Sommerküche

Da es am Sonntag von morgens bis zum späten Nachmittag durchgehend geregnet hat, haben wir den Tag mit bestem Gewissen im Haus verbracht. Nur morgens bin ich einmal in den Garten gegangen, um eine Schüssel Mirabellen zu sammeln und die drei Erdbeeren im Topf auf dem Hof zu ernten, die leuchtend rot darauf warteten, von mir gepflückt zu werden.

Den Regentag fand ich gar nicht schlimm, weil wir uns eigentlich vorgenommen hatten, den Tag in meiner großen Stadt zu verbringen. Stattdessen sind wir ganz spontan bereits am Samstag gefahren, als sich abzeichnete, dass sich das Wetter verschlechtern würde. In meiner großen Stadt fand die Streetmag statt, die wir seit einigen Jahren besuchen, weil wir amerikanische Oldtimer sehr mögen. Die Sonne schien und so spazierten wir, nachdem wir die Autos bewundert haben, noch in den nahegelegenen Biergarten und anschließend ausgiebig in der Innenstadt. Es war so schön, nach anderthalb Jahren wieder dort zu sein!

Und auch abends im Garten Landgeflüster war es so schön, dass ich dort noch ein wenig in den Hochbeeten gewerkelt und anschließend eine Schüssel Mirabellen, zwei Gurken, Kapuzinerkresse und die erste Tomate geerntet habe. In weiser Voraussicht, dass ich am Sonntag Zeit und Lust für die Verarbeitung in meiner Sommerküche finden würde.

Angefangen habe ich meinen Küchentag mit dem Entsaften der Mirabellen. Da noch viele Gläser Konfitüre und Gelee im Keller stehen, habe ich beschlossen, Saft zu kochen. Auch gestern habe ich einen Korb Mirabellen gesammelt Saft gemacht. Sieben Literflaschen sind es nun insgesamt, die ich gestern noch im Einmachtopf eingekocht habe, damit sie haltbar werden. Aus den nächsten Früchten werde ich dann Konfitüre machen.

Parallel dazu habe ich aus den Kapuzinerkressenblättern Pesto zum Einfrieren zubereitet. Die Blüten hatte ich bereits am Vorabend eingefroren – für Kräuterbutter, die ich irgendwann einmal zubereiten werde.

Am Nachmittag habe ich dann noch einmal Apfelsaft aus dem Fallobst gemacht, das im Laufe der Woche heruntergefallen ist und danach die Sommerküche für dieses Wochenende wieder geschlossen.

Der Apfelsaft ist in der Saftzentrifuge entstanden und dadurch nicht so lange haltbar, zumindest als Saft. Irgendwann wird er zu Cidre, aber so alt wird er bei uns nicht, er schmeckt einfach zu gut.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

In der Lüneburger Heide

Nicht nur die leuchtend lilafarbene Heide erfreut im Sommer mein Herz. Auch die Schaf- oder Heidschnuckenherden liebe ich sehr. Stundenlang könnte ich den Tieren zusehen und ihrem Geblöke lauschen. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, am Wochenende bei unserem Besuch der Ellerndorfer Heide auch diese gemischte Schaf- und Ziegenherde anzuteffen.

Sonnenblumen

Seitdem ich als ehemaliges Stadtkind in meiner Jugend in Spanien das erste Mal überhaupt ein Sonnenblumenfeld gesehen habe, faszinieren mich diese Felder. Es war Liebe auf den ersten Blick für diese riesigen, prachtvoll gelbleuchtenden Blüten. Deshalb freue ich mich auch sehr, dass es inzwischen auch immer mehr Felder bei uns in der Lüneburger Heide gibt. Sie üben die gleiche Faszination bei mir aus wie Lavendel-, Muskatellersalbei- oder Mohnfelder in der Provence.

Mit diesen Impressionen aus meiner Heimat wünsche ich Ihnen ein wundervolles Wochenende!

Schnelle Blätterteig-Zöpfe

Auch heute habe ich eine kleine Anregung aus der Küche Landgeflüster für Sie. Diese kleinen Blätterteigteilchen bereite ich gern als kleinen Snack zu, zum Beispiel auf einem Buffet oder für ein Picknick. Sie lassen sich leicht abwandeln – in ihrer Form oder auch mit den Zutaten, mit denen sie bestreut werden. Meine beiden Versionen sind daher nur als kleine Inspiration für Sie gedacht.

Die Zutaten:

  • Blätterteig
  • Walnüsse
  • Käse nach Wahl, z.B. Emmentaler oder Cheddar
  • Sesamkörner
  • 1 Eigelb

Zunächst die Walnüsse hacken und den Käse reiben. Den Blätterteig in gleichmäßige Streifen schneiden und anschließend aus je drei Streifen einen Zopf flechten. Die Zöpfe mit dem Eigelb bestreichen. Zum Schluss eine Hälfte mit Käse und Sesam oder den Walnüssen bestreuen.

Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Tag!

Kartoffelpü-Spinat-Auflauf und Bärlauchpesto zum Einfrieren

Gestern war wieder Erntetag im Garten Landgeflüster. So reich wie in den letzten Jahren ist unsere Ernte dieses Mal nicht. Umso mehr freue ich mich, dass ich zwar wenige, aber dafür sehr treue Sommerbegleiter habe. Gurken, neuseeländischer Spinat und Basilikum zählen dazu und wie Sie sehen, hat es sich auch gestern wieder gelohnt.

Aus dem Spinat haben wir meinen derzeitig liebsten Auflauf zubereitet und, weil er so lecker ist, stelle ich die Zubereitung gleich als Anregung für Sie ein.

Die Zutaten:

  • Kartoffeln
  • Milch
  • Muskatnuss
  • Spinat
  • Walnüsse
  • Käse nach Wahl
  • *

Für die nicht-vegetarische Variante zusätzlich:

  • Rinderhack
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zwiebel

Kartoffeln im Salzwasser kochen und währenddessen das Hack mit einer Zwiebel anbraten, salzen und pfeffern. Anschließend den Spinat blanchieren, den Käse reiben und die Nüsse hacken. Aus den Kartoffeln und der Milch einen nicht zu flüssigen Kartoffelpüree zubereiten und mit geriebener Muskatnuss abschmecken.

Jetzt zuerst den Spinat gleichmäßig in der gefetteten Auflaufform verteilen, danach das Hackfleisch, die Walnüsse und das Kartoffelpüree daraufgeben. Zum Schluss den geriebenen Käse auf den Auflauf streuen. Nun für 30 Minuten bei 180°C backen, bis der Käse eine schöne Farbe und leichte Kruste bekommen hat. Vor dem Servieren mit etwas gehackter frischer Petersilie bestreuen.

* Ich persönlich mag es ja sehr gern fleischlos, deshalb braucht es bei mir kein Hackfleisch. Stattdessen dürfen es auch gern gedünstete Zwiebelringe sein.

Neuseeländischen Spinat habe ich in diesem Sommer zum ersten Mal ausgesät. Ich liebe ihn! Weil er so ergiebig ist, haben wir bereits ein paar Aufläufe daraus gemacht und einmal habe ich ihn zu Pesto verarbeitet.

Pesto steht auf meiner „Den Sommer konservieren“-Liste ganz oben. Ich habe es in den letzten drei Monaten aus Kapzinerkresse, Radieschenblättern, Giersch, Basilikum und eben auch diesem Spinat zubereitet. Ein Glas Basilikumpesto wartet schon im Kühlschrank auf den Verzehr.

Da gestern nun wieder eine ausreichende Menge Basilikum erntefertig war, habe ich daraus Pesto zum Einfrieren gemacht. Der Unterschied zu dem, den wir frisch verspeisen, ist, dass ich ihn ohne Öl zubereite.

Meine Zutaten:

  • Basilikum
  • 1/2 TL Salz
  • 2-3 Zehen Knoblauch (je nach Größe) (gehackt)
  • Parmesan (frisch gerieben)
  • Sonnenblumenkerne
  • wenige Tropfen Wasser (nur wenn die Paste nach dem Mixen zu krümelig ist)

Die fertige Paste fülle ich in ein Glas ein, in das ich mein Pesto nach dem Auftauen aufbewahren möchte. Alternativ kann man sie auch in Eiswürfelbehälter füllen und darin einfrieren. Nach dem Auftauen mit soviel Olivenöl verrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, noch einmal abschmecken und dann genießen.

Ich habe immer Gläser mit Pesto und Kräuterbutter im Tiefkühlfach.Besonders bei Gartenpartys oder Grillabenden mit Gästen finde ich es praktisch, darauf zurückzugreifen. Meistens gibt es genug vorzubereiten, da bin ich froh, wenn einiges schon fertig ist.