Der Juli ist da….

… und mit ihm unbeständiges und stürmisches Wetter. Bei diesem Wind ist es kaum möglich, scharfe Fotos zu machen. Doch zumindest diese beiden Fotos mit jeweils zwei Exemplaren wahrer Wunder der Natur sind vorzeigbar.

In unserem Garten tummeln sich inzwischen unzählige Vögeln und Insekten. Es macht viel Spaß, ihrem wilden Treiben zuzusehen. Besonders faszinierend finde ich Schmetterlinge. Deshalb freue ich mich sehr über dieses Foto mit den beiden Tagpfauenaugen. In unserem Garten dürfen in den hintersten Ecken Brennessel wachsen; sie sind bekannterweise die wichtigste Voraussetzung für einen schmetterlingreichen Sommer.

Auch über die ersten Blüten unserer Passionsblume freue ich mich sehr. Seitdem sie sich auf dem Hof hochrankelt, begeistert sie uns jedes Jahr mit ihrer Blühfreudigkeit. Zum ersten Mal habe ich sie im letzten Winter nicht ins Haus geholt. Warm eingepackt stand sie geschützt an ihrem Platz und diese beiden Blüten zeigen, dass es ihnen gut bekommen ist.

Auch wenn das Wetter in diesen Tagen nicht sommerlich sonnig und warm ist, verbringe ich trotzdem viel Zeit im Garten. Als Gartenbesitzerin mag ich es, dass es in diesem Sommer mehr regnet und nicht ununterbrochen so heiß ist, wie in den letzten beiden Jahren. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Juli!

Sommerimpressionen

Das echte Leben hat mich voll im Griff, deshalb komme ich nicht zum Schreiben. Aber zumindest ein paar Impressionen aus dem sommerlichen Garten möchte ich Ihnen zeigen. Ich habe sie im Laufe der Woche gesammelt.

Und noch ein leider unscharfes Bild. Da ich diesen gern gesehenen Gast nur in der Dämmerung antreffe, ist es nicht so perfekt.

Rosentraum ~ vor dem Unwetter

Für heute Abend ist ein schweres Unwetter in der Lüneburger Heide angekündigt. Deshalb genieße ich die Rosenpracht auf dem Dreiecksgrundstück noch einmal ganz bewusst. Wer weiß, wie die Rosenstämme morgen aussehen….

Mein Kräutergarten

Ein ganz wichtiger Teil meines „Garten der Sinne“ sind meine Kräuter. Sie sehen schön aus, duften herrlich und fühlen sich gut an. Mir gefällt auch, dass sie recht pflegeleicht sind und sich einfach vermehren lassen. So werden sie zu kostengünstigen Beetfüllern. Weil die Beschäftigung mit ihnen sehr meditativ und entspannend ist, verbringe ich meine Zeit gern mit der Hege und Pflege. Im Laufe der Jahre hat sich eine richtige Leidenschaft für Kräuter bei mir entwickelt.

Viele Gartenbesitzer mögen es eher großflächig blumig und kaufen oder vermehren daher lieber Stauden und einjährige Blühpflanzen. Solche Gärten finde ich toll und ich mag es auch, wenn es in unserem Garten blüht. Da ich aber eine Lust- und Laune-Gärtnerin bin, darf es bei mir nicht zu arbeitsintensiv sein. Ich weiß, wieviel Zeit es benötigt, einen gepflegten und schönen Staudengarten zu besitzen, denn die ersten Jahre hatten wir auch reine Blühbeete im Garten.

Ich mag es einfach und unkompliziert, gerade jetzt, da es immer trockenere Sommer gibt. Für Farbe sorgen bei mir die Pflanzen, die sich wild im Garten verbreiten, wie Vergissmeinnicht, Akeleien, Mohn und ähnliche Pflanzen.

Wichtig ist mir, dass sich Insekten und Vögel wohl bei uns fühlen. Dafür haben wir auch vor vielen Jahren die Lebensbäume und Koniferen unseres Vorgängers entfernt und stattdessen Hecken aus Blüh- und Beerensträuchern gepflanzt. Nach und nach verschwanden auch die reinen Staudenbeete. Glücklicherweise lieben Insekten nicht nur Stauden, sondern auch blühende Kräuter wie Thymian, Minze, Salbei, Oregano und Lavendel.

Wenn es im Frühjahr Zeit wird, die Kräuter zu beschneiden, setze ich neue Stecklinge; als Haube dienen ausrangierte Einweckgläser. In diesem Jahr versuche ich mich an Rosmarin, Salbei, Lavendel und Zitronenverbene.

Sobald die Stecklinge Wurzeln bekommen, entferne ich die Haube, und wenn sie anfangen zu wachsen, kommen sie in Einzeltöpfe. Dort können sie den Sommer über kräftige Wurzelballen bilden, damit sie die kalte Jahrezeit gut überstehen.

Im Winter ziehen die Töpfe auf das inzwischen leere Hochbeet, warm eingepackt während der Frostphase. Das sieht dann so aus wie auf diesen beiden Fotos, die Ende Oktober entstanden sind.

Anfang April kommen alle Töpfe zunächst auf dem Hof, damit ich den ersten Salat ins Hochbeet pflanzen kann. Von dort aus verteile ich sie im Laufes des Mais auf ihre neuen Plätze. Inzwischen stehen auf dem Hof nur noch einzelne Töpfe mit größeren Pflanzen als Deko.

Auf dem Hof stehen auch meine beiden Kräuterquadrate. In ihnen wachsen alle Kräuter, die wir oft in der Küche verwenden. Deshalb stehen sie auch direkt an der Küchentür zum Hof. Vor zwei Wochen habe ich mir zwei unterschiedliche Ysop-Sorten gekauft und in eins der beiden Beete gesetzt. Vorher wuchs dort ein großer Oregano, den ich geteilt und umgesetzt habe.

Da alle Pflanzen in den beiden Quadraten den Winter gut überstanden haben, sind keine Lücken entstanden, die ich auffüllen musste. Also durften alle Kräuter aus den Töpfen direkt in den Garten. Dafür habe ich drei neue kleine Beete angelegt.

Die erste Gruppe habe ich einfach neben dem Quadratbeet im Hauptgarten eingepflanzt, ganz ohne Abgrenzung zu den anderen Pflanzen. Hier wachsen jetzt Rosmarin, Salbei, Zitronenmelisse, Thymian und Oregano.

Das zweite Beet ist ein kleines bisschen aufwendiger gestaltet. Wir haben alte Steine kreisförmig angelegt und anschließend habe ich dort ebenfalls Rosmarin, Salbei und Thymian eingepflanzt. Vor zwei Wochen habe ich mir außerdem einen neuen Zitronenthymian gekauft und in die Mitte gesetzt.

Für das dritte neue Kräuterbeet habe ich das Beet verlängert, das die Sitzplatzeinfassung unter dem Apfelbaum bildet. Es endete vorher direkt unter dem Hartriegel rechts auf dem Bild.

Nun bietet es Platz für Oregano, Lavendel, Rosmarin, Zitronenmelisse, Schnittlauch und Salbei. Alle Kräuter sind gut angewachsen und es fällt inzwischen gar nicht mehr auf, dass diese drei Beete erst vor wenigen Wochen entstanden sind.

Seit Mitte Mai bin ich dabei, fast täglich Kräuter zu ernten und auch für den Wintervorrat zu konservieren. Ich freue mich noch immer sehr über mein Dörrgerät, das ich im letzten Jahr gekauft habe. Das vereinfacht das Trocknen der Kräuter ungemein.

Wie schön es in unserer Küche duftet, während die Kräuter im Dörrautomat liegen. Herrlich! Mehrere Fuhren Salbei, Thymian, Oregano, Zitronenverbene und Bohnenkraut sind bereits getrocknet in Gläser gefüllt. Als nächstes folgen dann die Minzen. Aber dafür muss erst einmal die Regenfront vorbeiziehen.

Den Sommer über verwenden wir die meisten Kräuter allerdings frisch. Tee brühe ich mir mit frisch geernteten Zweigen von Minze, Zitronenverbene, Salbei oder Rosmarin auf. Für meine Salate und Kräuterbutter mische ich die Kräuter in wechselnder Zusammensetzung.

Eine Empfehlung für ein feines frisches Küchenkraut habe ich für Sie: den Wiesenknopf, auch Pimpinelle genannt. Er ist eines meiner liebsten Küchenkräuter. Mit seinem frischen gurkigen Geschmack passt er nämlich in jede Kräuterbutter und jedem Salat. Netterweise sät er sich selbst aus und so finde ich immer mal wieder eine neue Pflanze im Garten.

Manchmal ergibt es sich, dass ich mehr erntereife Kräuter habe, als ich frisch verwenden kann. Das ist bei den Sorten, die sich gut als Tee oder Küchengewürze trocknen lassen dank des Dörrautomaten kein Problem.

Kräuter, die ich lieber frisch verwende, lagere ich im Tiefkühlschrank. Die bekanntest und einfachste Variante ist, sie sortiert oder unsortiert in Eiswürfelbehälter einzufrieren (2/3 Kräuter, 1/3 Wasser).

Eine andere Möglichkeit frische Kräuter auf Vorrat zu verarbeiten ist, Kräuterbutter zuzubereiten und diese portionsweise einzufrieren. Das mache ich ziemlich oft.

Ich friere meine Kräuterbutter in diese kleinen Gläser ein. So kann ich sie direkt nach dem Auftauen auf den Tisch stellen.

Schnittlauch ist das Kraut, dass wir am meisten verwenden. Deshalb habe ich recht viel davon und kann ihn den Sommer über kleingeschnitten in einer großen Gefrierbox im Tiefkühlschrank sammeln. So können wir auch in der kalten Jahreszeit darauf zurückgreifen.

In den ersten Jahren habe ich keine Schnittlauchblüten in der Küche verwendet. Irgendwann las ich aber, dass sie sehr gut schmecken würden. Das habe ich natürlich gleich ausprobiert und es stimmt. Außerdem bringen sie eine schöne Farbe in jeden Speise. Solange ich keine Kapuzinerblüten habe, müssen also die lilafarbenen Blüten herhalten. Aktuell habe ich auch ein Glas im Tiefkühlschrank, in dem ich die Blüten sammle, die ich gerade nicht frisch verwende.

Nun habe ich Ihnen eine Menge über meine Kräuter erzählt. Fehlt nur noch meine Kräuterbar, in der neben Liebstöckel und diverse Minzsorten auch Salbei und Rosmarin wachsen. Auf dem Foto sehen sie einen Teil der Kübel. Hier ernte ich unseren Tee, den wir abends trinken.

Regenphase

Wie Sie wissen, kann ich jedem Wetter etwas Positives abgewinnen. Nur fiese Unwetter und Stürme finde ich doof, weil sie meistens Zerstörung oder gar Todesfälle mit sich bringen. Seit gestern begleitet uns aber ein schöner Landregen, unterbrochen von ein paar sonnigen Stunden am Vormittag. Mir ist es egal, dass es in unseren Ferien regnet; wenn ich nicht im Garten werkeln kann, mache ich es mir eben im Hause oder im Gartenwohnzimmer gemütlich.

Für diesen Eintrag habe ich aber ein paar Impressionen aus den letzten sonnenverwöhnten Tagen gesammelt, angefangen mit dem Allium. Leider wachsen nicht mehr so viele davon in meinem Garten. Im Laufe der Jahre nimmt die Blühfreudigkeit der Zwiebeln leider nach.

Die Hälfte des Phlox habe ich zurückgeschnitten, damit er zeitversetzt blüht. Den Tipp habe ich vor kurzem gelesen und ich freue mich auf eine verlängerte Blüte.

Die rote Wildrose Rosa Moyesii, die auf diesem Foto eher pinkfarben aussieht. Sie hat leider nicht so viele Blüten, wie ich es mir wünschen würde.

Im Sommer fliegen sie wieder regelmäßig, die lauten Metallvögel. Hier auf dem platten Lande ist das Fliegen ein beliebtes Hobby.

Ein Blick in den Bauerngarten zeigt eine Margarite, die sich selbst direkt am Zaun ausgesät hat. Ich mag es, wenn die Natur so schöne Bilder zaubert.

Auch der Raps hat sich selbst ausgesät und zwar direkt im Beetstreifen vor unserem Küchenfenster. Die Hummel scheint sie zu mögen.

Und auch die Schwebfliege. Hier in dem schmalen Beet wachsen einige wilde Blumen, obwohl es die meiste Zeit sehr schattig ist. Fein ist das.

Auch die Hundsrose wird gern von Hummeln besucht.

Das nächste Foto zeigt den Gatten von Amselina Jolie. In diesem Jahr gibt es glücklicherweise wieder mehr Amseln bei uns im Garten.

Und noch eine fröhlich herumschwirrende Schwebfliege. Auch sie schnuppert an einer selbstausgesäten Wildblume. Für Viele ist sie Unkraut, für mich eine zarte Schönheit.

Die Bartnelken bei den Kletterrosen habe ich im letzten Jahr gesät. Ich liebe ihre leuchtenden Farben. Im Herbst werde ich wieder fleißig Saat sammeln und im Frühjahr aussäen.

Beim nächsten Mal berichte ich Ihnen von meinen Kräutern. Es ist ein Lieblingsthema von mir und ich habe in diesem Frühsommer schon viel Zeit mit Ihnen verbracht. Haben Sie bis dahin eine schöne Zeit.