wiesenvögelchen:

Großer Kohlweißling (Pieris brassicae):

Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni – LINNAEUS, 1758):

Und zum Schluss folgen die Bienen, Hummeln und Schwebfliegen, mit denen ich Ihnen einen schönen Abend wünsche und morgen einen schönen Wochenbeginn.

Lavendel im Garten Landgeflüster

Ich liebe Kräuter! Das wissen Sie, wenn Sie mein Landgeflüster bereits länger verfolgen. Für mich sind es die perfekten Pflanzen in unserem Garten. Zum einen, weil wir hier in der Lüneburger Heide Sandboden haben und zu den wohl trockensten Gebieten unseres Landes gehören, zum anderen aber auch, weil es Pflanzen für alle Sinne sind: Sie sehen ansprechend aus, blühen meistens sehr hübsch, duften schön, sind – bis auf die Brennessel – feine Handschmeichler und richtig verwendet, schmecken sie prima. Im Laufe der Zeit sind es einige hundert duftige Pflanzen geworden, weil ich sie jedes Jahr mit großer Begeisterung selbst vermehre und großziehe.

Mehr denn je versuchen wir unseren Garten möglichst naturnah zu gestalten. Gleichzeitig achte ich darauf, dass er pflegeleicht und dem Klima angepasst ist. Wir gießen nur im Ausnahmefall, entsprechend müssen meine Beete oft wochenlang ohne Wasser auskommen. Allein deshalb wachsen in fast allen Beeten mehr Kräuter als Stauden.

Als wir angefangen haben, aus dem gekauften Garten mit Fußballplatzatmosphäre einen Garten der Sinne zu zaubern, habe ich meine Beete mit (selbstgezogenen) Buchsbaumpflanzen eingefasst. Ich habe mich leiten lassen, von dem was gerade angesagt war und wohl auch typisch für einen alten Garten auf dem Lande ist. Buchsbaumhecken machen aber eine Menge Arbeit, zumindest, wenn man so lange Hecken hat, wie wir damals. Inzwischen habe ich nur noch ein mit Buchs eingefasstes Kräuterbeet  und bin dabei, für die anderen Beete Hecken aus Salbei, Oregano oder Lavendel zu pflanzen. Das erklärt auch, warum ich so viele Kräuter habe.

Dieser Sommer ist bisher ein wahrer Kräutersommer und auch die Lavendel zeigen sich von ihrer schönsten, weil sehr blühfreudigen Seite. Inzwischen wachsen mehrere Lavendelgenerationen bei uns, von denen die beiden ältesten Pflanzen schon richtig alt sind. Trotz guter Pflege sind sie aber inzwischen verholzt, so dass sie nicht mehr wirklich schön ausehen. Sie stehen im Rosenbeet auf dem Dreiecksgrundstück.

Weil sie bereits verblüht waren, habe ich am Wochenende zurückgeschnitten und anschließend die längsten Triebe abgesenkt. Mit Krampen, die ich aus Drahtstücken gebogen habe, habe ich die verkahlten Zweige festgesteckt und mit Erde bedeckt. Nun können sie wurzeln und im nächsten Frühjahr umgepflanzt werden.

Anders als bei der Vermehrung mit Stecklingen, bekommt man also gleich größere Pflanzen.  Auf die gleiche Weise vermehre ich auch meinen Thymian und alle anderen Pflanzen mit langen Trieben, wie Salbei, Ysop und Rosmarin. Das klappt immer ganz wunderbar.

Die Lavendel am Sitzplatz auf dem Dreiecksgrundstück stammen auch von diesen beiden Pflanzen ab. Ich weiß aber nicht mehr, wie alt sie schon sind. Damals habe ich meine Babys aber nur aus Stecklingen gezogen.

Von diesen Pflanzen hier habe ich nur die gerade geöffneten Blüten am Wochenende geerntet, um neuen Lavendelessig anzusetzen. Weil wir in den letzten Wochen so oft Salat gegessen haben, ist der letzten Essig verbraucht. Perfektes Timing also!

Im letzten Jahr habe ich mein neues Kräuterbeet unter dem Apfelbaum im Hauptgarten angelegt und dort auch Lavendel als Beeteinfassung gepflanzt. Auch er war bereits verblüht und so habe ich ihn auch gleich zurückgeschnitten. Neben diesem Kräuterbeet habe ich ein neues reines Lavendelbeet angelegt, in das ich die Stecklinge und Ableger aus dem letzten Jahr gepflanzt habe.

Wenn Sie sich über den Bodenbelag wundern, so kann ich Ihnen verraten, dass ich diesen Tipp aus einer Fernsehgartensendung habe, in der über verschiedene Mulcharten berichtet wurde. Die Tonscherben sollen dafür sorgen, dass der Boden nicht unnötig austrocknet. Da ich viele zerbrochene Töpfe und Kübel habe, probiere ich es aus, auch wenn ich es sehr gewöhnungsbedürftig finde. Wenn die Lavendel groß und die Scherben verwitteter sind, wird das Beet hübscher sein.

Bekannterweise bin ich ja ein Handarbeitsmonster und deshalb ernte ich meinen Lavendel nicht, um Duftsäckchen zu nähen, was ja immer gern gemacht wird. Ich verwende die Blüten nur in Sträußen zur Deko und in der Küche zur Verfeinerung für Essig oder im Lavendelzucker. Sehr gern backe ich meine Lavendelplätzchen, die ich sehr liebe, weil sie so fein sind. Das Rezept finden Sie hier. Vielleicht möchten Sie es ausprobieren, dann wünsche ich Ihnen viel Spaß dabei und guten Appetit.