Im Weltvogelpark Walsrode

Den sonnigen sommerlichen Tag haben wir gestern für einen Ausflug zum Weltvogelpark Walsrode genutzt, von dem ich Ihnen diese Impressionen mitgebracht habe.

Heute war das Wetter sogar noch ein bisschen sommerlicher. Deshalb haben wir den Tag im Garten genossen und zwischendurch auch einen ausgiebigen Spaziergang durch den Wald gemacht. Es war ein wunderbar entspannter Tag! Und in diesem Sinne wünsche ich Ihnen jetzt auch einen gemütlichen Abend.

August 2021

Nun ist der August schon wieder vorbei. Es war ein schöner Sommermonat und auch ein Monat der Begegnungen in unserem Garten. Angefangen mit einer kleinen Gartenparty zu meinem Geburtstag Anfang des Monats und zum Abschluss das Wochenende mit der Freundin aus der Ferne. Auch Vater Landgeflüster und meine Schwester haben uns besucht, um mit uns durch die Heide zu spazieren.

Denn der August ist auch der Monat der Heideblüte. In diesem Sommer ist sie besonderes prachtvoll – anders als in den letzten beiden Dürrejahren. Wir sind einige Male in der Ellerndorfer Heide spaziert und haben uns an den lilafarbenen Blütenteppichen erfreut. Inzwischen beginnt die Heide allerdings zu verblühen.

Wir haben weiterhin viel Zeit im Garten verbracht. Meine Ernteerfolge waren in diesem Monat nicht so gut, aber zufrieden bin ich trotzdem. Ich konnte viele schöne Produkte in meiner Sommerküche herstellen: Birnen (die ich geschenkt bekommen habe), Pflaumen und Äpfel habe ich eingeweckt, außerdem Birnen- und Erdebeerkonfitüre gekocht, weiteres Pesto eingefroren, Kapuzinerkressesaat eingelegt, Kräuter zu Tee getrocknet, Chayennepfeffer sowie Mirabellen- und Apfelsaft hergestellt. Gefreut habe ich mich auch darüber, dass wir den Neuseeländischen Spinat und auch Gurken so häufig ernten konnten. Das verschmerzt die ausgefallene Tomaten-, Zucchini- und Kürbisernte.

Der August war toll und ich freue mich jetzt auf einen schönen Herbst. Dies ist die zweite Woche meiner Sommerferien und der erste Urlaub seit Dezember! Ich genieße ihn sehr!

Holz ist mein Element

Seit meiner Kindheit liebe ich es, mit Holz zu werkeln. Als Kinder durften wir viel mit Laubsägen arbeiten und auch Hammer, Nägel und anderes Werkzeug von Vater Landgeflüster für unsere kindlichen Werkeleien benutzen. So begann es. Vor einigen Jahren ist die Leidenschaft erneut entbrannt, aus vorhandenen Dingen etwas Neues zu schaffen. Es muss gar nichts Nützliches sein, sondern darf auch einfach – zumindest in meinen Augen – schön sein. Und glücklicherweise hat der Michelmann einen ähnlichen Geschmack, so dass meine Werkeleien auch ihm gefallen. Damit sie keinen Schaden anrichten, zum Beispiel, wenn sie als Mobiles in den Bäumen hängen, achte ich auf die Materialien. Plastik finde ich sowieso doof, dafür liebe ich Metall, und so kombiniere ich Bretter und Holzstücke mit alten Metallstücken, die ich im Laufe der Jahre bei uns gefunden oder geschenkt bekommen habe. Viele Holzschätze fanden wir beim Aufräumen in unserem Stall und dem Dachboden, wo unser Vorgänger einiges gesammelt hat. Auch das ist für mich als Nichtkonsumentin natürlich ganz wunderbar.

In der vorletzten Woche kam der Michelmann strahlend nach Hause und verkündete, dass er ein gar wundervolles Geschenk für mich hätte! Hui, war das aufregend. Er öffnete den Kofferraum und holte ein Metallgestell heraus, das früher einmal ein Kassentresen gewesen war und jetzt entsorgt werden sollte. An dem Gestell ist sogar noch das Kassenfach vorhanden, was ich sehr süß finde. Ich wusste sofort, dass hieraus ein Tresen für die Küche entstehen soll.

Da ich es schlicht mag, habe ich den Michelmann gebeten, mir drei Platten aus einfachen Brettern zu bauen. Er ist ja auch ein leidenschaftlicher Handwerker und deshalb habe ich ihm diese Aufgabe überlassen. Schließlich hat er den Tresen mitgebracht. Die finale Bearbeitung der Bretter würde ich anschließend übernehmen. Passend zu unserem etwa 140jähriges Häuschen soll auch das Holz alt und gebraucht aussehen. Und auch dieses Projekt zeigt, wie leicht es ist, aus ungebrauchtem Fichtenholz zumindest optisch Antikholz herzustellen. Das Fichtenholz stammt aus dem Holzlager vom Michelmann und so konnten wir auch hier unserem Motto „aus alt mach neu“ treu bleiben.

Mit ganz einfachen Mitteln lässt sich unbehandeltes Holz verwandeln: Für einen warmen Grundton einfach Kaffeepulver mit kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen und anschließend das Holz gleichmäßig damit streichen. Um das Holz optisch verwittern zu lassen, Stahlwolle mit Essigessenz in ein Schraubdeckelglas geben und mindestens zwei Tage stehen lassen. Je länger der Essig steht, umso kräftiger wirkt es am Schluss. Beim Streichen empfehle ich unbedingt Handschuhe, weil sich der Grauschleier an den Händen nur mit Schmierseife löst.

Es macht wirklich Spaß mit den Effekten zu spielen. Jedes Holzbrett sieht durch die vorhandene Maserung anders aus und jeder Anstrich wirkt anders. Wer es heller mag, streicht das Brett nur einmal, wer es dunkel möchte, streicht mehrere Schichten. Dabei das Holz nach jedem Anstrich erst richtig trocknen lassen. Durch erneutes Schleifen lassen sich zusätzlich schöne Effekte erzielen, auch wenn das Holz vielleicht doch zu dunkel geworden ist. Die Platten habe ich abschließend mit Leinölfirnis behandelt und gut durchtrocknen lassen.

In den letzten beiden Tagen hat mir der Tresen schon gute Dienste geleistet, als Ablage zum Zwischenlagern der Produkte meiner Sommerküche und meines Dörrautomats.. Ich habe die Regenphasen gestern und heute nämlich gut genutzt: Acht Gläser Zwetschgen und zwei mit Birnen sind eingekocht, acht Gläser Erdbeer- und eines mit Birnenkonfitüre sowie ein kleines Gläschen mit eingelegten Kapuzinerkressesaat sind zubereitet, außerdem Apfelringe, Chilis und Salbei gedörrt. Endlich Platz in der Küche, der es mir erlaubt, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun.

Inzwischen zeigt sich die Sonne wieder und deshalb werde ich gleich eine kleine Landpartie mit dem Michelmann machen, bevor ich abends backen werde. Wir erwarten Wochenendbesuch, den ich natürlich auch mit frischem Gebäck verwöhnen möchte. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein fröhliches Wochenende.

In der Lüneburger Heide

Nicht nur die leuchtend lilafarbene Heide erfreut im Sommer mein Herz. Auch die Schaf- oder Heidschnuckenherden liebe ich sehr. Stundenlang könnte ich den Tieren zusehen und ihrem Geblöke lauschen. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, am Wochenende bei unserem Besuch der Ellerndorfer Heide auch diese gemischte Schaf- und Ziegenherde anzuteffen.

Sonnenblumen

Seitdem ich als ehemaliges Stadtkind in meiner Jugend in Spanien das erste Mal überhaupt ein Sonnenblumenfeld gesehen habe, faszinieren mich diese Felder. Es war Liebe auf den ersten Blick für diese riesigen, prachtvoll gelbleuchtenden Blüten. Deshalb freue ich mich auch sehr, dass es inzwischen auch immer mehr Felder bei uns in der Lüneburger Heide gibt. Sie üben die gleiche Faszination bei mir aus wie Lavendel-, Muskatellersalbei- oder Mohnfelder in der Provence.

Mit diesen Impressionen aus meiner Heimat wünsche ich Ihnen ein wundervolles Wochenende!